Schlangen-Alarm! Königspythons in Karton mit mysteriösen Zettel ausgesetzt

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Von Angelika Resenhoeft, Benedikt Zinsmeister

München - Ein Unbekannter hat zwei abgemagerte Königspythons in einem Karton in München ausgesetzt.

Diese Schlange war mit einer weiteren Königspython in einem Karton im Osten der Landeshauptstadt ausgesetzt worden.
Diese Schlange war mit einer weiteren Königspython in einem Karton im Osten der Landeshauptstadt ausgesetzt worden.  © Auffangstation für Reptilien, München e.V.

An der Box klebte ein Zettel mit grüner Aufschrift: "Bringst du mich bitte ins Tierheim".

Tierarzt Thomas Türbl von der Auffangstation für Reptilien in München sagte: "Tiere in einen Karton zu setzen und darauf zu hoffen, dass sie jemand findet, ist nicht nur verantwortungslos, sondern auch eine Straftat. Es gibt genügend Anlaufstellen, um Tiere verantwortungsvoll abzugeben." 

Die am Mittwoch im Bereich der Pertisaustraße in Berg am Laim gefundenen Riesenschlangen seien stark abgemagert. Zudem könne sich bei den derzeitigen Temperaturschwankungen schnell eine Atemwegserkrankung entwickeln, sagte der Tierarzt.

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Königspythons gelten den Angaben zufolge als friedliche und eher scheue Tiere. Bei Gefahr rollen sie sich häufig zu einem "Ball" zusammen - daher stamme auch ihr englischer Name "Ball Python".

Zwar könnten sie beißen, doch ein Abwehrbiss verfehle häufig sein Ziel und sei deutlich harmloser als etwa der Biss einer Katze.

Wer die Riesenschlangen fand, wurde nicht bekannt. Die Polizei habe die Schlangen zur Auffangstation gebracht, sagte eine Sprecherin des Vereins.

Titelfoto: Auffangstation für Reptilien, München e.V.

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