"Wie ein Außerirdischer": Fischern bleibt der Atem weg, als sie sehen, was an ihrem Angelhaken zappelt
Limón (Costa Rica) - Für Fischer aus Costa Rica blieb kurz die Welt stehen, als sie sahen, was da an ihrem Angelhaken hing. Vor ihnen zappelte ein äußerst seltenes Lebewesen im Wasser, was zuvor nur ein einziges Mal gesichtet worden ist: ein orangefarbener Ammenhai.
Alles in Kürze
- Fischer in Costa Rica fangen seltenen orangefarbenen Ammenhai.
- Der Hai ist 1,98 Meter lang und hat weiße Augen.
- Die Färbung des Hais wird als Xanthismus bezeichnet.
- Der Angler entlässt den Hai wieder ins Meer.
- Wissenschaftler feiern die Entdeckung als wichtigen Beitrag zum Verständnis seltener Pigmentierungen.

"Es war unglaublich", erinnert sich Angler Garvin Watson gegenüber USA TODAY. "Wir konnten nicht glauben, was wir vor uns hatten – einen orangenen Hai, der aussah wie ein Außerirdischer." Der Ammenhai maß ganze 1,98 Meter und wies mystisch anmutende weiße Augen auf.
Für den Besitzer eines Hotels in Limón war es tatsächlich bereits die zweite Begegnung mit dem besonderen Meerestier. Garvin war im vergangenen August die erste Person, die jemals einen orangefarbenen Ammenhai gefangen hat. Damals war er in der Nähe des Tortuguero-Nationalparks auf die Rarität gestoßen.
Laut einem Bericht im Fachmagazin "Marine Biodiversity" ist die neonartige Färbung des Hais eine Pigmentstörung namens "Xanthismus". Dabei ist Haut, Schuppen oder Fell von betroffenen Tieren in gelben oder goldenen Tönen gefärbt.
Seinen Fang entließ der Angler wie auch beim vorherigen Mal auch schon wieder ins Meer zurück. Natürlich nicht, ohne den Fang vorher aus jeglichen Perspektiven zu fotografieren. Sie verglichen ihren Fund mit einem gigantischen Goldfisch.
Anschließend informierten Garvin und seine Begleiter örtliche Meeresforscher.
Fund unter Wissenschaftlern gefeiert
Da die Iris des Hais nicht wie gewöhnlich schwarz war, deuten die weißen Augen auf eine mögliche Form des Albinismus hin. "Dieser einzigartige Befund legt nahe, dass Xanthismus das Überleben dieser Art nicht beeinträchtigt", so die Forschenden.
Die Wissenschaftler feiern die Entdeckung des "goldenen" Hais als wichtigen Beitrag zum Verständnis seltener Pigmentierungen unter Meereslebewesen.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/Parismina Domus Dei