Unglaubliche Wendung im Fall "Timmy"? DNA-Analyse sorgt offenbar für den nächsten Knall

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Hamburg - Der Fall um den mehrfach in der Ostsee gestrandeten Buckelwal nimmt die nächste Wendung. Wochenlang schien alles klar: Der tote Wal, der später an der dänischen Insel Anholt angespült wurde, galt als "Timmy". Doch jetzt stellt eine DNA-Analyse offenbar alles infrage.

Im Mai wurde ein toter Buckelwal auf Anholt angespült. Bislang gingen die Experten davon aus, dass es sich dabei um "Timmy" handle.
Im Mai wurde ein toter Buckelwal auf Anholt angespült. Bislang gingen die Experten davon aus, dass es sich dabei um "Timmy" handle.  © Marcus Golejewski/dpa

Ausgangspunkt der Analyse war eine Gewebeprobe, die ein Experte des Retter-Teams damals bei der Befestigung eines Ortungssenders an Timmys Flosse entnommen haben soll.

Als der Wal-Kadaver später auf Anholt lag, entnahmen Mitglieder der Wal-Initiative eine weitere DNA-Probe.

Beide Proben wurden nun in einem Labor miteinander verglichen. Doch statt einer eindeutigen Übereinstimmung kam nun offenbar alles anders als erwartet: Nach Informationen von BILD sollen die DNA-Proben nicht übereinstimmen! Demnach wäre der tote Wal auf Anholt nicht "Timmy".

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Ob das angebliche Ergebnis bedeutet, dass "Timmy" damit noch lebt? Der Fall ist kompliziert. So habe es bei der Probenentnahme unter anderem keine unabhängigen Zeugen gegeben. Zudem sei unklar, wie die Proben gelagert wurden.

Demnach gebe es verschiedene Faktoren, wodurch das Analyse-Ergebnis möglicherweise Fehler aufweise.

Ist es "Timmy"? Ergebnisse der DNA-Analyse werden offiziell in einer Pressekonferenz vorgestellt

Mithilfe einer Barge wurde "Timmy" damals in die Nordsee transportiert.
Mithilfe einer Barge wurde "Timmy" damals in die Nordsee transportiert.  © Christoph Reichwein/dpa

Zwar weise das DNA-Ergebnis offenbar Unterschiede vor. Dennoch sprechen auch zahlreiche Hinweise dafür, dass es sich bei dem toten Tier auf Anholt doch um "Timmy" handle. So ist am toten Wal auf Anholt schließlich der Ortungssender entdeckt worden, der zuvor an "Timmy" befestigt worden war.

Auch die aufgezeichneten Positionsdaten sollen darauf hindeuten, dass der Buckelwal dort verendet und angespült worden war. Experten des Umweltministeriums sollen die Daten später überprüft haben und stuften sie als plausibel ein. Zudem wies der Kadaver Verletzungen auf, die bereits bei "Timmy" vor Poel dokumentiert wurden.

Dennoch sorgte der Fall auch immer wieder für Verwirrung. So stellte sich auf Anholt heraus, dass der tote Buckelwal weiblich war – obwohl "Timmy" zuvor als männliches Tier galt. Und auch der Sender soll am Kadaver zunächst nicht gefunden worden sein. Erst bei einer späteren Suche wurde dieser entdeckt.

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Damit werfe das DNA-Ergebnis vorerst mehr Fragen auf als es beantworte. Ob es am heutigen Mittwochnachmittag mehr Klarheit gibt? Ab 13.45 Uhr sollen die konkreten Ergebnisse der DNA-Analyse bei einer Pressekonferenz in Hamburg offiziell vorgestellt werden.

Titelfoto: Marcus Golejewski/dpa

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