Wildunfall endet tragisch: Schwer verletztes Reh stirbt nach Geburt ihres Kitzes

Von Aaron Klein und Paulina Sternsdorf

Bastheim - Nach einem Wildunfall Ende letzter Woche im Landkreis Rhön-Grabfeld brachte ein schwer verletztes Reh noch ein Kitz zur Welt und verstarb kurz darauf. Polizisten nahmen das neugeborene Tier in ihre Obhut und versorgten es.

Das Rehkitz befindet sich in Sicherheit.  © Screenshot/Facebook.de/Polizei Unterfranken

Inzwischen wurde das Kitz an die Wildtierrettung in Bad Kissingen übergeben.

Ein Auto hatte den Angaben zufolge am 7. Mai die Mutter des Rehkitzes angefahren, als diese kurz nach Mitternacht über eine Straße laufen wollte. Obwohl das Tier schwer verletzt wurde, brachte es noch ein Junges zur Welt. 

Bei der Rehkitzhilfe Franken soll das Tier fachgerecht aufgepäppelt werden – zusammen mit gleichaltrigen Artgenossen.

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Auf Facebook gab die Polizei Oberfranken zudem Hinweise, wie sich Wildunfälle am besten verhindern lassen.

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Polizisten päppelten das Kitz wieder auf.  © Screenshot/Facebook.de/Polizei Unterfranken
Mit einem Föhn wurde das Jungtier warm gehalten.  © Screenshot/Facebook.de/Polizei Unterfranken

Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen:

  • Tempo anpassen: Besonders in waldreichen Gegenden und auf Landstraßen sollte das Tempo reduziert werden - vor allem in der Dämmerung und nachts.
  • Wildwechsel-Schilder beachten: Diese Warnhinweise stehen nicht ohne Grund - hier ist besondere Vorsicht geboten.
  • Nicht ausweichen: Wenn ein Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden ist, sollte kontrolliertes Bremsen erfolgen. Unkontrolliertes Ausweichen kann zu schweren Unfällen führen.
  • Nach einem Wildunfall: Unfallstelle sichern, Polizei verständigen und das Tier nicht anfassen. Das gilt auch, wenn das Tier nach dem Zusammenstoß flüchtet.

Ob das Rehkitz zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgewildert werden kann, steht bislang nicht fest.

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