Hamburg - Traurige Nachrichten aus dem Hamburger Tierpark: Walrossbulle Odin ist im Alter von 30 Jahren gestorben.
Bereits am Donnerstag ist der Walrossbulle im Eismeer des Tierparks gestorben, teilte der Tierpark Hagenbeck mit.
"Mit Odin verliert der Tierpark nicht nur ein beeindruckendes Tier, sondern auch einen wichtigen Botschafter seiner Art und einen bedeutenden Teil der erfolgreichen und in Deutschland einzigartigen Walrosszucht", so der Tierpark.
Die Tierpfleger und Tierpflegerinnen im Eismeer begleiteten Odin intensiv über viele Jahre hinweg. Sein Tod hinterlasse im gesamten Tierpark eine große Lücke.
Odins Gesundheitszustand habe sich in den letzten Wochen stetig verschlechtert. "Odin hatte seit Längerem eine hochgradige Aufgasung im Magen-Darm-Bereich Diese konnten wir leider medikamentös nicht kurieren", erklärte der Zootierarzt Dr. Michael Flügger.
Trotz hoher Risiken aufgrund des hohen Alters und der Erkrankung habe man sich für eine Narkose entschieden. Während dieser sei der Walrossbulle "tragischerweise" gestorben.
Odin war Publikumsliebling im Eismeer
2013 kam Odin nach Hamburg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Der Walrossbulle entwickelte sich schnell als Publikumsliebling im Eismeer.
"Mit seiner imposanten Erscheinung und seinem ruhigen Wesen begeisterte er über viele Jahre die Besucher des Tierparks", so Hagenbeck.
Zudem war der Walrossbulle Odin besonders für die Zucht dieser selten gehaltenen Art bedeutend. Er zeugte mehrere Walrosskälber. 2014 wurde im Tierpark Hagenbeck mit dem Walrossbullen Thor zum ersten Mal ein Walross in Deutschland geboren.
Tierpark Hagenbeck ist der einzige Zoo in Deutschland, der Walrosse hält und sich aktiv an internationalen Zucht- und Schutzprogrammen für diese Tierart beteiligt.
Momentan leben Walrossdame Polosa sowie der junge Walrossbulle Fiete im Eismeer. Er ist ebenfalls ein Nachkomme von Odin.