Ukraine-Krieg: Britische Armee stoppt russischen Schattenflotte-Tanker

Ukraine - Die Ukraine versetzt Russlands Kriegswirtschaft mit Drohnenangriffen zunehmend empfindliche Gegenschläge. Treffer gibt es diesmal in einem Chemiebetrieb und einem Treibstoffdepot.

Soldaten des ukrainischen Verteidigungsministeriums stellen an einem ungenannten Ort in der Ukraine Drohnen gegen Russland auf. (Archivbild)  © picture alliance/dpa/AP | Efrem Lukatsky

Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen auf Russland in Industrieanlagen in den Gebieten Tula und Jaroslawl Brände ausgelöst. In Region Tula berichtete Gouverneur Dmitri Miljajew, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. Laut Berichten soll, der für die Kriegswirtschaft wichtige Betrieb Asot, in Brand geraten sein.

Im Gebiet Jaroslawl sprach Gouverneur Michail Jewrajew von einem Drohnenangriff auf Industrieobjekte für die Lagerung von Kraftstoffen.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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14. Juni, 10:48 Uhr: Britische Armee stoppt russischen Schattenflotte-Tanker

Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen zu umgehen. Nun stoppen die britischen Streitkräfte einen Öltanker im Ärmelkanal.

Das britische Militär hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte gestoppt, der den Ärmelkanal passieren wollte. Er habe die Streitkräfte am frühen Morgen angewiesen, das Schiff abzufangen, teilte der Regierungschef auf der Plattform X mit. Der erfolgreiche Einsatz versetze Russland einen weiteren Schlag und erinnere diejenigen, die Putins Krieg in der Ukraine befeuern, dass sie sich nicht verstecken könnten.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums handelt es sich bei dem Schiff um den knapp 244 Meter langen Öltanker "Smyrtos".

Kräfte der Marine und speziell ausgebildete Beamte der nationalen Kriminalpolizei hätten das Schiff geentert, hieß es in einer Mitteilung des britischen Ministeriums. Die Militäroperation habe sechs Stunden gedauert. "Das Schiff wird nun vor der Südküste festgehalten und überwacht, während die Ermittlungen andauern."

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Das vom britischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Foto zeigt, wie britische Streitkräfte in den frühen Morgenstunden ein Schiff der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal abfangen. Die Einsatzkräfte gelangen per Fast-Roping aus einem CH-47 Chinook-Hubschrauber an Bord des Schiffes.  © picture alliance/dpa/MoD Crown copyright/PA Wire | Lphot Hutchins

14. Juni, 08.35 Uhr: Moskau meldet Einschränkungen im Flugverkehr

Der Flughafen Schukowski musste laut Behörden wegen Luftalarms geschlossen werden. Einschränkungen gab es demnach auch am Hauptstadtflughafen Domodedowo.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 249 Flugobjekten in verschiedenen Regionen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien mehrere Drohnenangriffe abgewehrt worden.

Die Schäden der ukrainischen Angriffe sind bisweilen massiv und wirken sich inzwischen auch auf die Versorgung mit Kraftstoffen aus. Berichte über Benzin-Engpässe an Tankstellen gibt es inzwischen sogar aus dem weit von der Ukraine entfernten Tatarstan, aber auch aus Moskau und St. Petersburg.

Besonders schwierig ist die Lage auf der von Russland schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Die russische Regierung betont, dass die Lage unter Kontrolle sei.

Aufgrund der Engpässe stehen an einer Tankstelle auf der Krim die Autos schonSchlange.  © picture alliance/dpa/AP | Uncredited

13. Juni, 22.16 Uhr: Selenskyj kündigt Reisen zu Gipfeln von G7, EU und Nato an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat für die kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Partnerstaaten auf mehreren Gipfeltreffen angekündigt.

Es gehe um neue Sanktionen gegen den Kriegsgegner Russland, mehr Unterstützung für die Ukraine und dabei besonders Flugabwehr und weitreichende Waffen, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew hofft zudem auf Fortschritte beim Abschluss von Abkommen, die Investitionen in die ukrainische Drohnenproduktion gegen die Lieferung fertiger Drohnen vorsehen.

