Ukraine-Krieg: EU verlängert Russland-Sanktionen erstmals um zwölf Monate

Ukraine - Die EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate.

Der EU-Ratspräsident António Costa (64).  © Markus Lenhardt/dpa-ENR Pool/dpa

Eine entsprechende Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten am Abend bei ihrem Juni-Gipfel in Brüssel, wie eine Sprecherin von Ratschef António Costa (64) mitteilte.

In den vergangenen Jahren hatte stets der damalige ungarische Regierungschef Viktor Orbán eine einjährige Verlängerung blockiert. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar gilt als deutlich russlandkritischer als sein Vorgänger, der enge Kontakte zu Kremlchef Wladimir Putin pflegte.

Die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine umfassen insbesondere Beschränkungen im Handel, im Finanzwesen, im Energiesektor sowie in der Industrie, im Verkehrswesen und bei Luxusgütern.

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Darüber besteht etwa ein Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl auf dem Seeweg, und es wurden etliche russische Banken vom Finanzkommunikationssystem Swift abgekoppelt. Der Gesetzestext zur Sanktionsverlängerung soll in den nächsten Wochen vom Ministerrat beschlossen werden. Dies gilt als Formalie. 

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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19. Juni, 8.07 Uhr: Mehrere Verletzte nach russischem Bombardement in Charkiw

Bei einem schweren russischen Luftangriff sind in der ukrainischen Millionenstadt Charkiw offiziellen Angaben nach mindestens neun Menschen verletzt worden, darunter vier Kinder.

Mehr als 40 private Wohnhäuser seien durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben in der Stadt beschädigt worden, teilte Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow bei Telegram mit.

Charkiw liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt. Die vor dem Krieg zweitgrößte Stadt der Ukraine ist damit eins der häufigsten Ziele russischer Angriffe und wurde in den vier Jahren Krieg stark zerstört.

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19. Juni, 6.14 Uhr: Selenskyj will keine Details der Costa-Initiative kennen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Kontaktaufnahme des Teams von EU-Ratspräsident Antonio Costa mit Russland noch nicht beurteilen.

"Ich kenne nicht allzu viele Details darüber", sagte Selenskyj der Deutschen Presse-Agentur beim Verlassen des EU-Gipfels in Brüssel auf die Frage, wie er die Initiative findet. 

Costas Büro hatte zuvor bestätigt, Kontakt mit Russland für mögliche Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Krieges aufgenommen zu haben. "In den vergangenen Wochen gab es kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene, um Kommunikationskanäle zu eröffnen", bestätigte ein EU-Beamter. Es seien jedoch keine inhaltlichen Gespräche geführt worden.

Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj (48)-  © Michael Kappeler/dpa

19. Juni, 6.10 Uhr: EU plant neue Sanktionen

In einer Gipfelerklärung zum Ukraine-Krieg heißt es, die Europäische Union bleibe entschlossen, "den Druck auf Russland weiter zu erhöhen und die russische Kriegswirtschaft weiter zu schwächen, damit Russland seinen brutalen Angriffskrieg beendet und ernsthafte Friedensverhandlungen aufnimmt".

Dazu soll es demnach etwa weitere Schritte zur Verringerung der russischen Energieeinnahmen, zur Eindämmung der Aktivitäten der russischen Schattenflotte und zur Isolierung des russischen Bankensystems geben.

Zugleich fordern die Staats- und Regierungschefs Russland erneut zu einem Stopp aller Angriffe auf. Das Land müsse echten Friedenswillen zeigen, einer vollständigen, bedingungslosen und sofortigen Waffenruhe zuzustimmen und ernsthafte Verhandlungen aufnehmen.

18. Juni, 16.30 Uhr: Russland droht Ukraine mit "massiven" Angriffen

Nach dem ukrainischen Großangriff auf Ziele in Moskau hat Russland mit Vergeltung gedroht.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag zu Journalisten in Moskau, Kreml-Chef Wladimir Putin habe bereits angekündigt, dass Russland weitere "massive Angriffe" gegen die Ukraine ausführen werde. Die russische Armee "setzt dies um und wird das auch weiterhin tun."

Die Ukraine hatte zuvor den größten Angriff auf die russische Hauptstadt seit Jahren ausgeführt und dabei auch eine wichtige Ölraffinerie getroffen.

