Köln - Das Tierheim Köln-Dellbrück erzählte jüngst von einem eher ungewöhnlichen Fall, den die Tierretter in dieser Woche übernahmen: Gleich 30 Hühner auf einmal zogen in die Einrichtung ein, nachdem eine Initiative sie vor dem Schlachthaus bewahrt hatte.
Das berichteten die Mitarbeiter des Kölner Tierheims am Dienstag bei Instagram und teilten dazu einen kurzen Clip, in dem die Neuankömmlinge gerade in mehreren Käfigen in der Einrichtung angekommen waren.
Demnach hatte das Tierheim zuvor eine Anfrage des Vereins PLAnbe e.V. mit der Bitte um Hilfe erhalten, nachdem sage und schreibe 900 Hennen aus einem Lege-Betrieb abgeholt und vor dem Schlachter gerettet worden waren.
Die Initiative setze sich dafür ein, "dass Legehennen nach ihrer 'Hochleistungsphase' nicht im Schlachthof landen, sondern ein zweites Leben in artgerechter Haltung führen können", erklärten die Kölner Tierretter, die 30 der geretteten Hennen übernahmen.
"Sie sehen noch ziemlich mitgenommen aus, aber wir werden alles dafür tun, dass es ihnen bald besser geht und sie in Würde alt werden dürfen", schilderte das Tierheim.
Kölner Tierheim schickt gerettete Hennen zum Gesundheits-Check
Die Hennen sind nach Angaben der Mitarbeiter gerade mal 22 Monate alt und hatten zuvor in Bodenhaltung ihren "Job" verrichtet. Diese schlimme Episode ihres Lebens ist nun aber glücklicherweise vorbei.
Im Tierheim sind die Hühner vorerst zwar in den besten Händen, die Einrichtung soll aber nicht die Endstation für das junge Federvieh sein. Bevor sie in ein neues Leben starten können, müssen sie jedoch erst einmal untersucht werden.
Die Tierheim-Fans drückten dem Geflügel derweil bereits die Daumen, dass sie nach dem Gesundheits-Check rasch ein geeignetes Zuhause finden, in dem sie ihr restliches Leben in Ruhe und Frieden führen können. Zu wünschen wäre es ihnen in jedem Fall.