Ausgerissenes Rennpferd in Not: Retter entdecken Tier auf Tausenden Metern Höhe
Lake Tahoe (Kalifornien/USA) - Vor wenigen Tagen sorgte eine außergewöhnliche Rettungsaktion in der kalifornischen Wildnis für ordentlich Aufsehen: Während des alljährlichen "Tevis Cups", einem rund 100 Meilen (circa 160 Kilometer) langen Distanzritt mit Pferden, nahm einer der teilnehmenden Vierbeiner Reißaus und verschwand spurlos in der Wildnis.
Wie das zuständige Sheriff Department auf Facebook mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstag um den Lake Tahoe. "Ein Reiter war abgeworfen worden, woraufhin das Pferd in der 'Granite Chief Wilderness' auf einer Höhe von 7200 Fuß [ca. 2200 Meter, Anm. d Red.] zurückblieb - in einem Gelände, das weder zu Fuß noch mit Fahrzeugen erreichbar war."
Dank eines im Sattel befestigten GPS-Trackers konnten die genauen Koordinaten des Tieres ermittelt werden. Das Problem: Es führten keine fahrtauglichen Straßen zu dem Rennpferd.
"Der Hubschrauber des Sheriff's Office startete mit Mitgliedern der 'North Valley Animal Disaster Group' - Spezialisten für technische Tierrettung - an Bord und flog zu den Koordinaten."
Am Ort des Geschehens angekommen, bestätigte die Besatzung des Helis den Standort des Pferdes. Zum Glück wies das Tier keinerlei Verletzungen auf.
"Ein Mitglied des Tierrettungsteams [...] koordinierte die Einrichtung eines Landeplatzes, sodass die Flugbesatzung landen und gemeinsam mit dem Veterinärteam [...] einen Plan ausarbeiten konnte."
Nicht nur die Einsatzkräfte waren von der spektakulären Aktion begeistert
Kurz nach der Ankunft der Mediziner wurde der Vierbeiner sediert, für den weiteren Transport vorbereitet und gesichert.
"Anschließend transportierte der Hubschrauber das Pferd im sogenannten 'Short Haul'-Verfahren (an einem Außenlastseil hängend) zum 'French Meadows Reservoir', wo ein Empfangsteam (...) bereitstand."
Nach dem spektakulären Rettungseinsatz wurde das Rennpferd behutsam am Boden abgesetzt und für den Heimtransport vorbereitet. Das zuständige Sheriff Department bedankte sich bei allen helfenden Händen für die reibungslose Zusammenarbeit.
Doch nicht nur die Helfer selbst waren von der Bergung begeistert. "Was für eine erstaunliche Geschichte - ich bin wirklich froh, dass sie das Pferd retten konnten", kommentierte ein Plattform-Nutzer unter dem Beitrag.
Titelfoto: Fotomontage/Screenshot/Facebook/Butte County Sheriff

