Schildkröte kommt mit goldenem Panzer zur Welt und wird wie eine Göttin verehrt

Nepal - Weil sie mit einer äußerst seltenen Gen-Mutation zur Welt kam, wurde eine Schildkröte von Einheimischen in einem Dorf in Nepal wie eine Göttin verehrt.

In vielen asiatischen Ländern wie Nepal, Indien und Vietnam gelten Schildkröten als heilig.
In vielen asiatischen Ländern wie Nepal, Indien und Vietnam gelten Schildkröten als heilig.  © liyavihola/123RF

Der Grund für das extrem selten auftretende Erscheinungsbild liegt in einer Mutation namens "chromatischer Leuzismus" begründet.

Ähnlich wie beim Albinismus fehlt hier das Melanin komplett, wodurch die markante gelbe Pigmentation entsteht.

Berichte über goldene Schildkröten gibt es schon seit vielen Jahren. Da es aber stets an Foto-Beweisen mangelte, wurden sie schnell als Legenden abgetan.

Wie Daily Star berichtet, wurde das jüngste Exemplar, das in einem Dorf im Südosten Nepals auftauchte, aufgrund seines goldenen Panzers von den Dorfbewohnern verehrt, als wäre sie die Reinkarnation einer Göttin.

Die Einheimischen brachten dem Tier das beste Futter und achteten stets auf ihre Gesundheit.

"Schildkröten haben in Nepal insgesamt einen bedeutenden religiösen und kulturellen Wert. Es wird angenommen, dass der Gott Vishnu die Form einer Schildkröte angenommen hat, um das Universum in seiner Inkarnation vor der Zerstörung zu retten", erklärte Kamal Devkota, ein Experte für Reptilien.

"In der hinduistischen Mythologie bezeichnet die obere Schale der Schildkröte den Himmel und die untere die Erde. Vishnus Schildkröten-Avatar, bekannt als Kurma, wird heute in einer Reihe von Tempeln in Indien verehrt", so Devkota.

So sieht die seltene goldene Schildkröte aus

Nach langen Diskussionen vor Ort und einer umfassenden Dokumentation der Mutation wurde die goldene Schildkröte wieder in die Wildnis entlassen.

Tierschützer befürchten, dass sie aufgrund ihres auffälligen goldenen Panzers in der Natur benachteiligt ist und eine leichtere Beute für andere Tiere darstellt. Kamal Devkota argumentierte, dass sich die Schildkröte auf Dauer nicht unter Menschen wohl fühlen würde.

"Dieses Tier ist eine wahrhaft ungewöhnliche Entdeckung, die wir nicht einfach für uns behalten können."

Titelfoto: liyavihola/123RF

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