Ukraine-Krieg: Selenskyj lobt Drohnentruppen nach Attacke auf St. Petersburg

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Ukraine - Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus sind in der von Russland besetzten Region Donezk nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden sieben Menschen getötet worden.

Wolodymyr Selenskyj (48) hofft auf ein diplomatisches Ende des Krieges.
Wolodymyr Selenskyj (48) hofft auf ein diplomatisches Ende des Krieges.  © Michael Kappeler/dpa

Der Bus sei auf der Strecke zwischen der russischen Hauptstadt Moskau und der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen, teilten die Regionalbehörden am Mittwoch mit.

Mindestens elf Menschen seien unterschiedlich schwer verletzt worden.

Zuletzt weitete Moskau seine Angriffe aus. Die Ukraine reagierte mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis.

Ukraine-Krieg: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahr-Offensive
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahr-Offensive

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

3. Juni, 9.50 Uhr: Selenskyj lobt Drohnentruppen nach Attacke auf St. Petersburg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die ukrainischen Drohnenangriffe auf den Hafen der Millionenstadt St. Petersburg bestätigt. Die Einschläge bezeichnete er als "gutes Resultat" der gemeinsamen Arbeit von Drohneneinheiten verschiedener Truppengattungen und Geheimdienste.

Getroffen worden sei neben dem Ölterminal auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat. Die Ziele lägen fast 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, betonte er. In St. Petersburg startet am Mittwoch das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF. Kremlchef Wladimir Putin (73) ist Gastgeber bei dem glanzvoll für Gäste aus aller Welt inszenierten Forum. Erwartet werden auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten.

Aus Deutschland besuchen daneben Politiker der AfD das Forum. In weiten Teilen der Millionenstadt an der Newa waren nach dem ukrainischen Angriff Rauchschwaden zu sehen. "Ein weiteres Ziel war ein Unternehmen in der Region Tambow, das an der Produktion russischer Rüstungsgüter beteiligt ist", schrieb Selenskyj. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um eine Fabrik, die auch Raketentechnik produziert.

Noch immer erinnert dunkler Rauch am Himmel an die vergangenen Dronen-Attacken auf die Hafenstadt St. Petersburg ,in der Millionen Menschen leben.
Noch immer erinnert dunkler Rauch am Himmel an die vergangenen Dronen-Attacken auf die Hafenstadt St. Petersburg ,in der Millionen Menschen leben.  © Ulf Mauder/dpa

3. Juni, 8.52 Uhr: Drohnenangriffe auf St. Petersburg treffen Ölraffinerie

Vor Beginn des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) haben die Behörden am Morgen vor Drohnenangriffen gewarnt. "Achtung! Es besteht Drohnengefahr auf dem Gebiet von St. Petersburg, möglich sind Störungen des mobilen Internets", hieß es in der versandten SMS.

In St. Petersburg selbst soll eine Ölraffinerie in Brand geraten sein. Offiziell bestätigt ist das nicht. In sozialen Netzwerken kursierten Aufnahmen von einer schwarzen Rauchwolke. Es gebe einige Verletzte, teilte der St. Petersburger Gouverneur Alexander Beglow mit. Konkrete Angaben zu den Schäden machte er nicht.

Der Alarm überschattet das in der Regel glanzvoll für Gäste aus aller Welt inszenierte Forum, das bis Samstag dauert. Kremlchef Wladimir Putin ist in seiner Heimatstadt selbst Gastgeber. Erwartet werden auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten, darunter aus Deutschland.

Auch in der ukrainischen Hautpstadt Kiev schlugen in den vergangenen Stunden russische Dronen ein.
Auch in der ukrainischen Hautpstadt Kiev schlugen in den vergangenen Stunden russische Dronen ein.  © EUGENE KOTENKO / AFP

3. Juni, 7 Uhr: Sieben Tote bei ukrainischem Angriff auf Bus zwischen Moskau und der Krim

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus sind in der von Russland besetzten Region Donezk nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden sieben Menschen getötet worden.

