Ukraine-Krieg: Mehrere Frauen tot durch ukrainischen Angriff bei Belgorod

Ukraine - Das russische Militär berichtet von einem großen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht.

Ein Schwerpunkt des Angriffs lag im südrussischen Gebiet Rostow. (Archivbild)
Ein Schwerpunkt des Angriffs lag im südrussischen Gebiet Rostow. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

283 feindliche Fluggeräte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Ein Schwerpunkt des Angriffs lag demnach im südrussischen Gebiet Rostow. Dort wurden nach Mitteilung von Gouverneur Juri Sljussar etwa 90 ukrainische Drohnen ausgeschaltet.

Solche Angaben sind nicht im Detail überprüfbar, sie vermitteln aber einen Eindruck vom Ausmaß des Angriffs.

Nach Berichten auf Telegramkanälen wurde eine Stickstofffabrik in der Stadt Toljatti an der Wolga getroffen. Auch Ölraffinerien im Wolgagebiet seien angegriffen worden.

Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

21. März, 18.52 Uhr: Mehrere Frauen tot durch ukrainischen Angriff bei Belgorod

Im russischen Grenzgebiet Belgorod sind nach Behördenangaben durch ukrainischen Beschuss mindestens vier Frauen getötet worden.

Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schießt bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in Feindesland.

In der Region Belgorod sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)
In der Region Belgorod sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Vadim Ghirda/AP/dpa

21. März, 11.20 Uhr: Schwere Kämpfe im Donbass

Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt.

Dabei spricht das ukrainische Militär von hohen russischen Verlusten. Im Morgenbericht des Generalstabs für Samstag hieß es, dass binnen 24 Stunden 1240 russische Soldaten verletzt oder tot ausgeschaltet worden seien. Es habe 161 einzelne Gefechte gegeben.

Schwerpunkt der Kämpfe soll einmal mehr die Stadt Pokrowsk im Industrierevier Donbass sein, ohne dass für die eine oder andere Seite Geländegewinne bekannt wurden. 

In der Ostukraine toben heftige Gefechte: Kiew meldet hohe russische Verluste, Geländegewinne werden aber nicht bestätigt. (Archivbild)
In der Ostukraine toben heftige Gefechte: Kiew meldet hohe russische Verluste, Geländegewinne werden aber nicht bestätigt. (Archivbild)  © Oleksandr Klymenko/ukrin/dpa

21. März, 9.55 Uhr: Russischer Angriff auf Stromnetz von Tschernihiw

Ein russischer Drohnenangriff in der Nacht legte die Stromversorgung im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw weitgehend lahm, wie Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram mittelte.

In der Stadt Saporischschja im Süden kamen nach Behördenangaben bei einem Treffer auf ein Wohnhaus ein Mann und eine Frau ums Leben, zwei Kinder wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben 154 feindliche Drohnen, von den 148 ausgeschaltet worden seien.

21. März, 9.54 Uhr: Russland meldet großen Drohnenangriff der Ukraine

Das russische Militär berichtet von einem großen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht.

283 feindliche Fluggeräte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Ein Schwerpunkt des Angriffs lag demnach im südrussischen Gebiet Rostow. Dort wurden nach Mitteilung von Gouverneur Juri Sljussar etwa 90 ukrainische Drohnen ausgeschaltet.

Bei ihren nächtlichen Luftangriffen setzen Russland und die Ukraine mittlerweile Hunderte Kampfdrohnen ein. (Archivbild)
Bei ihren nächtlichen Luftangriffen setzen Russland und die Ukraine mittlerweile Hunderte Kampfdrohnen ein. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

20. März, 12.54 Uhr: Orban verteidigt Veto bei EU-Gipfel: «Ist unser Recht»

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban versucht seine Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine beim jüngsten Brüsseler EU-Gipfel zu rechtfertigen.

"Es kam ein wenig Stottern ins Getriebe", sagte er in der Nacht zum Freitag vor ungarischen Journalisten in Brüssel. "Aber die juristische Lage ist völlig klar, wir haben das Recht dazu", fügte er mit Blick auf seine Vetodrohung hinzu. "Denn der Entscheidungsprozess war noch nicht abgeschlossen", zitierten ihn ungarische Medien.

Ungarns Regierungschef hatte dem Unterstützungsdarlehen für die Ukraine beim Dezember-Gipfel eigentlich schon zugestimmt. Jetzt beruft sich Orban darauf, dass die Ukraine die Erdölpipeline Druschba willkürlich "abgedreht" hätte. Durch sie erhalten Ungarn und die Slowakei als die einzigen EU-Länder noch Öl aus Russland, das einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.

20. März, 6.27 Uhr: Eine Tote bei russischen Angriffen im Süden der Ukraine

Bei russischen Angriffen in der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist nach Angaben des Regionalgouverneurs eine Frau getötet worden.

Zwei weitere Menschen, darunter ein 10-jähriger Junge, seien bei den zwei Angriffen auf Wohnhäuser verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow am Freitag im Onlinedienst Telegram.

Am Samstag sollen sich Unterhändler der Ukraine und der USA laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in den USA treffen, um die ins Stocken geratenen Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs zu beleben. In der vergangenen Woche hatte sich der russische Gesandte Kirill Dmitrijew mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner im US-Bundesstaat Florida getroffen.

19. März, 20.50 Uhr: Lage für Ukraine verschlechtert sich

In einer Videoschalte zum EU-Gipfel in Brüssel sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass sich die Ausgangslage der Gespräche für Russland durch den Iran-Krieg verbessere, für die Ukraine aber verschlechtere. Dies dürfe nicht zugelassen werden.

Moskau sehe demnach, dass am Persischen Golf Flugabwehrmunition verbraucht werde, die der Ukraine fehle. Russland profitiere zudem vom gestiegenen Ölpreis, zumal die USA Sanktionen gegen Moskau ausgesetzt hätten. Dagegen stockten neue EU-Sanktionen und ein lebenswichtiger EU-Kredit von 90 Milliarden Euro für Kiew hänge in der Luft.

19. März, 15.40 Uhr: Ungarn blockiert Hilfskredit für Ukraine

Beim EU-Gipfel sorgt Ungarns Veto gegen Ukraine-Hilfen für Empörung. Regierungschef Viktor Orban (62) knüpft seine Zustimmung an Öllieferungen.

Der in seiner Heimat um eine Wiederwahl kämpfende Rechtspopulist sagte, sein Land werde erst dann wieder pro-ukrainische Projekte unterstützen, wenn es wieder russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline bekomme. Er behauptete, ohne russisches Öl würden ungarische Haushalte und Unternehmen bankrottgehen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und andere Staats- und Regierungschefs kritisierten Orbans Haltung als inakzeptabel und verwiesen darauf, dass dieser dem Plan für Ukraine-Hilfen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro beim Dezember-Gipfel schon zugestimmt hatte.

18. März, 20.33 Uhr: Ukrainische Angriffe treffen Flugzeugwerk in Russland

Die ukrainische Armee hat nach Angaben ihres Generalstabs mit Luftangriffen zwei Flugzeugwerke in Russland getroffen.

In der Nacht zu Montag sei die Flugzeugfabrik Aviastar bei Uljanowsk an der Wolga angegriffen worden, teilte das Militär in Kiew mit. Eine klimatisierte Halle und eine Stellfläche sowie mehrere Flugzeuge seien beschädigt worden. Die Fabrik produziere Militärtransportflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76, Tankflugzeuge Il-78 und warte schwere Transportflugzeuge.

Außerdem sei in der Nacht zu Dienstag eine Wartungsfabrik für Il-76 bei Staraja Russa in Westrussland mit Drohnen attackiert worden. Ein Hangar sei beschädigt.

18. März, 19.47 Uhr: Litauen verhängt Einreiseverbote für russische Ukraine-Kämpfer

Litauen hat Einreiseverbote gegen 268 Russen verhängt, die in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben.

"Die von ehemaligen russischen Kämpfern ausgehenden Sicherheitsbedrohungen sind offensichtlich. Wir können sie nicht ignorieren", begründete Innenminister Vladislavas Kondratovicius den Schritt des baltische EU- und Nato-Landes.

Titelfoto: Vadim Ghirda/AP/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: