Ungebetener Gast macht es sich in Keller gemütlich: Hausbesitzer mit Nerven am Ende
Altadena (USA) - Sowas erlebt man auch nicht alle Tage: Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Kalifornien hatte wochenlang einen nicht ganz ungefährlichen Untermieter, der es sich unter seinem Haus gemütlich gemacht hat.
Ken Johnson aus der südkalifornischen Gemeinde Altadena dürfte mit den Nerven völlig am Ende sein, denn so hatte er sich Weihnachten und den Jahreswechsel ganz sicher nicht vorgestellt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ein riesiger Bär ihn bereits seit rund einem Monat belästigt, wie die gemeinnützige Organisation "The BEAR League" in einem Instagram-Post samt Video berichtete. Der hatte es sich mal eben in Johnsons Kriechkeller bequem gemacht, kam und ging, wie es ihm passte.
Auf rund 500 Pfund (circa 225 Kilogramm) wurde das Männchen von den Tierschützern geschätzt - ein ordentlicher Brocken also, der sicher auch richtig ungemütlich werden kann, wenn er sich bedroht fühlt.
In dem Keller hat das Ungetüm erhebliche Schäden angerichtet, unter anderem an Heizungsrohren und sogar an einer Gasleitung. So habe Johnson kurz vor Weihnachten sogar das Gas abschalten müssen, damit nicht noch Schlimmeres passiert.
Als Versuche von staatlichen Wildhütern, das Tier aus dem Haus zu locken, fehlschlugen, wurde es dem Bewohner nach nervenzehrenden Wochen zu bunt - er wandte er sich an "The BEAR League". Laut Johnson selbst habe der Staat ihn mit dem Problem hängenlassen.
Erst gemeinnützige Helfer können Bären aus seinem Versteck vertreiben
Die Organisation schickte zwei erfahrene Männer namens Scott und Dave nach Altadena. Einer von ihnen traute sich in den Keller, obwohl der Bär dort unten gewesen sei. Und tatsächlich schaffte er es, dass das Tier seinen Unterschlupf verließ, wie auch der Clip zeigt.
Auch danach unterstützten die Helfer Johnson bei den Reparaturen und dabei, den Kriechkeller vor erneutem ungebetenen Besuch zu sichern, beispielsweise durch elektrische Matten, die Meister Petz vom Hereinkriechen abhalten sollten.
Es sei nicht ungewöhnlich, dass sich Bären in Häusern ein ruhiges Plätzchen suchen. "Zu dieser Jahreszeit vertreibt die 'BEAR League' jeden Tag mehrere Bären aus den Häusern", heißt es in dem Beitrag.
Ken Johnson hat bereits Ende Dezember eine Spendenkampagne bei Gofundme erstellt. Erst vor einigen Monaten hatte ein Feuer Teile seines Hauses schwer beschädigt und nun verursachte der Bär weitere Schäden.
Aus diesem Grund und weil der Staat ihn im Stich gelassen habe, sammelt er Spenden, um alle noch anfallenden Kosten decken zu können.
Titelfoto: Screenshot/Instagram/bear.league

