Ukraine-Krieg: Laut Putin mehr als 700.000 Soldaten im Kriegseinsatz

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Ukraine - Russland und die Ukraine haben einander in der Nacht zu Freitag erneut mit Angriffen überzogen. Dabei wurden laut Behörden mindestens drei Zivilisten getötet.

Ukrainische Soldaten der 33. mechanisierten Brigade evakuieren ihren Kameraden während einer Übung in der Region Charkiw.
Ukrainische Soldaten der 33. mechanisierten Brigade evakuieren ihren Kameraden während einer Übung in der Region Charkiw.  © Andrii Marienko/AP/dpa

In der westrussischen Grenzregion Brjansk seien zwei Zivilisten nach ukrainischem Artilleriebeschuss getötet worden, erklärte der örtliche Gouverneur Jegor Kowaltschuk im Onlinedienst Telegram.

In der ukrainischen Grenzregion Sumy wurde nach Bahnangaben eine Bahnmitarbeiterin bei einem Drohnenangriff getötet.

Demnach war die 44-Jährige auf dem Weg zum Schutzraum.

Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge
Ukraine Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

12. Juni, 18.18 Uhr: Laut Putin mehr als 700.000 Soldaten im Kriegseinsatz

Die russische Armee hat nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin (73) mehr als 700.000 Soldaten im Einsatz im Gebiet des Ukraine-Kriegs. Das sagte er bei einem Gespräch mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags, bei dem auch Verteidigungsminister Andrej Beloussow dabei war.

Vor den Soldaten gab sich der russische Staatschef weiter siegesgewiss in dem vor mehr als vier Jahren von ihm befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Schritt für Schritt, nicht so schnell wie wir gern würden, aber wir schreiten trotzdem voran, wir schreiten jeden Tag voran", sagte Putin.

Kremlchef Wladimir Putin (73) gibt sich siegesgewiss.
Kremlchef Wladimir Putin (73) gibt sich siegesgewiss.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

12. Juni, 12.31 Uhr: Ukrainische Luftwaffe warnt vor russischem Oreschnik-Einsatz

Die ukrainische Luftwaffe hat die Bevölkerung vor einem erneuten Einsatz der russischen ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik gewarnt.

Innerhalb von 24 Stunden gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Start einer solchen Rakete vom Testgelände Kapustin Jar im russischen Gebiet Astrachan, teilte die Luftwaffe in sozialen Netzwerken mit. Luftalarme sollten ernst genommen werden, hieß es.

Am Donnerstag hatte das ukrainische Militär bereits kurz vor Mitternacht Ortszeit für knapp 14 Minuten landesweiten ballistischen Raketenalarm ausgerufen. Ein Raketenstart blieb jedoch aus.

12. Juni, 11.40 Uhr: Ukraine setzt auf Treffer auf der Krim

Die ukrainische Armee hat mit ihren Drohnen mehrere Ziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen.

Danach wurde am Kraftwerk von Simferopol ein großer Brand beobachtet, wie der proukrainische Telegramkanal "Krymskij Weter" berichtete. Am russischen Luftwaffenstützpunkt Saki gab es demnach Flugabwehrfeuer.

Explosionen seien auch in anderen Teilen der Halbinsel zu hören gewesen. Die russische Verwaltung äußerte sich nicht zu den Angriffen.

12. Juni, 10.35 Uhr: Beim G7-Gipfel in Evian dreht sich fast alles um Trump

Beim Gipfeltreffen der G7-Staaten in Evian soll es um die Themen gehen, die die Welt bewegen: die globale Konjunktur, die Kriege in der Ukraine und im Iran und Künstliche Intelligenz.

Doch die Agenda des Treffens, zu dem sich zahlreiche Staats- und Regierungschefs am Südufer des Genfer Sees einfinden, ist vor allem durch US-Präsident Donald Trump beeinflusst.

