Frau von Bär attackiert und schwer verletzt: Ihr Schoßhund jagte das Jungtier

Winhall (Vermont) - Das Gassigehen mit ihrem Vierbeiner endete für eine Frau aus Vermont im Krankenhaus: Eine Bärin zerfetzte ihr die Hand, weil ihr Hund ein Bärenjungtier jagte.

Der Hund wurde von keinem der Bären verletzt, sein Frauchen zog sich Verletzungen zu. (Symbolbild)
Der Hund wurde von keinem der Bären verletzt, sein Frauchen zog sich Verletzungen zu. (Symbolbild)  © Bildmontage: 123rf/maryswift, 123rf/ giedriius

Sarah Dietl (48) ist nicht das erste Opfer eines Bären-Angriffs. Seit geraumer Zeit nehmen in dem dicht bewaldeten US-Bundesstaat Attacken der Raubtiere zu.

Denn die Lebensräume der Menschen überschneiden sich immer mehr mit denen der Fellnasen.

"Sie lernen, Menschen mit Essen in Verbindung zu bringen, weil die Leute die Vögel füttern oder ihren Müll rausbringen wollen. Sie wollen sich keine Sorgen machen. Diese Art von Dingen gewöhnt Bären an Menschen, und es verstärkt sich mit der Zeit", zitiert "People" den Leiter der Fisch- und Wildtierabteilung in Vermont.

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Auch die 48-Jährige ist Opfer der durch Essen angelockten Tiere geworden. In den vergangenen Wochen wurde in ihrem Wohnort immer wieder eine Bärenmutter mit ihren Jungen gesichtet. Die Tiere verspeisten genüsslich die dekorativen Kürbisse.

Zu dem Unglück kam es, weil "Bodhi" - der Hund der Frau - an dem verhängnisvollen Abend seine Größe im Vergleich zu einem Bären überschätzte.

Als er ein Bärenjunges erblickte, rannte er dem Tier hinterher und jagte es einen Baum hinauf.

Ein Nachbar musste die 48-Jährige vor dem Zorn der Bärenmutter beschützen

Es brauchte 15 Wundklammern, um die Kopfverletzung von Sarah Dietl (42) zu versorgen. (Symbolbild)
Es brauchte 15 Wundklammern, um die Kopfverletzung von Sarah Dietl (42) zu versorgen. (Symbolbild)  © 123rf/suvoroff

Blind vor Wut nahm die Mutter des Jungtiers die Verfolgung auf. Die Bärin erwischte die 48-Jährige am Kopf, an der Körperseite und verbiss sich in ihrer Hand.

Panisch rannte die Frau auf ihren Nachbarn zu, dieser schlug das Tier mit einer Taschenlampe. Durch die Irritation ließ die Bärin von ihrem Opfer ab.

Robert Montuorro zog die schwer Verletzte in sein Haus und schmiss dem Wildtier die Tür ins Gesicht.

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So schnell ließ sich die Bärin aber nicht abwimmeln, sie versuchte sogar, durch die Tür zu gelangen.

"Sobald ich Sarah ins Haus gezogen hatte, stürmte der Bär die Tür", beruft sich "People" auf eine Aussage von Montuorro. Zum Glück hielt die Tür stand und nach einer Weile verschwand die Bärin.

Daraufhin wurde Sarah Dietls in ein Krankenhaus gebracht, denn neben ihrer verletzten Hand mussten ihre Kopfverletzung und ihre aufgerissene Körperseite versorgt werden.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/maryswift, 123rf/ giedriius

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