Ukraine-Krieg: Drohnen treffen Wohnhaus und Recyclinganlage bei Moskau

Ukraine - US-Präsident Donald Trump (80) empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) im Weißen Haus.

US-Präsident Donald Trump (80) empfängt in wenigen Stunden Wolodymyr Selenskyj (48).  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als „mutig“.

Trump unterstützte zudem verschärfte Sanktionen der G7-Gruppe gegen Russland. Im Februar 2025 hatte Trump Selenskyj bei einem Treffen im Weißen Haus noch öffentlich gedemütigt.

Ukraine Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Trump warf dem ukrainischen Staatschef damals vor, er führe einen aussichtslosen Kampf und habe keine Karten in der Hand.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

28. Juli, 8.47 Uhr: Drohnen treffen Wohnhaus und Recyclinganlage bei Moskau

Die Ukraine hat nach russischen Angaben bei einem großen Drohnenangriff auf Moskau im Umland der Hauptstadt schwere Schäden angerichtet.

Eine Drohne sei in einem Wohnblock eingeschlagen, teilte der Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow (56), mit. "Außerdem sind durch eine abgestürzte Drohne Reifen auf einer Freifläche in Brand geraten", schrieb er auf Telegram.

Nach Behördenangaben trafen die Drohnen dabei eine Recyclinganlage, in der die Reifen zu Gummischrot verarbeitet werden. Bilder deuten auf einen Großbrand hin. Medienberichten zufolge traf es zudem erneut eine Lagerhalle.

In der Ortschaft Koledino südlich von Moskau brennt demnach das Lager der Logistikfirma 3PL. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Lager des Online-Großhändlers Wildberries, der in den vergangenen Tagen schon mehrfach zum Ziel ukrainischer Angriffe wurde

Anzeige
Ukrainische Drohnen nehmen Moskau ins Visier.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

28. Juli, 6.20 Uhr: Netanjahu und Selenskyj zu Besuch bei Trump

Der kürzlich gestorbene US-Senator Lindsey Graham (†71) war einer der wichtigsten Unterstützer Israels und der Ukraine in Washington.

Nun findet in der US-Hauptstadt eine Trauerfeier für den Republikaner statt, zu der neben Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) ukrainischen und US-amerikanischen Medienberichten zufolge auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet wird.

Für beide ist der Besuch nicht zuletzt auch eine willkommene Gelegenheit, US-Präsident Donald Trump (80) zu treffen. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) ist nach dem Tod von Lindsey Graham (†71) zu Besuch bei Donald Trump (80. r.). (Archivfoto)  © Mystyslav Chernov/AP/dpa

27. Juli, 18.24 Uhr: Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf der Krim

Im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten verletzt.

Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilte Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram.

Die ukrainische Armee hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim mit einem Drohnenangriff überzogen. (Archivfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

27. Juli, 14.53 Uhr: Russland beschießt Schiffe in Mykolajiw

Die russische Armee hat Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Mykolajiw mit Drohnen angegriffen.

Dabei sei ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, teilte die ukrainische Seehafenverwaltung mit. Es handele sich um Schiffe, die seit Beginn der russischen Invasion 2022 in Mykolajiw festgesteckt hätten. 

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach dagegen von zwei Schiffen, die für Lieferungen an die ukrainische Armee eingesetzt worden seien. Sie seien "im Moment des Entladens von Militärgütern" getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Für diese Angaben gab es keine Belege.

Russische Drohnen haben Schiffe im Hafen von Mykolajiw getroffen. (Archivfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

27. Juli, 9.35 Uhr: Ukraine greift mit Drohnen an - Tote in Rostow

Bei ihrer Abwehr der russischen Invasion hat die Ukraine das Hinterland des Gegners erneut mit Hunderten Kampfdrohnen angegriffen.