11. Juni, 20.15 Uhr: Ukrainer sollen besetzte Gebiete verlassen

Die Ukraine verstärkt ihre Luftangriffe in den von Russland besetzten Teilen des Landes.

Vor diesem Hintergrund hat der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebietes Saporischschja seine Landsleute im russisch besetzten Teil der Region zur Flucht aufgerufen. Die Risiken für Zivilisten stiegen, sagte Iwan Fedorow in einer Ansprache auf Telegram.

Dafür nannte er zwei Gründe: Die ukrainischen Streitkräfte griffen in den Regionen Saporischschja und Cherson gezielt die militärische Infrastruktur der Besatzer und Versorgungswege der russischen Armee an. Die russische Armee setze mehr Kräfte ein, um die eigenen Objekte zu schützen.

Die ukrainische Armee verstärkt ihre Luftangriffe auf die von Russland besetzten Teile des Landes. (Symbolfoto)
Die ukrainische Armee verstärkt ihre Luftangriffe auf die von Russland besetzten Teile des Landes. (Symbolfoto)  © Andriy Andriyenko/Ukrainian 65 Mechanized brigade/AP/dpa

11. Juni, 17.31 Uhr: Europäische Diplomaten treffen russischen Vize-Außenminister

Die Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens haben bei einem Treffen im russischen Außenministerium nach eigenen Angaben den jüngsten Aufruf ihrer Länder und Kiews zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs dargelegt.

Dabei sei es auch um die Unterstützung der Aufforderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zu direkten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine unter Beteiligung der USA und Europas gegangen, hieß es in einer Mitteilung nach dem Treffen. Die Botschafter trafen demnach den stellvertretenden russischen Außenminister Michail Galusin (66).

11. Juni, 15.11 Uhr: Ukraine gewinnt laut Armeechef Oberhand im Drohnen-Krieg

Die Ukraine gewinnt eigener Einschätzung nach im Krieg gegen Russland beim Einsatz von Drohnen die Oberhand.

"Heute können wir mit gutem Grund behaupten, dass die Ukraine im Wettstreit um Technologie, Innovation und Produktionskapazitäten dem Gegner zumindest in nichts nachsteht und ihm in einzelnen Bereichen sogar voraus ist", sagte Armeechef Olexander Syrskyj gemäß einer Mitteilung bei Telegram.

Bei frontnahen ferngesteuerten Drohnen liege das Verhältnis bei 1,5 zu 1 zugunsten der ukrainischen Truppen und verbessere sich weiter. Im Mai seien bereits 12,7 Prozent mehr gegnerische Ziele getroffen worden als im April.

Dazu haben ukrainische Drohnenpiloten seit Jahresbeginn Syrskyj zufolge 12.500 mehr russische Soldaten außer Gefecht gesetzt, als Moskau im gleichen Zeitraum anwerben konnte. Der General hob ebenso hervor, dass seine Drohnentruppen im russischen Hinterland bis zu 200 Kilometer hinter der Frontlinie immer effektiver und massenhafter Drohnen einsetzen.

Insbesondere seit März greifen ukrainische Drohnen verstärkt Ziele weit hinter der Frontlinie im zuvor russisch kontrollierten Hinterland an. (Archivbild)
Insbesondere seit März greifen ukrainische Drohnen verstärkt Ziele weit hinter der Frontlinie im zuvor russisch kontrollierten Hinterland an. (Archivbild)  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

11. Juni, 12.47 Uhr: Ukrainischer Botschafter dankt deutschen Steuerzahlern

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hat die Bedeutung der deutschen Unterstützung im Krieg mit Russland erneut hervorgehoben. "Ich danke jedem deutschen Steuerzahler dafür, dass er das ermöglicht, dass die deutsche Bundesregierung die Ukraine unterstützt", sagte der Botschafter im Brandenburger Landtag.

