Ukraine-Krieg: Berühmtes Höhlenkloster nach russischen Angriffen in Flammen

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Ukraine - Während einer neuen Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand geraten.

Das zum Weltkulturerbe zählende Höhlenkloster in Kiew ist infolge russischer Luftangriffe in Brand geraten.
Das zum Weltkulturerbe zählende Höhlenkloster in Kiew ist infolge russischer Luftangriffe in Brand geraten.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

"Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram.

Landesweit gab es ukrainischen Behördenangaben zufolge mindestens neun Tote und Dutzende Verletzte. Medienberichten zufolge setzten die russischen Angreifer ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 50 Raketen und rund 500 Drohnen ein.

Bilder der Schäden am jahrhundertealten Höhlenkloster in Kiew machten in sozialen Netzwerken schnell die Runde - wobei unklar blieb, ob die weltberühmte Pilgerstätte wegen direkter Einschläge russischer Geschosse oder durch herabfallende Trümmer nach dem Einsatz der Flugabwehr in Brand geraten war.

Ukraine-Krieg: Angriff mit Oreschnik-Rakete - Zahl der Verletzten steigt immer weiter
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Flammen züngelten aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Die Klosteranlage auf den Hügeln am Fluss Dnipro steht unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation Unesco und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

15. Juni, 6.14 Uhr: Russland greift Kiew mit Raketen an

Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen.

In der Innenstadt waren in der Nacht zum Montag knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen.

Laut Klitschko gab es 23 Verletzte. Militärgouverneur Tkatschenko sprach von mehr als 40 Einschlägen in der Hauptstadt. Bislang gebe es vier Todesopfer, schrieb er am frühen Morgen. 

Auch aus anderen ukrainische Regionen wurde heftiger Beschuss gemeldet. Allein in Charkiw seien fünf Rettungskräfte infolge der Luftangriffe getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtete das Nachrichtenportal "The Kyiv Independent" unter Berufung auf Gouverneur Oleh Synjehubow. In Dnipro habe es mindestens einen Verletzten gegeben, hieß es.

Russland überzog die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht zu Montag erneut mit Drohnenangriffen.
Russland überzog die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht zu Montag erneut mit Drohnenangriffen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

14. Juni, 22.01 Uhr: Selenskyj gratuliert Trump zum 80. Geburtstag

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat seinem US-Kollegen Donald Trump zu dessen 80. Geburtstag gratuliert.

"Es gab nicht nur die Gratulationen, sondern auch viele Schlüsselthemen: über den Krieg, dessen Wurzeln, diplomatische Möglichkeiten und die Positionen unserer Partner", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

Es sei ein langes und detailliertes Telefonat gewesen. Dabei sei ein Treffen beim am Montag im französischen Évian startenden G7-Gipfel vereinbart worden. Zuvor hatte Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn Journalisten gegenüber von einer Gesprächsdauer von rund 30 Minuten gesprochen.

Wolodymyr Selenskyj (48, l.) hat Donald Trump zu seinem 80. Geburtstag gratuliert.
Wolodymyr Selenskyj (48, l.) hat Donald Trump zu seinem 80. Geburtstag gratuliert.  © Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

14. Juni, 19.23 Uhr: EU startet Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und Moldau

Die EU beginnt am Montag am Rande eines Außenministertreffens in Luxemburg die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau.

Der Schritt gilt nach einer zweijährigen Hängepartie wegen einer Blockade Ungarns als wichtiges Zeichen an die beiden Länder, dass sich ihre Reformanstrengungen lohnen. Die Ukraine und Moldau werden nun im Zuge der vermutlich jahrelangen Verhandlungen zeigen müssen, dass sie reif für einen EU-Beitritt sind. Dafür sind auch noch zahlreiche weitere Reformen erforderlich.

14. Juni, 18.10 Uhr: Russische Drohne tötet 73-Jährige nahe Saporischschja

In der Südostukraine ist eine 73-jährige Frau durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden.

Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Auto beim Dorf Bilenke verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Alle Insassen waren demnach über 70 Jahre. Bilenke liegt unweit des Westufers des Flusses Dnipro, der in dieser Region ukrainische und russische Truppen voneinander trennt.

Nahe Saporischschja ist eine ältere Frau (73) durch eine russische Drohne ums Leben gekommen. (Symbolfoto)
Nahe Saporischschja ist eine ältere Frau (73) durch eine russische Drohne ums Leben gekommen. (Symbolfoto)  © Uncredited/AP/dpa

14. Juni, 17.20 Uhr: Russische Truppen rücken in Kostjantyniwka vor

Die russischen Truppen rücken nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau bei einem Häuserkampf in der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk immer weiter vor.

Erstürmungstrupps hätten erneut mehr als 100 Gebäude der Stadt unter russische Kontrolle gebracht, teilte das Ministerium in Moskau mit. Im Südwesten der Stadt seien eingeschlossene Einheiten der ukrainischen Streitkräfte vernichtet worden. Das ukrainische Militär hatte zuletzt eine schwierige Lage in der Stadt eingeräumt.

Das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) in Washington stellte in einer Analyse fest, dass sich die ukrainischen Fähigkeiten einer Verteidigung von Kostjantyniwka verschlechterten. Zugleich meinten die Experten, dass Moskau mit seinen detailreichen Angaben versuche, einen größeren Eindruck der russischen Präsenz zu erzeugen – als tatsächlich vorhanden.

