Ukraine-Krieg: Angriffe treffen Kiew und Charkiw

Ukraine - Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw sind in der Nacht zu Dienstag erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden.

Russische Raketen und Kampfdrohnen sind in der Nacht auf Dienstag in den Städten Kiew und Charkiw eingeschlagen. (Archivbild)
Russische Raketen und Kampfdrohnen sind in der Nacht auf Dienstag in den Städten Kiew und Charkiw eingeschlagen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko berichtete auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen.

Später hieß es, es seien mehrere Wohngebäude in Kiew getroffen worden. Zudem sei ein Kindergarten in Brand geraten, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko (54) mit. Zwei Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden.

Die Großstadt Charkiw im Osten des Landes wurde in der Nacht nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow von mindestens zwei Raketen getroffen. Zudem habe es einen "Massenangriff" mit Kampfdrohnen gegeben. Auch Gouverneur Oleh Synjehubow berichtete von russischen Angriffen, in deren Verlauf mindestens ein Mensch verletzt wurde.

Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

Saporischschjas Militärverwalter Iwan Fedorow teilte am frühen Morgen auf Telegram mit, dass in einem Vorort eine 38-jährige Frau bei einem Drohnenangriff ums Leben gekommen sei.

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3. Februar, 6.26 Uhr: Raketen gegen Kiew und Charkiw

Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw sind in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden.

Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko berichtete auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen.

2. Februar, 20.12 Uhr: Russland wirft Berlin Rachegelüste vor

Die deutsche Außenpolitik in der Ukraine ist nach russischer Darstellung von Rachegelüsten geprägt. "Die deutsche Regierung hat aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen", heißt es in einer am Montag veröffentlichten schriftlichen Mitteilung des russischen Außenministeriums im Nachgang der jährlichen Pressekonferenz von Minister Sergej Lawrow (75) zu Jahresbeginn.

Teil dieses "Revanchismus" sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine. Dort kämen 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erneut massenhaft deutsche Waffen gegen russisches Gebiet zum Einsatz, kritisierte das Außenamt in Moskau. In Litauen sei die Bundeswehr bereits stationiert.

Sollte Berlin dieses aber in der Ukraine versuchen, würden die Soldaten - wie andere ausländische Truppen auch - als "legitime Ziele" bekämpft werden, heißt es zur Diskussion um die Beteiligung Deutschlands an einer internationalen Sicherheitstruppe nach einem Ende des Ukraine-Kriegs.

Außenminister Sergej Lawrow (75) feuert gegen Deutschland - verbal.
Außenminister Sergej Lawrow (75) feuert gegen Deutschland - verbal.  © Alexander Zemlianichenko/Pool AP/AP/dpa

2. Februar, 16.08 Uhr: Tote nach russischen Angriffen

Trotz der für die Wochenmitte angekündigten neuen Verhandlungen über ein Kriegsende sind bei russischen Angriffen in der Ukraine nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden.

Im Gebiet Donezk seien beim Einschlag einer Bombe auf ein Haus in der frontnahen Stadt Oleksijewo-Druschkiwka ein Vater und sein volljähriger Sohn ums Leben gekommen, teilte Gouverneur Wadim Filaschkin mit. Die Mutter, ihre 16 Jahre alte Tochter und ihr 11-jähriger Sohn wurden demnach verletzt.

Eine 38 Jahre alte Frau wurde Gouverneur Iwan Fedorow zufolge bei einem Drohnenangriff nahe der Großstadt Saporischschja im Südosten der Ukraine getötet. Eine 59-Jährige sei verletzt worden, teilte er mit.

1. Februar, 17.55 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Angriff auf Pawlohrad

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die zentralukrainische Stadt Pawlohrad sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden.

Weitere sieben Personen seien verletzt worden, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit.

1. Februar, 16.17 Uhr: Verletzte nach russischem Angriff auf Geburtsklinik

Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt worden.

Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach zunächst davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe - darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit.

Immer wieder gibt es russische Angriffe auf Saporischschja, wie hier Ende Januar.
Immer wieder gibt es russische Angriffe auf Saporischschja, wie hier Ende Januar.

1. Februar, 11.45 Uhr: Kiew stellt Heizungsversorgung wieder her

Nach einem Blackout am Samstag durch einen Ausfall von Leitungen dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter Notabschaltungen.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren am Morgen noch rund 1000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung - nach 3500 Häusern am Vorabend.

1. Februar, 11.42 Uhr: Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben in der Nacht zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte.

Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben.

1. Februar, 7.09 Uhr: Weiter Probleme bei Energieversorgung in der Ukraine

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall weiterhin rund 2.600 Häuser ohne Heizung, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstagabend auf Telegram mitteilte. Selenskyj hatte kurz zuvor in seiner Videobotschaft noch mehr Tempo bei der Wiederherstellung der Versorgung angemahnt.

Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen sowie regionale und lokale Behörden gewesen. "Die Ursachen werden derzeit untersucht", sagte Selenskyj.

Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff", sagte Selenskyj. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht. Das Energiesystem der Ukraine ist vor allem nach den vielen russischen Angriffen schwer beschädigt.

In einem Wohnviertel in Kiew werden Notzelte aufgestellt, in denen sich die Menschen aufwärmen können, nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe gegen die Energieobjekte des Landes geflogen hat und die Bewohner mitten im Winter ohne Strom, Wasser und Heizung sind.
In einem Wohnviertel in Kiew werden Notzelte aufgestellt, in denen sich die Menschen aufwärmen können, nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe gegen die Energieobjekte des Landes geflogen hat und die Bewohner mitten im Winter ohne Strom, Wasser und Heizung sind.

1. Februar, 7.07 Uhr: Selenskyj verlangt von US-Seite Klarheit über neue Treffen

Nach dem Treffen des Russen Dmitrijew mit der US-Delegation teilte Selenskyj mit, dass Kiew nun konkrete Angaben zu weiteren Zusammenkünften in der nächsten Woche erwarte.

"Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuarbeiten. Wichtig ist, dass es Ergebnisse gibt", sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Die für heute geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi erwähnte er nicht.

An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow. Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet.

Russland erklärte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen auf Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes zeitweilig abzusehen.

1. Februar, 7.04 Uhr: Vor Verhandlungen in Abu Dhabi auch Gespräche in Miami

Witkoff schrieb seinerseits, es habe produktive und konstruktive Gespräche mit Dmitrijew im Zuge des Vermittlungsversuchs der USA zur Lösung des Ukraine-Kriegs gegeben.

Das Treffen habe die Ansicht bestärkt, dass Russland darauf hinarbeite, Frieden in der Ukraine zu sichern. Von US-Seite waren laut Witkoff auch Finanzminister Scott Bessent, der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und Regierungsberater Josh Gruenbaum dabei.

Trotz der immer wieder als "konstruktiv" und "produktiv" beschriebenen zahlreichen Zusammenkünfte ist eine Einigung auf ein Friedensabkommen aber bisher nicht in Sicht. Zentral für Moskau sind Forderungen nach Gebietsabtretungen.

Titelfoto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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