Mit den Mitteln sei man in der Lage, "die anfliegenden russischen Raketen" abzufangen. Die "russische Aggression und die ukrainische Verteidigung" ließen sich nicht auf eine Stufe stellen, betonte Makeiev. Keiner wolle den Frieden mehr als die Ukraine – "aber einen gerechten Frieden".

Russland verwehre sich Friedensverhandlungen und zeige keine Bereitschaft, den Krieg zu beenden. Verhandlungen könnten für die Ukraine"nur aus der Position der Stärke" zustande kommen. Man sei mit den Verbündeten stark genug.

Makeiev sprach von den "Ländern Europas und der zivilisierten Welt", die gleiche Vorstellungen von einem guten Leben und einem gerechten Frieden teilten. (Archivbild)
Makeiev sprach von den "Ländern Europas und der zivilisierten Welt", die gleiche Vorstellungen von einem guten Leben und einem gerechten Frieden teilten. (Archivbild)  © picture alliance/dpa | Annette Riedl

11. Juni, 11.09 Uhr: Merz sichert Ukraine weitere Unterstützung der Bundesregierung zu

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat der Ukraine vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs die weitere Unterstützung der Bundesregierung zugesichert.

Das Ziel bleibe ein gerechter und dauerhafter Frieden, "der auch unsere Sicherheitsinteressen berücksichtigt", sagte er in einer Regierungserklärung im Bundestag. Dafür unterstütze man die Ukraine. "Wir haben das gestern getan, wir tun das heute und wir tun das morgen, solange wie es notwendig ist."

Gegen Russlands "offenkundige Bereitschaft zur Eskalation" stärke man die Ostflanke der Nato und unterstütze zugleich die Bemühungen für eine Verhandlungslösung. "Ein tragfähiger Frieden wird nur in Verhandlungen mit Beteiligung der Ukraine, mit Russland, der USA und Europa erreicht werden können, anders wird es nicht möglich sein."

Die Ukraine verteidige ihre Freiheit und die Freiheit und Sicherheit in ganz Europa. Denn sie gehöre zu Europa und in längerer Perspektive auch zur Europäischen Union, sagte Merz.

Der AfD warf Friedrich Merz vor, dies ins Lächerliche zu ziehen
Der AfD warf Friedrich Merz vor, dies ins Lächerliche zu ziehen  © picture alliance/dpa | Michael Kappeler

11. Juni, 09.12 Uhr: Atomkraftwerk Saporischschja erneut ohne Strom

Das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine ist erneut von der äußeren Stromversorgung abgeschnitten. Die zur Anlage führende Hochspannungsleitung sei am Abend automatisch abgeschaltet worden, teilte die Kraftwerksleitung mit.

Die als Reserve bereitstehenden Dieselgeneratoren hätten die Stromversorgung übernommen. Erhöhte Radioaktivität sei nicht ausgetreten. "Die Nacht verlief in Enerhodar und dem Umkreis des Atomkraftwerks Saporischschja relativ ruhig", sagte die von Moskau eingesetzte Kommunikationsleiterin des AKW, Jewgenija Jaschina, der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Es habe nur vereinzelt Drohnenbeschuss gegeben. Allerdings sei die gesamte Stadt ohne Stromversorgung.

Russland hat das AKW in den ersten Kriegstagen 2022 erobert und hält es seither besetzt. (Archivbild)
Russland hat das AKW in den ersten Kriegstagen 2022 erobert und hält es seither besetzt. (Archivbild)  © picture alliance/dpa/AP | -

11. Juni, 7.40 Uhr: Raffinerie in Südrussland nach Drohnenattacke beschädigt

Die Ukraine hat in der Nacht eine Raffinerie in der städtischen Siedlung Afipski unweit der südrussischen Millionenstadt Krasnodar mit Drohnen angegriffen und in Brand gesetzt.

Die Flammen in der Anlage seien am Morgen gelöscht worden, teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit. "Verletzte hat es nicht gegeben", hieß es.

Titelfoto: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

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