Trotz Winter fliegen sie nicht weg: Magdeburger sorgen sich um Storchenpaar
Magdeburg - Es ist ein ungewöhnlicher Anblick: Ein Storchenpaar sitzt mitten im winterlichen Schneetreiben bei Eiseskälte auf einem Nest. Viele Magdeburger sind deshalb besorgt. Ein Experte klärt auf.
Im Süden der Stadt hält das gefiederte Pärchen eisern seine Stellung. Trotz Eiseskälte und Schneeschauern bleibt es in Deutschland, anstatt wie üblich in wärmere Gebiete Richtung Afrika zu ziehen.
Wie die Volksstimme berichtet, habe das Duo bereits für mehrere Anrufe beim Storchenhof Loburg (Jerichower Land) gesorgt.
Schließlich kann durch den Schnee die Nahrungssuche erschwert werden und auch der Frost könnte körperliche Schäden anrichten.
Für Aufklärung sorgte schließlich Michael Kaatz, Chef des Storchenhofes in Loburg. Ihm zufolge sei die Sorge derzeit unbegründet, wie es in dem Bericht heißt.
Es sei zwar ungewöhnlich, dass Störche bei diesen Witterungen überwintern, eine Gefahr könne er aktuell jedoch nicht erkennen.
Storchenpaar überwintert in Magdeburg: Mäuse an der Elbe dienen als Futter
Er vermutet, dass es sich bei den Tieren um Altstörche handelt. Diese könnten mehrere Wochen ohne Nahrung überleben. Trotz des Winterwetters sei es ihnen zudem an der Elbe möglich, unter anderem Mäuse als Futter zu finden.
Sorgen müsse man sich erst machen, wenn Eis und Schnee über mehrere Wochen hinweg Nahrungsquellen verdecken.
Ähnliche Fälle habe es bereits in Niedersachsen, Hessen und den Rheinniederungen in Baden-Württemberg gegeben.
Der Storchenbestand sei in den letzten Jahren sogar leicht angestiegen, heißt es in dem Medienbericht.
Etwa 800 der Tiere wurden hierzulande bis zum August des vergangenen Jahres gezählt.
Titelfoto: Thomas Warnack/dpa