Der Bus sei auf der Strecke zwischen der russischen Hauptstadt Moskau und der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen, teilten die Regionalbehörden am Mittwoch mit. Mindestens elf Menschen seien verletzt worden.

Ein ukrainischer Drohnenangriff auf einen Bus soll in der von Russland besetzten Region Donezk sieben Menschen das Leben gekostet haben.(Symbolbild)
Ein ukrainischer Drohnenangriff auf einen Bus soll in der von Russland besetzten Region Donezk sieben Menschen das Leben gekostet haben.(Symbolbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

2. Juni, 22.11 Uhr: Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Angriff

Nach einem schweren russischen Angriff mit vielen Toten und Verletzten in der Nacht zu Dienstag warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erneut vor einer großen Attacke.

Noch in dieser Nacht könne es zu einem massiven Angriff kommen, sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen in seiner abendlichen Videobotschaft. Erst in der Nacht auf Dienstag hatte Russland die Ukraine erneut mit schweren Luftangriffen überzogen. Selenskyj sprach von 22 Toten und 130 Verletzten.

Selenskyj sagte weiter, Russland stufe ukrainische Unternehmen, die Fortschritte bei der Entwicklung und Produktion von Raketen machten, als vorrangige Ziele ein. Die Ukraine werde darauf reagieren.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Geheimdienstinformationen erhalten, die auf einen erneuten massiven russischen Angriff in der Nacht zu Mittwoch hindeuten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Geheimdienstinformationen erhalten, die auf einen erneuten massiven russischen Angriff in der Nacht zu Mittwoch hindeuten.  © Ludovic Marin/POOL AFP/dpa

2. Juni, 21.07 Uhr: Opferzahlen steigen nach russischem Angriff weiter

Die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine nach dem verheerenden russischen Angriff in der Nacht ist nach Behördenangaben auf mehr als 20 gestiegen.

In der Millionenstadt Dnipro seien die Such- und Rettungsarbeiten abgeschlossen, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Allein in Dnipro sind demnach 16 Tote zu beklagen, darunter vier Kinder. 42 Menschen wurden dort verletzt. Mindestens drei Kinder seien getötet worden.

Auch in der Hauptstadt Kiew steigt die Zahl der Toten. "Ein Verletzter ist im Krankenhaus gestorben", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko (54) mit. Später bezifferte er die Anzahl der Opfer in Kiew auf 6 Tote und 66 Verletzte.

Mit Drohnen, Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und auch Hyperschallwaffen ist die Ukraine – wie hier Kiew – durch Russland attackiert worden.
Mit Drohnen, Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und auch Hyperschallwaffen ist die Ukraine – wie hier Kiew – durch Russland attackiert worden.  © Patryk Jaracz/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

2. Juni, 6.07 Uhr: Massive russische Luftangriffe auf Kiew - Tote und Verletzte

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen.

Dabei gab es Behördenangaben zufolge landesweit insgesamt neun Tote und beinahe 100 Verletzte.

Im Zentrum von Kiew waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurden in der Dreimillionenstadt mindestens vier Menschen getötet und 58 weitere verletzt, wie Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram schrieb.

Feuerwehrleute arbeiten an einem brennenden Gebäude nach einem russischen Raketenangriff.
Feuerwehrleute arbeiten an einem brennenden Gebäude nach einem russischen Raketenangriff.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

1. Juni, 22.11 Uhr: "Operation Spinnennetz" trifft Russland laut Selenskyj schwer

Die Ukraine hat Russland mit der vor einem Jahr begonnenen "Operation Pawutina (Spinnennetz)" nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj schwer in Bedrängnis gebracht.

"Diese Operation hat vieles verändert", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zu dieser Operation gehörten neben dem Einsatz neuer, weitreichender Drohnen gegen die russische Erdöl- und Militärindustrie auch gezielte und koordinierte Kommandoeinsätze hinter den feindlichen Linien. Weitere Details wollte Selenskyj nicht verraten.

