Mehr als 68 Millionen Euro: Zoo in Stuttgart setzt Spatenstich für "Elefantenwelt"

Von Martin Oversohl

Stuttgart - Jahrelang lagen die Pläne auf dem Tisch, immer wieder wurde das neue Elefantenhaus für den zoologisch-botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart angekündigt.

Die zuständigen Architekten legten eine erste digitale Visualisierung des Bauprojektes vor.
Die zuständigen Architekten legten eine erste digitale Visualisierung des Bauprojektes vor.  © -/herrmann+bisch architekten

Nun beginnt das größte Bauprojekt in der Geschichte des landeseigenen Stuttgarter Zoos – mit dem traditionellen Spatenstich, allerdings deutlich später als geplant und zu höheren Kosten.

Der Bau der neuen Anlage soll bis Anfang 2030 dauern. Das Land rechnet aktuell mit Gesamtbaukosten von rund 68,5 Millionen Euro. Davon sollen 15 Millionen Euro vom Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma übernommen werden.

Preissteigerungen bei Materialien und Bauleistungen seien laut Finanzministerium bereits eingepreist. Umgesetzt wird der Entwurf des Stuttgarter Büros Hermann + Bosch Architekten gemeinsam mit MKK Architekten und dem Ingenieurbüro Knippers Helbig.

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Ursprünglich sollte der Bau der "Elefantenwelt" schon Ende 2020 starten – doch der Zeitplan verzögerte sich mehrfach, ebenso wie die Kostenschätzungen.

Denn höhere Baupreise, großes Gehege, komplizierte Bauvorschriften und Verzögerungen können Kosten bei solchen Projekten leicht nach oben treiben.

Zehnmal mehr Platz für die Dickhäuter

In der neuen Anlage sollen die Elefanten erheblich mehr Platz bekommen.
In der neuen Anlage sollen die Elefanten erheblich mehr Platz bekommen.  © herrmann+bosch architekten

Die seit vielen Jahren geplante Anlage wird rund zwei Hektar groß sein und den Elefanten eine Nutzfläche von etwa 1,5 Hektar bieten – damit zehnmal so viel Platz wie bisher.

Auf dem neuesten Stand der zoologischen Forschung konzipiert, soll sie künftig Raum für eine Herde von bis zu 15 erwachsenen Tieren bieten. Derzeit leben in der Wilhelma lediglich zwei Elefanten.

"In der Natur gilt der Asiatische Elefant als stark gefährdet. Reservepopulationen in Zoos werden daher künftig eine immer wichtigere Rolle beim Erhalt der Art spielen", sagte Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin.

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Elefanten gehören seit 1952 fest zur Wilhelma. Das Tier mit dem Rüssel ist nicht nur einer der größten Publikumsmagneten, sondern auch das Wappentier des zoologisch-botanischen Gartens in Stuttgart.

Titelfoto: -/herrmann+bisch architekten

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