Ausdrücklich nannte er dabei das Treffen der wirtschaftsstarken G7-Staaten in Frankreich zu Beginn der Woche und im Anschluss den EU-Gipfel in Brüssel. Zudem führte Selenskyj den Nato-Gipfel in der zweiten Juliwoche in der Türkei an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will zu Gipfeln von G7, EU und Nato reisen. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa POOL/dpa

13. Juni, 22.06 Uhr: Atomkraftwerk Saporischschja wieder am Stromnetz

Nach fast drei Tagen ist das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine wieder an das Stromnetz angeschlossen worden.

Eine beschädigte Hochspannungsleitung sei repariert worden, teilten die von Moskau eingesetzte Kraftwerksleitung und der ukrainische Atomkonzern Energoatom übereinstimmend auf Telegram mit. Die seit Mittwoch zur Stromversorgung eingesetzten Dieselgeneratoren sind demnach wieder im Bereitschaftszustand.

Nach ukrainischen Angaben war es bereits der 19. Stromausfall, seitdem russische Truppen zu Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 das Kraftwerk eroberten. Beide Kriegsparteien werfen einander regelmäßig vor, durch Kampfhandlungen für die Stromausfälle verantwortlich zu sein.

Das AKW Saporischschja ist wieder mit dem Stromnetz verbunden. (Archivbild)  © -/AP/dpa

13. Juni, 10.19 Uhr: Mensch von Drohnen-Trümmern in Südrussland getötet

Die Ukraine hat nach russischen Behördenangaben ein Seeterminal in Südrussland angegriffen.

Durch herabfallende Drohnentrümmer seien im Kreis Temrjuk ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bei Telegram.

12. Juni, 22.10 Uhr: Laut UN Höchststand ziviler Opfer in der Ukraine seit April 2022

Die Vereinten Nationen haben in der von Russland angegriffenen Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert.

Mindestens 274 Menschen seien im Mai getötet und weitere 1763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren.

12. Juni, 18.18 Uhr: Laut Putin mehr als 700.000 Soldaten im Kriegseinsatz

Die russische Armee hat nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin (73) mehr als 700.000 Soldaten im Einsatz im Gebiet des Ukraine-Kriegs. Das sagte er bei einem Gespräch mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags, bei dem auch Verteidigungsminister Andrej Beloussow dabei war.

Vor den Soldaten gab sich der russische Staatschef weiter siegesgewiss in dem vor mehr als vier Jahren von ihm befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Schritt für Schritt, nicht so schnell wie wir gern würden, aber wir schreiten trotzdem voran, wir schreiten jeden Tag voran", sagte Putin.

Kremlchef Wladimir Putin (73) gibt sich siegesgewiss.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

12. Juni, 12.31 Uhr: Ukrainische Luftwaffe warnt vor russischem Oreschnik-Einsatz

Die ukrainische Luftwaffe hat die Bevölkerung vor einem erneuten Einsatz der russischen ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik gewarnt.

Innerhalb von 24 Stunden gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Start einer solchen Rakete vom Testgelände Kapustin Jar im russischen Gebiet Astrachan, teilte die Luftwaffe in sozialen Netzwerken mit. Luftalarme sollten ernst genommen werden, hieß es.

Am Donnerstag hatte das ukrainische Militär bereits kurz vor Mitternacht Ortszeit für knapp 14 Minuten landesweiten ballistischen Raketenalarm ausgerufen. Ein Raketenstart blieb jedoch aus.

12. Juni, 11.40 Uhr: Ukraine setzt auf Treffer auf der Krim

Die ukrainische Armee hat mit ihren Drohnen mehrere Ziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen.

Danach wurde am Kraftwerk von Simferopol ein großer Brand beobachtet, wie der proukrainische Telegramkanal "Krymskij Weter" berichtete. Am russischen Luftwaffenstützpunkt Saki gab es demnach Flugabwehrfeuer.

Explosionen seien auch in anderen Teilen der Halbinsel zu hören gewesen. Die russische Verwaltung äußerte sich nicht zu den Angriffen.

12. Juni, 10.35 Uhr: Beim G7-Gipfel in Evian dreht sich fast alles um Trump

Beim Gipfeltreffen der G7-Staaten in Evian soll es um die Themen gehen, die die Welt bewegen: die globale Konjunktur, die Kriege in der Ukraine und im Iran und Künstliche Intelligenz.

Doch die Agenda des Treffens, zu dem sich zahlreiche Staats- und Regierungschefs am Südufer des Genfer Sees einfinden, ist vor allem durch US-Präsident Donald Trump beeinflusst.

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