Können Fische pupsen? Die Antwort ist verblüffend

Die kurze Antwort lautet: Ja, Fische können pupsen.

"Ich war's nicht!" Fische haben mit Pupsgeräuschen offensichtlich weniger Probleme als Menschen.
"Ich war's nicht!" Fische haben mit Pupsgeräuschen offensichtlich weniger Probleme als Menschen.  © Unsplash/Mika Brandt

Die lange Antwort hält aber noch jede Menge verblüffende Informationen bereit. Zwar besitzen Fische ebenso wie Menschen einen Magen- und Darmtrakt und haben eine Verdauung mit ähnlichen Abläufen von der Nahrungsaufnahme bis hin zur Ausscheidung. Doch der Umgang mit den Gasen unterscheidet sich enorm zur meist schambehafteten Etikette unter Menschen:

Fische kommunizieren mittels Furzgeräuschen, wie kurier.de in "Können Fische pupsen?" schreibt.

Ein ähnliches Szenario unter Menschen dürfte für die meisten undenkbar erscheinen. Was steckt dahinter?

Fische nutzen das Furzen als wichtiges Kommunikationsmittel

Heringe nutzen Furzgeräusche, um sich nicht zu verlieren.
Heringe nutzen Furzgeräusche, um sich nicht zu verlieren.  © Unsplash/Yomex Owo

Der Flatus, landläufig als Pups oder Furz bezeichnet, könne gezielt genutzt werden, um Töne zu erzeugen. Dieses Verfahren würden sich zum Beispiel Heringe, insbesondere Arten aus dem Pazifik, zu Nutze machen.

Ein Furz für mehr Zusammenhalt: Besonders nachts pupsen Heringe, um mit ihrem Schwarm kommunizieren zu können und ihn im Dunkeln nicht zu verlieren, zitiert kurier.de Forscher der Universität Bayreuth. Dabei sollen die Tiere Töne von 0,5 und 7,5 Sekunden Dauer erzeugen können – und das "über mehr als drei Oktaven", wie Forscher aus Kanada und Schottland auf spiegel.de in "Fische furzen im Dunkeln" berichten.

Laut der Forschungsgruppen würde die Entstehung der Pupse, die der Kommunikation dienen, allerdings nicht in der Verdauung liegen, sondern die Fische könnten anscheinend geplant Luft aus ihrer Schwimmblase in den Analtrakt drücken, um die Furzgeräusche zu erzeugen.

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Haie nutzen Püpse, um sich fortzubewegen

Auch Haie machen sich das regulierte Entweichen von Luft zu Nutze, allerdings um ihre Lage im Wasser steuern zu können, wie die sueddeutsche.de in "Pupsen als Geheimwaffe" erklärt. Für den Auftrieb würde der Hai Luft schlucken und im Magen speichern. Möchte der Hai absinken, entlässt er so viel Gas aus dem Analtrakt wie nötig, um langsam in die Tiefe sinken zu können.

Püpse können anscheinend nicht nur lästig, sondern durchaus praktisch sein.

Titelfoto: Unsplash/Mika Brandt

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