Kater Charlie lebt mit Obdachloser in verwahrlostem Hotelzimmer, dann wird er eiskalt zurückgelassen
Köln - Mit einer dubiosen Geschichte auf dem Buckel sitzt seit Neuestem Kater Charlie im Tierheim Dellbrück. Findet der kleine Katzen-Kämpfer in Zukunft noch sein großes Glück?
Mit einem rund zweiminütigen Video und einigen herzergreifenden Zeilen haben die Tierretter aus Köln-Dellbrück jüngst auf das Schicksal von Charlie aufmerksam gemacht.
Allerdings kommt den tierischen Experten dessen jüngere Vergangenheit ziemlich spanisch vor.
Denn: Charlie soll zusammen mit einer obdachlosen Frau in einem Hotelzimmer gelebt haben und schließlich eiskalt zurückgelassen worden sein.
Charlie soll im Anschluss in einem erbärmlichen Zustand einfach vor den Toren des Tierheims abgestellt worden sein. Ohne sämtliche Angaben über Alter oder Gesundheitszustand.
"Er war gechippt, ist auch registriert - allerdings war der Halter verstorben und die Frau, die ihn zurückgelassen hat, seine Tochter - und die ist verschwunden", erklären die Mitarbeitenden.
Heißt im Klartext: Die Hoffnung auf wichtige Infos zum drolligen Vierpfotler sind so gut wie dahin.
Kater Charlie verdreht Tierheim Dellbrück den Kopf
Sich allzu lange darüber zu ärgern war für die helfenden Hände aber keine Option.
"(...) wie ihr euch anhand der kurzen Frisur denken könnt, sah er bei seiner Ankunft ganz anders aus. Er musste unter Narkose geschoren werden, weil er sich wirklich kaum noch bewegen konnte vor lauter Fell."
Seine neuen Vermieter auf zwei Beinen scheint Charlie bereits mühelos um den Finger gewickelt zu haben. "Das ist wirklich ein ganz, ganz Netter und Süßer und er hat sich so bedankt, dass er jetzt endlich Luft an den Bauch kriegt."
Trotzdem kann sich das Tierheim einen Kommentar zur Lebensgeschichte des circa 16 Jahre alten Katers nicht verkneifen. "Das ist wirklich eine komische Geschichte. Obdachlos, im Hotel gewohnt und das Zimmer sehr verwahrlost hinterlassen."
Ab sofort folgt Charlie einem strengen Speiseplan des Tierheims, um so schnell wie möglich wieder zu Kräften zu kommen. "Der muss jetzt erstmal wieder was auf die Rippen kriegen - der ist nämlich ganz, ganz dünn."
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/Screenshot/Instagram

