Ukraine-Krieg: Ex-Verteidigungs-Minister will sein Amt zurück

Ukraine - Der russische Außenminister Sergej Lawrow (76) will sich am Donnerstag in der philippinischen Hauptstadt Manila mit seinem US-Kollegen Marco Rubio (55) treffen.

Für Donnerstag wird ein Treffen von Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76, l.) und seinem US-Kollegen Marco Rubio (55) erwartet.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Bei der Begegnung am Rande des Außenministertreffen der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (Asean) dürfte es vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Iran gehen.

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump ukrainische Angriffe auf Energie-Infrastruktur tief auf russischem Gebiet befürwortet, weil dies dazu beitragen könne, "dass es (der Krieg) zu einem Ende kommt".

Die Ukraine hat zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Raffinerien, Öllager und Frachtschiffe verstärkt, was zu Treibstoffknappheit in vielen Landesteilen geführt hat.

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23. Juli, 18.44 Uhr: Ex-Verteidigungsminister will sein Amt zurück

Vor dem Hintergrund neu angekündigter Proteste besteht der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) auf seiner Rückkehr ins Amt.

"Heute gibt es im Staat nur drei Posten, außer auf dem Schlachtfeld, die den Kriegsverlauf real beeinflussen: der Präsident der Ukraine, der Verteidigungsminister und der Oberkommandierende der Streitkräfte", sagte Fedorow Journalisten. Er sei deshalb mit keinem anderen Amt als dem des Verteidigungsministers einverstanden.

Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz bestätigt, Fedorow mehrere Positionen angeboten zu haben, darunter die eines Vizeregierungschefs für militärische Innovationen. Fedorow wurde im Rahmen eines Regierungsumbaus vergangene Woche entlassen.

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Der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) will sein Amt zurück.  © Kay Nietfeld/dpa

23. Juli, 17.02 Uhr: Russischer Kampfjet bei Moskau abgestürzt

Ein russischer Kampfjet ist in der Nähe der Hauptstadt Moskau abgestürzt. Der Unfall sei kurz nach dem Start passiert, der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit.

"Das Flugzeug ist in unbewohnter Gegend abgestürzt, es gibt keine Zerstörungen am Boden", heißt es in der Mitteilung. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Maschine um eine der modernen Su-57.

Ein Kampfflugzeug des Typs Suchoi Su-57 ist abgestürzt. (Symbolbild)  © Pavel Golovkin/AP/dpa

23. Juli, 16.23 Uhr: Kasachstan drosselt Ölförderung nach Kiews Drohnenattacken

Nach massenhaften ukrainischen Drohnenschlägen in Russland hat das ölreiche Kasachstan in Zentralasien nun eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben.

Das Energieministerium in der Hauptstadt Astana begründete den Schritt mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossisjk. Die Verladestelle für das über die Kaspische Pipeline transportierte Öl war zuletzt wiederholt das Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.

Kasachstan hat jetzt eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben. (Archivbild)  © Anatoly_Ustinenko/epa/dpa

23. Juli, 14.29 Uhr: Mehrere Tote nach russischen Bomben auf Pawlohrad

Bei russischen Bombenangriffen auf die Industriestadt Pawlohrad in der Ostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Gut ein Dutzend seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Angegriffen worden sei das Gelände eines Unternehmens. Verletzte habe es auch bei Attacken auf die Stadt Cherson in der Südukraine gegeben. Selenskyj forderte die westlichen Partnerstaaten erneut zur Lieferung von Flugabwehrraketen für das Patriot-System auf.

Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellten Foto löschen Feuerwehrleute in der ukrainischen Oblast Dnipropetrowsk den Brand in einem Wohnhaus, der durch einen russischen Luftangriff ausgelöst wurde.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service via AP/dpa

23. Juli, 14 Uhr: Schiffsverkehr in ukrainische Häfen eingestellt

Ukrainische Häfen werden aufgrund russischer Angriffe vorerst nicht mehr von Schiffen angelaufen.

"Wir als Staat haben keine Einschränkungen gemacht, das ist eine Entscheidung der Schiffseigner", sagte Agrarminister Taras Wyssozkyj gemäß der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform. Noch am Vortag hätten "vier bis fünf Schiffe" in ukrainischen Häfen angelegt.

Wyssozkyj machte demnach keine Angaben, ob das nur die Seehäfen betrifft oder auch der Schiffsverkehr zu den Donauhäfen eingestellt wurde.

