Premiere nach mehr als 180 Jahren: Dieses Wildkätzchen wurde im Zoo Berlin geboren

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Berlin - Seltene Sensation im Zoo Berlin! Ein Margay-Jungtier hat das Licht der Welt erblickt. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Zoos.

Das kleine Langschwanzkatzen-Baby liegt zwischen Laub im Gehege.
Das kleine Langschwanzkatzen-Baby liegt zwischen Laub im Gehege.  © zoo berlin

Mutter Açailândia (5) brachte nach rund 82 Tagen Tragzeit am 13. Mai ein einzelnes Jungtier zur Welt. Anders als Hauskatzen haben Margays nur zwei Zitzen, größere Würfe sind kaum überlebensfähig.

Hinter dem Zuchterfolg steckt jahrelange Arbeit. Tierpfleger beobachteten die streng nachtaktiven Tiere mehr als zweieinhalb Jahre lang mit Wildkameras und speziellen Mikrofonen. So gelang es schließlich, Mutter Açailândia und Vater Sammi (4) zum richtigen Zeitpunkt zusammenzubringen.

"Die Geburt dieses Jungtieres ist für uns etwas ganz Besonderes", freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Auch Säugetier-Kurator Dr. Florian Sicks spricht von einem großen Erfolg nach vielen nächtlichen Beobachtungen und Extrastunden.

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Margays, auch als Langschwanzkatzen bekannt, zählen zu den seltensten Wildkatzen in europäischen Zoos. Aktuell leben 56 Tiere in 24 Einrichtungen. In Deutschland sind sie nur in drei Zoos zu sehen. Die in Mittel- und Südamerika beheimateten Kletterkünstler verbringen einen Großteil ihres Lebens in den Baumwipfeln und können dank ihrer beweglichen Fußgelenke sogar kopfüber Bäume hinabsteigen.

Das Berliner Jungtier ist deshalb nicht nur ein süßer Publikumsliebling, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der potenziell gefährdeten Wildkatzenart.

Titelfoto: zoo berlin

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