Vogel liegt wie tot auf dem Boden: Was ist nur los mit ihm?

Dortmund - Das Personal vom Dortmunder Zoo wird wohl häufig angesprochen, dass in einer Voliere tote Tiere liegen würden. Doch der Schein trügt.

Ein Rotfußseriema sonnt sich auf einem Sandboden.
Ein Rotfußseriema sonnt sich auf einem Sandboden.  © 123RF/Leonardo De Campos Araújo

Ein Vogel nimmt ein Sonnenbad und "es dauerte nicht lange, ehe wir von besorgten Besuchern alarmiert wurden, dass dort ein toter Vogel in der Voliere liegen würde", berichtete der Zoo in Nordrhein-Westfalen auf Facebook.

Dabei ist der Rotfußseriema, wie die Vogelart heißt, gar nicht gestorben. Die Art und Weise wie er sich sonnt, ist einfach etwas kurios.

Denn der Seriema liegt häufig auf der Seite oder dem Rücken mit verdrehtem Körper und oftmals hochgeklappten Flügeln. Zudem sind ab und an die Schnäbel aufgerissenen, aus denen die Zunge schlaff heraushängt. 

"Diese Haltung ist ganz typisch für einen sonnenbadenden Seriema", erklärte der Dortmunder Zoo.

Ihm gehe es dabei darum, möglichst viel Sonnenstrahlen aufzunehmen, ohne etwas zu tun, so der Zoo. Deshalb liegt er gern auch mehrere Stunden am Stück so herum.

Rotfußseriema sonnt sich gerne ausgiebig auf dem Sandboden

Wenn die Vögel sich nicht gerade in der Sonne tot stellen, jagen sie Schlangen, die sie anschließend essen, und stoßen sonderbare Rufe aus.

"Der Ruf erinnert an ein etwas merkwürdig klingendes lautes Gekreische", erklärt der Zoo in Dortmund. Es soll an ein lautes Jaulen oder "hysterisch klingendes Geschnatter" erinnern, das mehrere Kilometer weit zu hören ist. So zeigen sie anderen Vögeln ihrer Art, dass diese sich in ihrem Revier befinden.

Sorgen machen, dass der Vogel tot ist, muss sich also niemand - eher die Ruhe genießen.

Die Rotfußseriemas leben eigentlich im mittleren Südamerika. Sie sind nicht vom Aussterben bedroht. Jedoch werden sie mancherorts gejagt.

Titelfoto: 123RF/Leonardo De Campos Araújo

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