Vor allem werde das russische Militär durch sogenannte asymmetrische Kriegsführung getroffen. "Unsere Soldaten sind nun in der Lage, die russische Militärlogistik praktisch bis in die gesamte Tiefe des vorübergehend besetzten Gebiets zu treffen", sagte Selenskyj. "Für den Besatzer gibt es im Süden und Osten unseres Landes praktisch keine sicheren Straßen mehr." Das Ergebnis seien Versorgungsengpässe in den besetzten Gebieten im Osten der Ukraine sowie auf der Halbinsel Krim.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48).
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48).  © Kay Nietfeld/dpa

1. Juni, 19.07 Uhr: Selenskyj spricht von stabilen Fronten

Die Lage an den Fronten der Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj stabil. Einen entsprechenden Rapport habe er von Oberkommandeur Olexander Syrskyj bei einer Stabssitzung entgegengenommen, schrieb Selenskyj auf Facebook.

"Die ukrainischen Positionen sind stark, und das ist ein Ergebnis, das unser Staat dringend benötigt", betonte er. Dies werde auf jeden Fall die diplomatischen Bemühungen Kiews um eine friedliche Lösung unterstützen.

Auch der ukrainische Militärblog DeepState, der die Lage an den Fronten akribisch dokumentiert, sah eine weitgehend gefestigte Linie. Den russischen Truppen sei es im Mai lediglich gelungen, 14 Quadratkilometer ukrainisches Territorium zu besetzen - die niedrigste Zahl in den vergangenen drei Jahren. "Der Krieg tritt in eine neue Phase ein, und für den ukrainischen Staat ist es wichtig, die Initiative nicht aus der Hand zu geben", schrieben die Analysten auf Telegram.

1. Juni, 8.21 Uhr: Viele Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine

In der Ukraine sind bei russischen Angriffen erneut rund ein Dutzend Menschen verletzt worden.

In der grenznahen Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine habe es auch Einschläge in zwei Wohnblocks gegeben, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Dabei seien in Charkiw zwei Personen verletzt worden, eine weitere Frau habe es in der Kleinstadt Bohoduchiw getroffen, schrieb er auf Telegram.

Drei Verletzte gab es in der Nacht auch im südukrainischen Cherson. Das russische Militär beschoss die Stadt mit Artillerie.

Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1.30 Uhr Ortszeit (0.30 Uhr MESZ) in einem Wohnhaus ein. Vier weitere Personen wurden nach Behördenangaben in den Landkreisen der Region verletzt, allerdings blieb bei diesen Angaben offen, ob die Opfer in der Nacht oder im Verlaufe des Vortags getroffen wurden.

1. Juni, 6.25 Uhr: Rumäniens Staatschef: Drohne war zweifelsfrei russisch

Die Drohne, die in der rumänischen Stadt Galati nahe der ukrainischen Grenze ein Wohnhaus getroffen und zwei Menschen verletzt hat, ist "ohne Zweifel" russischen Ursprungs.

Das bekräftigte Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan in sozialen Medien. Davor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Zweifel an der Herkunft der Drohne geäußert und verlangt, dass Rumänien die Teile des Objekts nach Russland zur Prüfung schicke.

Rumänische Experten hätten das Objekt untersucht und mit mehreren russischen Drohnen verglichen, die während der vergangenen zwei Jahre auf rumänischem Territorium eingeschlagen hätten, schrieb Dan bei Facebook. Es handle sich in allen Fällen um Drohnen vom Typ "Geran 2".

Im jüngsten Fall habe man diesen Typ-Namen auch als Schriftzug in kyrillischen Buchstaben auf den Resten der Drohne gefunden. Alle seien aus demselben Material hergestellt worden und hätten mit demselben Treibstoff funktioniert. Demnach sei Russland "der einzige Verantwortliche" für diesen Vorfall.

Titelfoto: Fotomontage: Ulf Mauder/dpa, Michael Kappeler/dpa

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