"Herr Zisch" auf der Flucht: Giftige Königskobra aus Zoo ausgebrochen

Stockholm - In einem Zoo in Stockholm suchen die Tierpfleger nach einer Königskobra. Denn vergangenen Samstag gelang der Schlange eine spektakuläre Flucht - seitdem ist die Giftschlange unauffindbar!

Königskobras können bis zu sechs Meter groß werden. (Symbolbild)
Königskobras können bis zu sechs Meter groß werden. (Symbolbild)  © 123rf/realityimages

Das giftige Wirbeltier war die neuste Ergänzung des Reptilienhauses im "Skansen Akvariet" Zoo, wie People Magazine berichtet.

Die entwischte Schlange "Herr Zisch" (im schwedischen "Sir Vass") soll circa 2,5 Meter groß sein.

Der Ausbruch der großen Giftschlange sorgte bei vielen für eine gerunzelte Stirn. Denn wie kann es sein, dass ein so gefährliches Tier einfach aus seinem Gehege entkommt?

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Vor Jahren, als noch eine größere Königskobra ("Herr Zisch Senior") in dem Terrarium lebte, wurde die Wärmelampe ausgetauscht.

Das Vorgängermodell war wenig umweltfreundlich und wurde so heiß, dass Schlangen ihr nicht zu nahe kamen.

Im Zuge einer Umweltkampagne wurde diese gegen eine energiesparende LED-Lampe ausgetauscht. Das neue Leuchtmittel strahlt nur ein bisschen Wärme aus, für eine aus der südlichen Hemisphäre stammende Schlange also kein Hindernis. Dazu kommt, dass den Pflegern bis jetzt nicht bewusst war, dass es neben der Lampe einen Spalt gibt.

"Herr Zisch" nutzte die Lücke für seine erfolgreiche Flucht, sein Ausbruch wurde von mehreren Zoobesuchern gefilmt.

Unbehandelt ist der Biss einer Königskobra tödlich

Königskobras können sich "Hinstellen", so können sie mit erwachsenen Menschen auf Augenhöhe sein. (Symbolbild)
Königskobras können sich "Hinstellen", so können sie mit erwachsenen Menschen auf Augenhöhe sein. (Symbolbild)  © 123rf/abhishekmittal81

Mitarbeiter des Zoos wurden rasch über das ausgebüxte Tier informiert und betätigten den Feueralarm, um die Besucher aus dem Reptilienhaus zu evakuieren.

Seit vergangenen Samstag suchen die Tierpfleger nun nach dem giftigen Wirbeltier.

Der Direktor des Zoos ist jedoch zuversichtlich, dass die Königskobra bald gefunden wird, da das Reptilienhaus abgeriegelt wurde und Zoowärter über die Überwachungskameras Ausschau nach der Schlange halten.

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Des Weiteren ist es unwahrscheinlich, dass das Tier nach draußen schlängelt, da Wirbeltiere hohe Temperaturen bevorzugen.

Eine Königskobra kann nur für einen begrenzten Zeitraum bei Temperaturen unter zehn Grad überleben.

Momentan haben die Mitarbeiter eine gute Vorstellung, wo das Tier ist und warten darauf, dass es neugierig wird und zum Vorschein kommt, teilt "Skansen Akvariet" auf Facebook mit.

Besorgt über mögliche Gefahren, die von einer so giftigen Schlange ausgehen, ist der Zoo anscheinend nicht. Da er weiterhin geöffnet ist, auch wenn die Königskobra noch nicht gefunden wurde.

Titelfoto: 123rf/realityimages

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