Seltene Aufnahme: Grizzlybär erwacht aus dem Winterschlaf und überrascht Skifahrer!

Golden - Kanadische Skifahrer erlebten kürzlich einen Riesen-Schock, als ein Grizzlybär plötzlich aus dem Winterschlaf erwachte und seinen Kopf durch den frischen Schnee stieß. Der Bär namens Boo ist kein Unbekannter in dem Gebiet.

"Boo hat das warme Wetter gespürt und beschlossen, herauszukommen und etwas Sonnenschein zu genießen", schrieb das Resort zu dem Video.
"Boo hat das warme Wetter gespürt und beschlossen, herauszukommen und etwas Sonnenschein zu genießen", schrieb das Resort zu dem Video.  © Montage: Screenshot/khgrizzlybearrefuge (2)

Noch ziemlich träge und benebelt befreite sich Grizzlybär Boo nach Monaten der Ruhe und Entspannung aus dem Schnee in der Stadt Golden im kanadischen British Columbia.

Der atemberaubende Moment wurde auf Video festgehalten und auf Boos eigenem Instagram-Kanal geteilt, den das Kicking Horse Mountain Resort betreibt.

Dort lebt der 22-jährige Bär seit dem Jahr 2003 in einem 22 Hektar großen Gehege, nachdem seine Mutter illegal von einem Jäger erschossen wurde.

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Dominique de Vries, Teamleiterin des Grizzlybären-Refugiums, sagte dem Calgary Herald, Boo komme normalerweise Mitte März heraus und bleibe typischerweise von einer bis zu ein paar Stunden am Tag draußen: "Er wird immer noch in seine Höhle zurückkehren; er ist immer noch ziemlich verschlafen und benommen."

Sie fügte hinzu, dass Temperatur- und Schneeverhältnisänderungen in der Regel bestimmen, wann die Tiere aus ihren Höhlen kommen.

"Schön, dich zu sehen, großer Kerl", schrieben seine Betreuer unter den Instagram-Post.

Klimawandel macht Bären wie Boo zu schaffen

Nach all der Anstrengung musste sich Boo, sichtlich erschöpft, erst einmal hinsetzen und ausruhen.
Nach all der Anstrengung musste sich Boo, sichtlich erschöpft, erst einmal hinsetzen und ausruhen.  © Montage: Screenshot/khgrizzlybearrefuge (2)

Das Resort warnte davor, dass Boo sich langsam wieder an das Leben über der Erde gewöhnen würde und selbst nicht leicht aus dem Blickfeld der Skifahrer und Besucher verschwinden könnte - trotz des Wunsches nach Privatsphäre.

"Wir bitten weiterhin alle darum, leise zu sein, wenn sie sich um das Refugium herum befinden, und dem großen Kerl eine minimale Störung zu bereiten", sagten seine Betreuer.

Kim Titchener, Präsidentin von Bear Safety & More Inc., ist mit Boo und seinen Betreuern bestens vertraut und scherzte, ihre Titel sollten "Boo-Wächter" lauten. Die Forscherin untersucht das Schlafmuster von Bären und betonte: "Mit dem Klimawandel sehen wir, dass Bären früher aus ihren Höhlen kommen und später zu Bett gehen."

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Umso wichtiger sei es, mehr über die Sicherheit von Grizzlybären nachzudenken und Menschen, vor allem Wanderer, Camper und Skifahrer, aufzuklären.

Titelfoto: Montage: Screenshot/khgrizzlybearrefuge (2)

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