Hund zittert zu Silvester fünf Stunden am Stück: Frauchen platzt der Kragen

Okotoks (Kanada) - Für die meisten Tiere ist Silvester purer Stress. Halter werden zum Jahreswechsel kreativ, überlegen sich, wie sie ihre Lieblinge am besten vor der Böllerei abschirmen können. Eine Kanadierin hat darauf keine Lust mehr. Sie machte ihrem Ärger in einem Leserbrief Luft.

Für Renee Millers Vierbeiner ist die Knallerei zu Silvester kein schönes Hundeerlebnis. (Symbolfoto)
Für Renee Millers Vierbeiner ist die Knallerei zu Silvester kein schönes Hundeerlebnis. (Symbolfoto)  © 123RF/utkudemirsoy

Hundebesitzerin Renee Miller wollte von der Redaktion ihres lokalen Nachrichtenblattes wissen, wo sie sich über das Feuerwerk in ihrem Heimatort beschweren kann.

Die "Western Wheel"-Macher veröffentlichten das Schreiben an diesem Wochenende. Jetzt ist die Gemeinde gefordert.

Miller gab an, dass am 31. Dezember bereits ab 19 Uhr scharf geschossen wurde. Mit Unterbrechungen habe die Knallerei bis weit nach Mitternacht angedauert. Für ihren zwölf Jahre alten Hund seien die Explosionen eine Tortur gewesen.

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Ganze fünf Stunden habe der arme Vierbeiner ununterbrochen heftig gezittert. "Das Zittern hörte auch zwischen den Salven nicht auf", beschrieb Miller die Lage. Ihr Hund sei jedes Jahr aufs Neue untröstlich, lasse sich weder durch Streicheleinheiten noch durch Musik oder andere Ablenkung beruhigen.

Renee Miller sorgt sich nicht nur um ihren Hund, sondern auch um ältere Mitbürger

Die Gemeinde Okotoks in der kanadischen Provinz Alberta bewarb das Silvesterfeuerwerk sogar auf ihren Social-Media-Profilen.
Die Gemeinde Okotoks in der kanadischen Provinz Alberta bewarb das Silvesterfeuerwerk sogar auf ihren Social-Media-Profilen.  © Screenshot/Facebook/Town of Okotoks

Ihr Hunde-Opa sei derweil nicht der einzige Bewohner der Gemeinde, dem die Böllerei zu Silvester nicht gefällt. Auch Senioren und Veteranen mache der Lärm zu schaffen: "Zittern sie, während ihr Verstand versucht, zu vergessen, was ihr Körper nicht vergessen kann?", fragte Renee Miller.

Von der Gemeindeverwaltung möchte sie jetzt wissen, ob künftig Einschränkungen hinsichtlich des Feuerwerks geplant sind. Andernfalls bat sie mit leicht ironischem Unterton um Tipps, wohin sie zusammen mit ihrem Hund mitten im kanadischen Winter flüchten könne, um von Raketen und Böllern verschont zu bleiben.

Mit Sorge blickte die Hundehalterin zudem auf den 1. Juli. Zum Nationalfeiertag, dem "Canada Day", droht nämlich erneut ein großes Feuerwerk. "Ich frage mich, wie sich das auf das Herz meines Hundes auswirken wird?", schrieb Miller.

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Eine Reaktion auf ihre Beschwerde gab es von der Gemeinde noch nicht.

Titelfoto: Montage: 123RF/utkudemirsoy, Screenshot/Facebook/Town of Okotoks

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