Russische Truppen rücken in Kostjantyniwka vor. (Archivbild)
Russische Truppen rücken in Kostjantyniwka vor. (Archivbild)  © Oleg Petrasiuk/Ukrainian 24th Mechanized brigade via AP/dpa

14. Juni, 10.48 Uhr: Britische Armee stoppt russischen Schattenflotte-Tanker

Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen zu umgehen. Nun stoppen die britischen Streitkräfte einen Öltanker im Ärmelkanal.

Das britische Militär hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte gestoppt, der den Ärmelkanal passieren wollte. Er habe die Streitkräfte am frühen Morgen angewiesen, das Schiff abzufangen, teilte der Regierungschef auf der Plattform X mit. Der erfolgreiche Einsatz versetze Russland einen weiteren Schlag und erinnere diejenigen, die Putins Krieg in der Ukraine befeuern, dass sie sich nicht verstecken könnten.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums handelt es sich bei dem Schiff um den knapp 244 Meter langen Öltanker "Smyrtos".

Kräfte der Marine und speziell ausgebildete Beamte der nationalen Kriminalpolizei hätten das Schiff geentert, hieß es in einer Mitteilung des britischen Ministeriums. Die Militäroperation habe sechs Stunden gedauert. "Das Schiff wird nun vor der Südküste festgehalten und überwacht, während die Ermittlungen andauern."

Das vom britischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Foto zeigt, wie britische Streitkräfte in den frühen Morgenstunden ein Schiff der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal abfangen. Die Einsatzkräfte gelangen per Fast-Roping aus einem CH-47 Chinook-Hubschrauber an Bord des Schiffes.
Das vom britischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Foto zeigt, wie britische Streitkräfte in den frühen Morgenstunden ein Schiff der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal abfangen. Die Einsatzkräfte gelangen per Fast-Roping aus einem CH-47 Chinook-Hubschrauber an Bord des Schiffes.  © picture alliance/dpa/MoD Crown copyright/PA Wire | Lphot Hutchins

14. Juni, 08.35 Uhr: Moskau meldet Einschränkungen im Flugverkehr

Der Flughafen Schukowski musste laut Behörden wegen Luftalarms geschlossen werden. Einschränkungen gab es demnach auch am Hauptstadtflughafen Domodedowo.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 249 Flugobjekten in verschiedenen Regionen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien mehrere Drohnenangriffe abgewehrt worden.

Die Schäden der ukrainischen Angriffe sind bisweilen massiv und wirken sich inzwischen auch auf die Versorgung mit Kraftstoffen aus. Berichte über Benzin-Engpässe an Tankstellen gibt es inzwischen sogar aus dem weit von der Ukraine entfernten Tatarstan, aber auch aus Moskau und St. Petersburg.

Besonders schwierig ist die Lage auf der von Russland schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Die russische Regierung betont, dass die Lage unter Kontrolle sei.

Aufgrund der Engpässe stehen an einer Tankstelle auf der Krim die Autos schonSchlange.
Aufgrund der Engpässe stehen an einer Tankstelle auf der Krim die Autos schonSchlange.  © picture alliance/dpa/AP | Uncredited

13. Juni, 22.16 Uhr: Selenskyj kündigt Reisen zu Gipfeln von G7, EU und Nato an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat für die kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Partnerstaaten auf mehreren Gipfeltreffen angekündigt.

Es gehe um neue Sanktionen gegen den Kriegsgegner Russland, mehr Unterstützung für die Ukraine und dabei besonders Flugabwehr und weitreichende Waffen, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew hofft zudem auf Fortschritte beim Abschluss von Abkommen, die Investitionen in die ukrainische Drohnenproduktion gegen die Lieferung fertiger Drohnen vorsehen.

Ausdrücklich nannte er dabei das Treffen der wirtschaftsstarken G7-Staaten in Frankreich zu Beginn der Woche und im Anschluss den EU-Gipfel in Brüssel. Zudem führte Selenskyj den Nato-Gipfel in der zweiten Juliwoche in der Türkei an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will zu Gipfeln von G7, EU und Nato reisen. (Archivbild)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will zu Gipfeln von G7, EU und Nato reisen. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa POOL/dpa

13. Juni, 22.06 Uhr: Atomkraftwerk Saporischschja wieder am Stromnetz

Nach fast drei Tagen ist das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine wieder an das Stromnetz angeschlossen worden.

Eine beschädigte Hochspannungsleitung sei repariert worden, teilten die von Moskau eingesetzte Kraftwerksleitung und der ukrainische Atomkonzern Energoatom übereinstimmend auf Telegram mit. Die seit Mittwoch zur Stromversorgung eingesetzten Dieselgeneratoren sind demnach wieder im Bereitschaftszustand.

Nach ukrainischen Angaben war es bereits der 19. Stromausfall, seitdem russische Truppen zu Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 das Kraftwerk eroberten. Beide Kriegsparteien werfen einander regelmäßig vor, durch Kampfhandlungen für die Stromausfälle verantwortlich zu sein.

Das AKW Saporischschja ist wieder mit dem Stromnetz verbunden. (Archivbild)
Das AKW Saporischschja ist wieder mit dem Stromnetz verbunden. (Archivbild)  © -/AP/dpa

13. Juni, 10.19 Uhr: Mensch von Drohnen-Trümmern in Südrussland getötet

Die Ukraine hat nach russischen Behördenangaben ein Seeterminal in Südrussland angegriffen.

Durch herabfallende Drohnentrümmer seien im Kreis Temrjuk ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bei Telegram.

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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