Ukraine-Krieg: Festnahmen nach Schüssen auf russischen General

Ukraine - Nach den Schüssen auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden.

Am Freitag verließen Ermittler das Wohnhaus, in dem die Schüsse gefallen waren.
Am Freitag verließen Ermittler das Wohnhaus, in dem die Schüsse gefallen waren.  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

Das Attentat wurde nach Behördenangaben am Freitag in Moskau verübt.

Generalleutnant Wladimir Alexejew sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Ein Unbekannter habe mehrfach geschossen und sei anschließend geflohen.

Alexejew ist erster stellvertretender Chef des Militärgeheimdienstes GRU. Medienberichten nach ist er schwer verletzt.

Ukraine-Gipfel in Berlin geht weiter - und damit auch das Verkehrs-Chaos
Ukraine Ukraine-Gipfel in Berlin geht weiter - und damit auch das Verkehrs-Chaos

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8. Februar, 9.58 Uhr: Attentat auf General - Moskau beschuldigt Kiewer Geheimdienst

Nach der Festnahme von zwei Männern wegen des Anschlags auf einen hochrangigen Militär in Moskau machen russische Ermittler ukrainische Geheimdienste für die Tat verantwortlich.

Der in Dubai festgenommene und an Russland überstellte Attentäter habe auf Anweisung ukrainischer Geheimdienste gehandelt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ermittler.

Der Mann soll demnach im Dezember 2025 nach Moskau gekommen sein, um einen Terrorakt auf Wladimir Alexejew auszuüben. Eine weitere Komplizin soll demnach in die Ukraine geflohen sein.

8. Februar, 8.59 Uhr: Festnahmen nach Schüssen auf russischen General

Nach den Schüssen auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden.

Der Täter, demnach ein Russe mit Jahrgang 1960, sei in Dubai festgenommen und an Russland übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Ein Komplize, ein 1959 geborener Russe, sei in Moskau gefasst worden. Eine weitere mutmaßliche Komplizin floh den Angaben nach in die Ukraine.

Alexejew war nach Behördenangaben am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten von Moskau angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Kiew eine Beteiligung an der Tat vor.

In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf den hochrangigen russischen Generalleutnant Wladimir Alexejew verübt.
In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf den hochrangigen russischen Generalleutnant Wladimir Alexejew verübt.  © -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa

7. Februar, 19.10 Uhr: Selenskyj - AKWs produzieren nach Angriffen weniger Strom

Infolge heftiger russischer Raketenangriffe auf wichtige Umspannwerke und Hochspannungsleitungen produzieren ukrainische Atomkraftwerke weniger Strom.

"Ein Reaktor schaltete sich automatisch ab. Das ist ein Niveau von Angriffen, das sich kein Terrorist der Welt erlaubt", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Im Interesse der Sicherheit der Region müsse Russland die Reaktion der "ganzen Welt" darauf spüren, verlangte Selenskyj.

7. Februar, 12.56 Uhr: USA wollen Krieg laut Selensky bis Sommer beenden

Die USA dringen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) auf ein Ende des Ukraine-Kriegs bis Anfang des Sommers.

"Die Amerikaner schlagen den Parteien vor, den Krieg bis Anfang des Sommers zu beenden und werden wahrscheinlich diesem Zeitplan entsprechend Druck auf die Beteiligten ausüben", sagte Selenskyj übereinstimmenden Berichten zufolge.

6. Februar, 19.44 Uhr: EU bringt 20. Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg

Russland muss zum vierten Jahrestag seiner großangelegten Invasion in die Ukraine mit umfangreichen neuen EU-Sanktionen rechnen.

Ein von der Europäischen Kommission in Brüssel präsentiertes Paket sieht scharfe Maßnahmen vor, um Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl weiter zu reduzieren. Zudem sollen weitere Finanzinstitute vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten und zusätzliche Handelsbeschränkungen erlassen werden.

"Während in Abu Dhabi wichtige Friedensgespräche laufen, müssen wir klar sehen: Russland wird nur dann mit ernsthaftem Willen an den Verhandlungstisch kommen, wenn es dazu unter Druck gesetzt wird", kommentierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Vorlage des Sanktionspakets. Es muss noch von den Mitgliedstaaten beraten und beschlossen werden. Im Idealfall kann es zum Jahrestag am 24. Februar in Kraft treten.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (67), während einer Pressekonferenz am EU-Hauptsitz in Brüssel.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (67), während einer Pressekonferenz am EU-Hauptsitz in Brüssel.  © Virginia Mayo/AP/dpa

6. Februar, 16.02 Uhr: Estland verhängt Einreiseverbote für russische Kriegsteilnehmer

Estland hat weitere Einreiseverbote gegen Russen verhängt, die in Russlands Krieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben.

