100-Kilo-Schildkröte entgeht dem Tod knapp: Was Monate später geschieht, berührt alle
Virginia Beach (USA) - Die Menschheit trägt große Schuld am Leiden der Meeresschildkröten. Doch im Falle von "Diamond" zeigten einige Tierschützer, dass es auch anders geht: Sie retteten der Unechten Karettschildkröte das Leben. Nach schwierigen Monaten konnte das 100-Kilo-Wirbeltier nun sogar wieder "nach Hause" entlassen werden.
Wie das "Virginia Aquarium & Marine Science Center" aus Virginia Beach (USA) auf Facebook berichtete, war Diamond am 9. September vergangenen Jahres am Strand angespült gefunden worden.
Ein Passant kontaktierte damals die Wissenschaftler und Tierschützer, die sofort ausrückten, um sich um die rund 100 Kilogramm schwere Meeresschildkröte zu kümmern.
Tierärzte stellten erschrocken fest, dass die Unechte Karettschildkröte eine große Menge an Wasser und Sand eingesogen hatte, die eine vollständige Blockade der Atemwege verursachte. Der Zustand des Tieres war kritisch.
"Nach einem Notfalleingriff zur Freimachung der Atemwege begann sich sein kritischer Zustand zu bessern. Diamonds Rehabilitationsprogramm umfasste die Aufnahme von Antibiotika, Schmerzmitteln und Flüssigkeit sowie einen Eingriff zur Entfernung eines in seiner Zunge steckenden Stachels eines Stachelrochens" – der wahrscheinliche Grund für die Notlage des Meeresbewohners.
Das "Virginia Aquarium & Marine Science Center" ist sich sicher: Ohne das Eingreifen wäre die Schildkröte gestorben!
Unechte Karettschildkröte Diamond bekam sogar Physiotherapie
Das wäre nicht nur für Diamond selbst eine Tragödie gewesen, sondern auch für die gesamte Population der Unechten Karettschildkröten, da es sich bei ihm um ein geschlechtsreifes Männchen handelt.
Doch er konnte gerettet werden; wurde über Monate hinweg wieder aufgepäppelt, bekam sogar physiotherapeutische Übungen an seinem Kiefer, damit er wieder dauerhaft eigenständig fressen kann.
Ende Mai konnte nun endgültig aufgeatmet werden: Unter den Augen einiger begeisterter Zuschauer wurde die Schildkröte wieder am Strand ausgesetzt, wo Diamond sich sofort seinen Weg ins Meer bahnte.
Dabei erfreute er sich den Bildern zufolge offenbar wieder bester Gesundheit.
Titelfoto: Montage: Facebook/Virginia Aquarium & Marine Science Center