Der Schiffsverkehr in ukrainische Häfen – wie etwa Odessa – ist eingestellt worden. (Archivbild)  © Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa

23. Juli, 12.34 Uhr: Lawrow und Rubio sprachen über Krieg in der Ukraine

Die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow (76) und Marco Rubio (55), haben bei einem Treffen in Manila über Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gesprochen.

Lawrow habe seinen US-Kollegen über die Lage an der Front aus russischer Sicht informiert und sich gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Demnach warf Lawrow auch den europäischen Staaten vor, mit einer Politik der Destabilisierung auf eine strategische Niederlage Russlands hinzuarbeiten.

Wie das Ministerium in Moskau weiter mitteilte, betonte Lawrow dabei erneut die Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges. Grundlage dafür müssten jene Vereinbarungen sein, denen Kremlchef Wladimir Putin (73) bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump (80) voriges Jahr im August in Anchorage zugestimmt habe.

Am Donnerstag trafen Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76, r.) und sein US-Kollege Marco Rubio (55) aufeinander.  © Brendan Smialowski/Pool AFP/AP/dpa

23. Juli, 12.09 Uhr: Tote in Russland und auf der Krim

Bei ukrainischen Gegenangriffen sind in Russland und auf der besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach russischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden.

Durch einen Drohnenangriff sei ein Brand in einem Wohnhaus in einem Vorort von Woronesch ausgebrochen, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Alexander Gussew, bei Telegram. Ein Dreijähriger sei dabei ums Leben gekommen. Seine Eltern wurden demnach verletzt.

Gussew sprach von einem weiteren Verletzten und Schäden am Gebäude eines Versandhändlers. Die Ukraine hatte in den vergangenen Tagen mehrfach Zentren des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries angegriffen.

23. Juli, 11.31 Uhr: EU verhängt neue Russland-Sanktionen

Die EU-Staaten haben sich angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt.

Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor, wie EU-Diplomaten in Brüssel mitteilten.

EU-Ratspräsident António Costa (65) und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) begrüßten die Entscheidung in sozialen Medien. "Zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine militärisch an Schwung gewonnen hat, schwächen unsere Sanktionen weiterhin die wirtschaftlichen Grundlagen der russischen Kriegsführung", schrieb von der Leyen auf X. Costa teilte mit, es sei ein "entschiedener Schritt, um den Druck auf Russland zu verstärken."

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) begrüßt die neuen Russland-Sanktionen.  © Metin Aktas/Anadolu Pool via AP/dpa

23. Juli, 6.41 Uhr: Ukraine attackiert erneut Logistikzentren von russischem Online-Händler

Die Ukraine hat nach Behörden-Angaben erneut den größten russischen Online-Händler Wildberries ins Visier genommen und Angriffe auf dessen Logistikzentren durchgeführt.

Die Wildberries-Gründerin Tatyana Kim schrieb auf Telegram, dass die Angriffe Logistikzentren in Krasnodar und Nevinnomyssk im Süden Russlands getroffen hätten. In den sozialen Medien kursierten unbestätigte Aufnahmen, die angeblich große Brände zeigen. Nach Angaben der russischen Behörden kamen zwei Menschen ums Leben, mindestens 14 weitere wurden verletzt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) schrieb in den sozialen Medien, die Angriffe hätten "Logistikzentren" zum Ziel gehabt, "die an der Versorgung der russischen Armee mit Drohnenkomponenten, Navigationsausrüstung und anderer Ausrüstung beteiligt sind – sowie ein weiteres Öldepot".

22. Juli, 17.17 Uhr: Wadephul sucht Gespräch nach Militärwechsel in der Ukraine

Außenminister Johann Wadephul (63) will sich bei seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha über den Austausch an der Spitze der ukrainischen Armee informieren.

Er wolle kurzfristig mit Kiews geschäftsführendem Außenminister über die Sicherheitslage sowie die Personalentscheidungen, die Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) jüngst getroffen habe, sprechen, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuchs in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.

"Sie wissen, Deutschland zählt, und das wird so bleiben, zu den größten Unterstützern der Ukraine, politisch, wirtschaftlich und finanziell. Und deswegen haben wir natürlich ein großes Interesse daran, auch zu wissen, was dort im Einzelnen stattfindet. Aber ich bin ganz sicher, dass das Entscheidungen sind, die wir nachvollziehen können und dass insgesamt der Reformprozess innerhalb der Ukraine weiter vorangetrieben wird."

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