Putziges Baby von gefährdeter Art in NRW-Tiergarten geboren

Von Carina Carvalho-Hagen

Kleve - Der Tiergarten Kleve freut sich über besonders kleinen Nachwuchs: Am 5. Juni wurde bei den Zwergseidenäffchen ein Jungtier geboren.

Bei den Zwergseidenäffchen im Tiergarten Kleve wurde am 5. Juni ein Jungtier geboren.  © Tiergarten Kleve/dpa

Es entwickelt sich bislang sehr gut, wie die Leitung des Tiergartens mitteilte. Mit einer Körperlänge von etwa zwölf bis 15 Zentimetern gelten die Primaten als kleinste Affenart der Welt.

Zwergseidenäffchen fallen durch ein außergewöhnliches Familienleben auf, wie Tiergartenleiter Martin Polotzek sagt. "Gerade die Aufzucht des Nachwuchses ist bei dieser Art eine echte Gemeinschaftsaufgabe."

Denn anders als bei vielen anderen Affenarten übernehme bei den Zwergseidenäffchen nach der Geburt das Männchen einen Großteil der Betreuung.

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Auch der Vater des Jungtiers in Kleve trage es nahezu den ganzen Tag auf seinem Rücken und bringe es nur zum Säugen zur Mutter. Die älteren Geschwister beteiligten sich ebenfalls an der Betreuung.

"Gerade die älteren Geschwister sammeln dabei wichtige Erfahrungen für ihre spätere eigene Familiengründung", sagt Polotzek.

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Art durch Regenwaldrodung gefährdet

Zwergseidenäffchen stammen aus den tropischen Regenwäldern des Amazonas in Südamerika. Sie ernähren sich überwiegend vegetarisch von Pflanzensäften. Um an diese zu gelangen, ritzen sie Baumrinde mit ihren Schneidezähnen an.

Da ihr Lebensraum zunehmend zerstört wird, werden sie von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) auf der Roten Liste als "gefährdet" eingestuft. Auch der illegale Wildtierhandel setzt der Art zu.

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