Nach Angaben des Innenministeriums wurde 1.073 Kämpfer auf eine schwarze Liste von Personen gesetzt, die nicht mehr in das baltische EU- und Nato-Land einreisen dürfen. Darauf befinden sich bereits die Namen von 261 weiteren ehemaligen Kämpfern, die Mitte Januar mit einem Einreiseverbot belegt wurden.

"Russische Militärangehörige, die in der Ukraine gekämpft haben und dort weiterhin kämpfen, haben getötet, zerstört, vergewaltigt und geplündert. Die Schließung des gemeinsamen europäischen Sicherheitsraums und des Schengen-Raums für sie liegt im Interesse unserer aller Sicherheit", sagte Innenminister Igor Taro unter Verweis auf die Risiken, die von vormaligen Kriegsteilnehmern ausgingen. "Es kann nicht sein, dass man heute Menschen tötet und morgen im zivilisierten Europa Urlaub macht."

6. Februar, 14.24 Uhr: Moskau wirft Ukraine Beteiligung an Attentat auf General vor

Moskau wirft der Ukraine eine Beteiligung am Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, vor.

"Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenskyj-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Die russische Führung werde darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirke.

Nach einem Anschlag auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, spricht Moskau von Terror - und macht die Ukraine verantwortlich.
Nach einem Anschlag auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, spricht Moskau von Terror - und macht die Ukraine verantwortlich.  © -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa

6. Februar, 12.43 Uhr: Kreml bezeichnet Gespräche in Abu Dhabi als "konstruktiv"

Moskau hat die Ukraine-Gespräche unter US-Vermittlung in Abu Dhabi positiv bewertet.

"Zwei Tage lang wurde konstruktive und zugleich sehr komplexe Arbeit geleistet", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Und die Arbeit werde fortgesetzt.

In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate hatten Delegationen Russlands, der Ukraine und der USA erneut über ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gesprochen. Greifbare Ergebnisse wurden nicht präsentiert. Parallel zu den Verhandlungen wurde jedoch ein Austausch von mehr als 300 Kriegsgefangenen vollzogen.

6. Februar, 12.41 Uhr: Russischer General bei Attentat schwer verletzt

Der stellvertretende Chef des russischen Armeegeheimdienstes Wladimir Alexejew ist nach einem Attentat schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der 64-Jährige wurde nach Behördenangaben in einem Wohnhaus im Nordosten Moskaus angeschossen. Der Täter sei auf der Flucht, die Fahndung angelaufen, teilte das Ermittlungskomitee mit. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.

6. Februar, 12.40 Uhr: Merz sieht Gespräche der Europäer mit Putin skeptisch

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, 70) hat sich skeptisch zu möglichen direkten Gesprächen europäischer Staats- oder Regierungschefs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) über ein Ende des Ukraine-Kriegs geäußert.

Er erinnerte während seiner Reise durch die Golfregion Abu Dhabi an einen Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Moskau, dessen Ergebnis wenige Tage später "heftigste Bombardements bis hin zu einem Kinderkrankenhaus in Kiew" gewesen seien. "Ich möchte keine Gespräche führen, die zu solchen Ergebnissen führen, sondern ich möchte alle Gespräche unterstützen, die dem Ziel dienen, diesen Krieg zu beenden", sagte Merz.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, 70) äußerte Skepsis gegenüber direkten Gesprächen europäischer Staats- und Regierungschefs mit Putin (73) über das Ende des Ukraine-Kriegs. (Archivbild)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, 70) äußerte Skepsis gegenüber direkten Gesprächen europäischer Staats- und Regierungschefs mit Putin (73) über das Ende des Ukraine-Kriegs. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

6. Februar, 11.03 Uhr: Schüsse auf russischen Generalleutnant

In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf einen hochrangigen russischen Militär verübt.

Generalleutnant Wladimir Alexejew sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Ein Unbekannter habe mehrfach geschossen und sei anschließend geflohen. Alexejew ist erster stellvertretender Chef des Militärgeheimdienstes GRU. Medienberichten nach ist er schwer verletzt.

Titelfoto: -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa

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