Russland hatte in der Nacht zu Donnerstag einen der härtesten Angriffe der Ukraine erlebt, jetzt droht Moskau mit Vergeltung.  © Moscow Region Governor/AP/dpa

18. Juni, 15.50 Uhr: London liefert 150.000 Drohnen an Ukraine

Großbritannien will der Ukraine bis Ende des Jahres 150.000 Drohnen liefern. Hinzu kommen 350 Luftabwehrraketen und Radarsysteme.

Das kündigte der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis bei einem Treffen der Nato-Außenminister und Ukraine-Kontaktgruppe in Brüssel an. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm an der Runde teil.

Finanziert wird das gut 750 Millionen Pfund (rund 865 Millionen Euro) schwere Paket durch einen Kredit, der mit den Erlösen aus eingefrorenem russischen Vermögen gegenfinanziert wird.

"Dieses Paket von Drohnen, Luftabwehrraketen und Radar-Systemen wird dabei helfen, unschuldige Menschen in der Ukraine vor Putins Sperrfeuer aus Drohnen und Raketen zu schützen", sagte Jarvis einer Mitteilung zufolge.

Der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis versprach der Ukraine eine Lieferung an Drohnen, Luftabwehrraketen und Radar-Systemen.  © Kin Cheung/AP/dpa

18. Juni, 13.58 Uhr: Ukraine und Russland tauschen erneut Leichen aus

Trotz der andauernden Kämpfe haben die Ukraine und Russland erneut Soldatenleichen ausgetauscht.

Kiew habe 522 Gefallene zurückerhalten, teilte der ukrainische Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange mit. Der russischen Seite wurden nach Meldungen staatlicher Agenturen 33 Leichname überstellt.

Seit Anfang 2025 hat Russland damit die Überreste von mehr als 20.000 toten Ukrainern an Kiew übergeben. Moskau erhielt im Gegenzug mehr als 600 Leichen. Aufgrund des langsamen, aber stetigen russischen Vormarsches kann die ukrainische Armee ihre eigenen Leichen nicht immer bergen.

18. Juni, 10.47 Uhr: Selenskyj zeigt Aufnahmen von brennender Russen-Raffinerie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Videoaufnahmen von dem ukrainischen Angriff auf eine Öl-Raffinerie bei Moskau geteilt.

"Gestern Nacht haben unsere Langstreckenwaffen erneut die Region Moskau erreicht - zum zweiten Mal diese Woche", schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X. Er bezeichnete den Angriff als "eine vollständig gerechtfertigte Reaktion auf russische Angriffe".

Die Öl-Raffinerie wurde schwer getroffen.  © Screenshot/X/@ZelenskyyUa

18. Juni, 7.43 Uhr: Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie in Moskau

Bei einem schweren ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau ist eine Raffinerie in Brand geraten.

Die Flugabwehr der russischen Hauptstadt habe rund 180 Drohnen abgefangen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. "Mehreren Drohnen ist es gelungen, die Moskauer Ölverarbeitungsanlage zu erreichen", räumte er zugleich auf seinem Telegramkanal ein. Laut dem unabhängigen Internetportal "Astra" gibt es mindestens fünf Brandherde in der Raffinerie. Auf in sozialen Medien geteilte Videos sind eine starke Explosion und mehrere Feuer zu sehen.

Den offiziellen Angaben zufolge wurden auch ein Wohnhaus und ein großer Gartenfachmarkt in Moskau getroffen. Im Umland sei ebenfalls ein Hochhaus beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region Andrej Worobjow mit. Über Verletzte in Moskau und Umgebung ist bislang nichts bekannt.

18. Juni, 6.11 Uhr: Selenskyj spricht erneut mit Trump und Macron

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj (48) hat erneut mit US-Präsident Donald Trump (80) und Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron (48) über den russischen Angriffskrieg gegen sein Land gesprochen.

"Ein wichtiges Koordinierungsgespräch, das viel bewirken kann", teilte Selenskyj auf der Plattform X mit, ohne weitere Details zu nennen. "Ich danke Präsident Trump für sein Interesse an der Ukraine und seine Bereitschaft, zur Herbeiführung des Friedens beizutragen", sagte Selenskyj. Er hatte sowohl Trump als auch Macron beim G7-Gipfel im französischen Évian auch persönlich getroffen. Beim Gipfel der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) ging es auch um den Krieg in der Ukraine.

Auf dem G7-Gipfel stand auch der Krieg in der Ukraine auf der Tagesordnung.  © Thibault Camus/Pool AP/AP/dpa

18. Juni, 6.06 Uhr: Russland feuert mehrere ballistische Raketen auf Kiew

Das russische Militär hat mehrere Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert.

"Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an", teilte der Militärgouverneur der Hauptstadt Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit.

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