Dabei kamen in der südrussischen Hafenstadt Rostow-am-Don zwei Zivilisten ums Leben, als eine Drohne in ein Hochhaus einschlug, wie Gouverneur Juri Sljussar mitteilte. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, schrieb er auf Telegram. Der Angriff galt vermutlich dem nahegelegenen Hafen der Stadt, über dem nach Augenzeugenberichten eine Rauchwolke aufstieg.

27. Juli, 9.34 Uhr: Russland berichtet von Angriffen gegen Hafen von Tschornomorsk

Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet.

Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden.

Bei den Angriffen kommen russische Kampfdrohnen zum Einsatz. (Archivbild)  © Andreas Stein/dpa

26. Juli, 19.18 Uhr: Selenskyj will Moskau mit Drohnenkrieg unter Druck setzen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zusammen mit seinen Militärs neue Ziele für Langstreckendrohnen festgelegt, um Russland die Fortsetzung des Kriegs zu erschweren.

Hauptziel sei dabei, Russland zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu drängen, berichtete Selenskyj nach der Kommandeurssitzung auf Facebook.

"Wir haben der russischen Führung alle notwendigen Vorschläge unterbreitet, um den Krieg mit einem ehrenvollen Frieden zu beenden", schrieb Selenskyj. Die Partner Kiews seien informiert. Nunmehr trage das ukrainische Vorgehen aus seiner Sicht dazu bei, "die Voraussetzungen für echte Diplomatie zu schaffen".

Selenskyj hob die Wirksamkeit und erhöhte Schlagdistanz der neuen ukrainischen Drohnen hervor. "Die Reichweite der Angriffe beträgt bereits mehr als 3000 Kilometer, und wir bauen unsere Fähigkeiten, über größere Entfernungen zu agieren, weiter aus", betonte Selenskyj.

26. Juli, 17.38 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Supermarkt

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Supermarkt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nördlich von Kiew sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Eines der Todesopfer sei ein 10-Jähriger, teilte der örtliche Militärverwalter Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. Weitere 13 Besucher des Supermarkts seien bei dem Einschlag der Kampfdrohne verletzt worden.

26. Juli, 17.36 Uhr: Rumänien schießt weitere Drohnen im eigenen Luftraum ab

Die rumänische Luftwaffe hat weitere fremde Drohnen im eigenen Luftraum abgeschossen.

Nachdem der Pilot eines rumänischen F-16-Kampfjets am Freitag ein derartiges Fluggerät im Osten des Landes mit einer Rakete eliminiert hatte, kam es am Samstag und am Sonntagmorgen zu weiteren Abschüssen von Drohnen, die in rumänisches Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das teilte das rumänische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite mit. Erste Anzeichen deuten auf eine russische Herkunft der Flugobjekte hin.

In allen Fällen seien die Einsätze über unbewohntem Gebiet erfolgt, so dass für die Bevölkerung am Boden keine Gefahr bestanden habe, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Am Samstag sei eine fremde Drohne in Sfantu Gheorghe am Schwarzen Meer, am Sonntagmorgen eine weitere nahe Sulina nahe der Grenze zur Ukraine im Donaudelta abgeschossen worden.

Die rumänische Luftwaffe hat mit Abschüssen reagiert. (Archivfoto)  © Andreea Alexandru/AP/dpa

26. Juli, 12.27 Uhr: Tote, Verletzte, Schäden – Moskaus Angriffe in der Ukraine

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen.

In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge.

In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude.

Mit mehreren ballistischen Raketen greift Russland erneut die Ukraine an. Es gibt zivile Opfer.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

26. Juli, 8.32 Uhr: CSU fordert Abkommen für Drohnen mit Kiew

Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann (51) ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten.

"Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagte Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper".

Für Deutschlands Hilfen für die Ukrainefordert die Partei eine Gegenleistung. Kiew solle die Bundesrepublik an Rüstungsinnovationen teilhaben lassen, sagt CSU-Politiker Hoffmann (51).  © Sebastian Gollnow/dpa

25. Juli, 21.51 Uhr: Selenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird.

Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen.

Mehr zum Thema Ukraine: