Ukraine-Krieg: Mehrere Tote nach russischen Angriffen nahe Kiew

Ukraine - Im Umland von Kiew sind bei schweren russischen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Erneut gab es heftige Angriffe auf Orte nahe Kiew.
Erneut gab es heftige Angriffe auf Orte nahe Kiew.  © Dan Bashakov/AP/dpa

Die Anzahl der Verletzten belaufe sich auf 15. "Drei davon sind schwer verletzt, zwei werden gerade operiert", schrieb der Gouverneur der Region, Mykola Kalaschnyk, bei Telegram. Am schwersten getroffen wurden demnach die Landkreise um die Städte Browary und Obuchiw.

Insgesamt wurden laut Kalaschnyk etwa 30 Objekte getroffen und beschädigt, darunter private Wohnhäuser, größere Wohnblocks, Schulen, ein Kindergarten, Infrastrukturanlagen und Fahrzeuge.

Auch die Hauptstadt Kiew selbst ist nach Medienberichten von den Folgen der Attacke betroffen. Wegen Stromausfällen fahren Straßenbahn und Omnibusse in mehreren Stadtbezirken nicht.

Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

Russische Behörden berichten wiederum von Angriffen auf den Hafen Port Kawkas im Gebiet Krasnodar. Drei Menschen seien durch Drohnentrümmer verletzt, darüber hinaus die Infrastruktur des Hafens und ein Schiff beschädigt worden, teilte der Krisenstab der Region mit.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

14. März, 8.45 Uhr: Merz will EU-Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer

Bundeskanzler Friedrich Merz und sieben weitere Staats- und Regierungschefs fordern die Prüfung eines EU-Einreiseverbots für russische Soldaten, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind oder waren.

Die mögliche Einreise von Kämpfern in den Schengen-Raum stelle ein schwerwiegendes Risiko für die innere Sicherheit dar, heißt es in einem Brief der Politiker an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa.

Die Personen könnten demnach etwa Gewaltdelikte verüben, in kriminellen Netzwerken oder extremistischen Bewegungen tätig werden oder feindliche Aktivitäten Russlands unterstützen.

Bundeskanzler Friedrich Merz möchte die Einreise russischer Soldaten in die EU verhindern.
Bundeskanzler Friedrich Merz möchte die Einreise russischer Soldaten in die EU verhindern.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

13. März, 17.26 Uhr: Moskau bestellt britischen und französischen Botschafter ein

Das russische Außenministerium hat nach einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Brjansk schwere Vorwürfe gegen Großbritannien und Frankreich erhoben und deren Botschafter einbestellt.

Für Moskau sei es offensichtlich, dass die Attacke nicht ohne die Beteiligung britischer und französischer Spezialisten und die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Kiew organisiert worden sein könne, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Bei dem ukrainischen Angriff am Dienstag waren nach offiziellen russischen Angaben 7 Menschen in der Region Brjansk getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Laut Kiew galt der Beschuss einer Fabrik, die wichtige Bestandteile für russische Waffen herstellt. Eingesetzt worden seien dabei Marschflugkörper des britischen Typs Storm Shadow, teilte der Generalstab in Kiew mit. Moskau warf London anschließend eine Beteiligung an der Aktion vor.

13. März, 15.51 Uhr: Selenskyj kritisiert Lockerung der Russland-Sanktionen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entscheidung der USA zur befristeten Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl als kontraproduktiv kritisiert.

Allein dieser Schritt bringe der russischen Kriegskasse rund zehn Milliarden Dollar ein. "Das hilft auf keinem Fall dem Frieden", sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris.

In der Nacht zum Freitag hatte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mitgeteilt, dass Länder zeitweise russisches Öl kaufen dürften, das sich bereits auf Schiffen befinde. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

13. März, 12.33 Uhr: Merz kritisiert Lockern von US-Sanktionen für russisches Öl

Bundeskanzler Friedrich Merz (70) kritisiert die Entscheidung der USA zu einer befristeten Lockerung von Handelssperren für russisches Öl.

"Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte der CDU-Politiker bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf der norwegischen Insel Andoya. Merz wies darauf hin, dass Russland weiter keine Verhandlungsbereitschaft zu einer Beendigung seines Krieges gegen die Ukraine zeige. "Wir werden deshalb und müssen den Druck auf Moskau weiter erhöhen."

13. März, 10.19 Uhr: Moskau zufrieden nach US-Lockerungen bei Ölsanktionen

Nach der befristeten Lockerung von US-Sanktionen auf russisches Öl gibt sich Moskau selbstbewusst und zufrieden.

"Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew bei Telegram.

In der Nacht zum Freitag hatte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mitgeteilt, dass Länder zeitweise russisches Öl kaufen dürften, das sich bereits auf Schiffen befinde. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Angesichts des stark gestiegenen Ölpreises erlauben die USA Ländern eingeschränkt den Kauf von russischem Öl. (Archivbild)
Angesichts des stark gestiegenen Ölpreises erlauben die USA Ländern eingeschränkt den Kauf von russischem Öl. (Archivbild)  © Igor Russak/dpa

13. März, 10.18 Uhr: USA erlauben zeitweise Kauf von russischem Öl

Die USA erlauben angesichts des stark gestiegenen Ölpreises Ländern zeitlich befristet den Kauf von derzeit per Schiff transportiertem russischen Öl.

Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet, wie Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X mitteilte. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

12. März, 21.47 Uhr: Moskau warnt Russen vor Reisen nach Deutschland

Moskau hat der Regierung in Berlin Diskriminierung von Russen vorgeworfen und eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen.

Das Außenministerium rate weiterhin von "nicht absolut notwendigen" Reisen nach Deutschland ab, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

"Die deutsche Obrigkeit verdächtigt weiterhin bewusst praktisch jeden russischen Bürger auf deutschem Gebiet, darunter auch dauerhaft und befristet lebende, schürt eine vergiftete Atmosphäre des Misstrauens um alle Russen, hetzt gegen Russen und Russischsprachige, behandelt sie ungerecht und willkürlich", sagte sie.

Die Diskriminierung von Russen erfolge auf unterschiedliche Art und Weise. So beschlagnahme der Zoll am Flughafen ihre persönlichen Sachen und Bargeld und verhänge anschließend hohe Geldstrafen wegen angeblicher Umgehung der Sanktionen. Die Banken schränkten Finanzdienstleistungen für Russen ein, die auch noch mit ständigen Kontrollen gegängelt würden, klagte sie.

Moskau hat der Regierung in Berlin Diskriminierung von Russen vorgeworfen und eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen.
Moskau hat der Regierung in Berlin Diskriminierung von Russen vorgeworfen und eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen.  © Ulf Mauder/dpa

12. März, 17.42 Uhr: Russischer Gastanker treibt im Mittelmeer

Im Mittelmeer treibt ein beschädigter Flüssiggas-Tanker aus Russland nach offiziellen Angaben ohne Besatzung auf die italienische Insel Lampedusa zu.

Die Schifffahrtsbehörden des EU-Mitgliedslandes Malta warnten davor, dass der 277 Meter lange Tanker "Arctic Metagaz" mit seiner Ladung von Tausenden Tonnen Gas zur Gefahr für andere Schiffe werden könnte. Möglicherweise sei das Schiff auch manövrierunfähig.

Maltas Ministerpräsident Robert Abela zufolge ist in Malta ein Notfallplan in Vorbereitung. Das Schiff befindet sich nach Angaben der dortigen Behörden aktuell etwa 110 Kilometer entfernt von Maltas Küste in internationalen Gewässern. Andere Schiffe wurden gewarnt, sich dem Tanker näher als fünf Seemeilen (etwa neun Kilometer) zu nähern. Von italienischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung dafür, dass das Schiff auf Lampedusa zutreibt.

12. März, 17.05 Uhr: Ukraine und Rumänien starten gemeinsame Drohnenproduktion

Die Nachbarländer Rumänien und die Ukraine wollen gemeinsam militärische Drohnen produzieren. Dazu unterzeichneten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein rumänischer Amtskollege Nicusor Dan in Bukarest ein Abkommen.

Die Drohnen sollen mit ukrainischem Know-How im EU- und Nato-Land Rumänien hergestellt werden, unterstützt durch den EU-Rüstungsfonds SAFE.

Dan betonte, dass das frühere "historische Misstrauen" zwischen beiden Ländern seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verflogen sei. Selenskyj bedankte sich für die unterstützende Position Rumäniens seit Beginn dieses Krieges.

Die beiden Präsidenten schlossen zudem ein Energie-Abkommen. Es sieht den Ausbau der Stromleitungen zwischen den beiden Ländern. Selenskyj und Dan berieten auch über eine mögliche Zusammenarbeit bei der Öl- und Gasförderung aus dem Schwarzen Meer, an das beide Länder grenzen.

12. März, 11.02 Uhr: Teenagerin in Ukraine getötet

Bei einem russischen Drohnenangriff ist in der nordukrainischen Region Tschernihiw eine Teenagerin getötet worden.

Die Eltern der 2010 geborenen Jugendlichen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz mit. Drei weitere Verletzte gab es demnach in den Regionen Charkiw und Dnipropetrowsk.

Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland in der Nacht 94 Kampfdrohnen ein. Davon seien 77 abgewehrt worden, aber es habe auch 16 Einschläge an elf Orten des Landes gegeben.

Titelfoto: Dan Bashakov/AP/dpa

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