Wespenstiche - wie man sie vermeidet oder notfalls Schmerzen lindert

Wer dieser Tage im Freien Steak oder Obstkuchen isst, lockt schnell mal ungebetene Gäste an: Wespen und Hornissen. In der zweiten Hälfte des Sommers haben besonders erstere Hochkonjunktur. Die Wespenlarven sind längst versorgt, nun kümmern sich die "Schwarz-Gelben" um sich und ihren eigenen Appetit. Der relativ warme und trockene Sommer hat ihre Populationen wachsen lassen, auch wenn man noch nicht von einer Plage sprechen kann. Folgende Tipps und Regeln helfen, gut mit Wespen und Hornissen auszukommen.

Wie mit einer Wespe richtig umgehen? Es gibt so einiges zu beachten! (Symbolbild)
Wie mit einer Wespe richtig umgehen? Es gibt so einiges zu beachten! (Symbolbild)  © 123RF/igordabari

Was tun, damit einen die Wespe nicht sticht?

  • Klingt fast zu banal, aber die wichtigste Regel lautet: nicht wild herumfuchteln! Hektische Bewegungen also unbedingt vermeiden. Lieber die Tiere ganz sanft vom Teller oder Glasrand schieben.
  • Nicht anpusten: Das Kohlendioxid in unserer Atemluft macht die Wespen nervös.
  • Wann immer möglich Essen im Freien abdecken!
  • Kindern nach dem Essen den (noch zuckrig-klebrigen) Mund abputzen!
  • Möglichst keine stark duftenden Kosmetika auftragen!
  • Gläser immer abdecken, damit man die Tiere nicht versehentlich schluckt!
  • Mehrere Meter Abstand zu Wespennestern einhalten!
  • Fliegengitter an den Fenstern helfen auch gegen Wespen.
  • Im Garten darauf achten, Obst rechtzeitig zu ernten. Fallobst lockt die Wespen an.

Nur ein Bruchteil von uns Menschen reagiert auf Wespenstiche allergisch

Die Hornisse ist die größte in Mitteleuropa lebende Faltenwespe. Ihr Stich ist aber kaum schmerzhafter als der einer normalen Wespe. (Symbolbild)
Die Hornisse ist die größte in Mitteleuropa lebende Faltenwespe. Ihr Stich ist aber kaum schmerzhafter als der einer normalen Wespe. (Symbolbild)  © 123RF/mckyartstudio

Und wenn die Wespe doch mal sticht?

Experten glauben, dass etwa drei Prozent unserer Bevölkerung gegen Wespenstiche allergisch ist. Wer dies von sich weiß, hat in der Regel im Sommer ein Notfall-Set (z.B. Adrenalin-Spritze oder Kortison-Präparat) dabei und setzt es im Falle eines Falles ein.

Ansonsten im Zweifel den Rettungsdienst rufen! Gleiches gilt, wenn kleine Kinder gestochen werden oder wenn der Stich die Atemwege anschwellen lässt.

EM-Fieber schwappt auf Rochen und Haie über, doch Kiemen-Kicker orakeln nicht
Tiere EM-Fieber schwappt auf Rochen und Haie über, doch Kiemen-Kicker orakeln nicht

Nach einem Wespenstich möglichst den Ort, an dem einen die Wespe gestochen hat, sofort verlassen, um weitere Stiche zu vermeiden. Am besten einen schattigen Platz aufsuchen, dorthin folgen einem die Wespen seltener.

Die Einstichstelle möglichst gleich mit Wasser säubern und mit Eiswürfeln kühlen. Auch eine aufgeschnittene Zwiebel, die an die Stelle gepresst wird, kann den Schmerz etwas lindern. Wenn der Stich juckt, besser trotzdem nicht kratzen, um Entzündungen zu vermeiden.

Mit dem richtigen Verhalten sind Wespen und Hornissen harmlos

Wespen lieben Süßes. Da wird der Sonntagskuchen schnell zum Festmahl. (Symbolbild)
Wespen lieben Süßes. Da wird der Sonntagskuchen schnell zum Festmahl. (Symbolbild)  © 123RF/hecke

Schon gewusst?

  • Es gibt hunderte Wespenarten bei uns, doch nur zwei davon haben es auch wirklich auf unsere Süßigkeiten und unser Grillgut abgesehen - die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe.
  • Auch wenn der Volksmund wahre Horrorgeschichten über Hornissenstiche zu berichten weiß, sind die tatsächlich kaum schmerzhafter als die Stiche einer viel kleineren Wespe.
  • Die allermeisten Wespen sterben spätestens im Winter ab.

Wer sich umsichtig verhält, kann den Sommer im Freien trotz mancher Wespe ganz unbeschwert genießen.

Titelfoto: 123RF/igordabari

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