Ukraine-Krieg: Merz sichert Ukraine weitere Unterstützung zu

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Ukraine - In der ostukrainischen Industriestadt Pawlohrad sind bei einem russischen Angriff mindestens zwölf Menschen verletzt worden.

Der Ukraine-Krieg dauert nun schon so lange wie der Erste Weltkrieg. (Archivbild)
Der Ukraine-Krieg dauert nun schon so lange wie der Erste Weltkrieg. (Archivbild)  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

Ein mehrstöckiges Wohngebäude sei beschädigt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Ein Brand sei ausgebrochen.

Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Drohnenangriff.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg.

Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge
Ukraine Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

11. Juni, 11:09 Uhr: Merz sichert Ukraine weitere Unterstützung der Bundesregierung zu

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat der Ukraine vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs die weitere Unterstützung der Bundesregierung zugesichert. 

Das Ziel bleibe ein gerechter und dauerhafter Frieden, "der auch unsere Sicherheitsinteressen berücksichtigt", sagte er in einer Regierungserklärung im Bundestag. Dafür unterstütze man die Ukraine. "Wir haben das gestern getan, wir tun das heute und wir tun das morgen, solange wie es notwendig ist."

Gegen Russlands "offenkundige Bereitschaft zur Eskalation" stärke man die Ostflanke der Nato und unterstütze zugleich die Bemühungen für eine Verhandlungslösung. "Ein tragfähiger Frieden wird nur in Verhandlungen mit Beteiligung der Ukraine, mit Russland, der USA und Europa erreicht werden können, anders wird es nicht möglich sein."

Die Ukraine verteidige ihre Freiheit und die Freiheit und Sicherheit in ganz Europa. Denn sie gehöre zu Europa und in längerer Perspektive auch zur Europäischen Union, sagte Merz.

Der AfD warf Friedrich Merz vor, dies ins Lächerliche zu ziehen
Der AfD warf Friedrich Merz vor, dies ins Lächerliche zu ziehen  © picture alliance/dpa | Michael Kappeler

11. Juni, 09:12 Uhr: Atomkraftwerk Saporischschja erneut ohne Strom

Das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine ist erneut von der äußeren Stromversorgung abgeschnitten. Die zur Anlage führende Hochspannungsleitung sei am Abend automatisch abgeschaltet worden, teilte die Kraftwerksleitung mit.

Die als Reserve bereitstehenden Dieselgeneratoren hätten die Stromversorgung übernommen. Erhöhte Radioaktivität sei nicht ausgetreten. "Die Nacht verlief in Enerhodar und dem Umkreis des Atomkraftwerks Saporischschja relativ ruhig", sagte die von Moskau eingesetzte Kommunikationsleiterin des AKW, Jewgenija Jaschina, der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Es habe nur vereinzelt Drohnenbeschuss gegeben. Allerdings sei die gesamte Stadt ohne Stromversorgung. 

Russland hat das AKW in den ersten Kriegstagen 2022 erobert und hält es seither besetzt. (Archivbild)
Russland hat das AKW in den ersten Kriegstagen 2022 erobert und hält es seither besetzt. (Archivbild)  © picture alliance/dpa/AP | -

11. Juni, 7.40 Uhr: Raffinerie in Südrussland nach Drohnenattacke beschädigt

Die Ukraine hat in der Nacht eine Raffinerie in der städtischen Siedlung Afipski unweit der südrussischen Millionenstadt Krasnodar mit Drohnen angegriffen und in Brand gesetzt.

Die Flammen in der Anlage seien am Morgen gelöscht worden, teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit. "Verletzte hat es nicht gegeben", hieß es. 

11. Juni, 6.06 Uhr: Viele Verletzte nach russischem Angriff in Ostukraine

In der ostukrainischen Industriestadt Pawlohrad sind bei einem russischen Angriff mindestens zwölf Menschen verletzt worden.

Ein mehrstöckiges Wohngebäude sei beschädigt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Ein Brand sei ausgebrochen. Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Drohnenangriff.

Russland überzieht die Ukraine mit Angriffen aus der Luft. Im Osten des Landes wird ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen. (Archivbild)
Russland überzieht die Ukraine mit Angriffen aus der Luft. Im Osten des Landes wird ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

10. Juni, 21.32 Uhr: Wadephul wirbt bei EU-Beitrittsverfahren für Kiew um Geduld

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat sich zuversichtlich über einen raschen Beginn des EU-Beitrittsverfahrens für die Ukraine geäußert, zugleich aber um Geduld geworben.

"Wir haben jetzt nach einer Zeit langen Wartens jede Geduld dafür, dass dieser Prozess in aller Ruhe und Sorgfalt zu Ende geführt wird", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seiner ungarischen Amtskollegin Anita Orbán (51) in Berlin. "Ich bin optimistisch, dass das bald geschehen kann", fügte er hinzu.

Man sei in der Schlussphase der Verhandlungen über die Eröffnung der Verhandlungen, sagte Wadephul. "Aber das machen wir, nachdem der politische Weg jetzt sehr positiv aussieht, in aller Sorgfalt und ohne irgendeine Hektik, weil die gar nicht nötig ist." Im EU-Außenministerrat am kommenden Montag werde man die weiteren Themen besprechen und vor allem den EU-Gipfel Ende der Woche vorbereiten.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) wirbt bei EU-Beitrittsverfahren für Kiew um Geduld.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) wirbt bei EU-Beitrittsverfahren für Kiew um Geduld.  © Elisa Schu/dpa

10. Juni, 15.45 Uhr: Ukraine-Krieg dauert nun so lange wie der Erste Weltkrieg

Der ukrainische Generalstab in Kiew zählte am Mittwoch den 1568. Tag des Krieges.

Damit dauert die von Kremlchef Wladimir Putin 2022 befohlene Großinvasion in das Nachbarland nun so lang wie der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 (ebenfalls 1568 Tage); und ein Ende ist nicht abzusehen.

Russland will die Ukraine militärisch und politisch zurück in seinen Machtbereich zwingen. Es hält einschließlich der schon 2014 annektierten Halbinsel Krim knapp ein Fünftel der Ukraine besetzt. Doch in den vergangenen Wochen setzt die ukrainische Armee Moskau gerade mithilfe ihres Drohnen-Arsenals immer stärker unter Druck.

Der Ukraine-Krieg dauert nun schon so lange wie der Erste Weltkrieg. (Archivbild)
Der Ukraine-Krieg dauert nun schon so lange wie der Erste Weltkrieg. (Archivbild)  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

10. Juni, 10:31 Uhr: Russischer Drohnenschwarm schlägt in Charkiw ein

Die russischen Drohnenangriffe in der Nacht trafen am schwersten die grenznahe ukrainische Großstadt Charkiw.

Die Regionalverwaltung berichtete von 26 Einschlägen binnen kurzer Zeit. Es habe fünf Verletzte gegeben. Die ukrainische Luftwaffe zählte über Nacht 207 russische Drohnen, von denen 181 abgefangen worden sein.

Die Großstadt Charkiw treffen schon seit Tagen immer wieder harte russische Angriffe.
Die Großstadt Charkiw treffen schon seit Tagen immer wieder harte russische Angriffe.  © picture alliance/dpa/Ukrainian Emergency Service | Uncredited

10. Juni, 09:39 Uhr: Ukrainische Drohnen treffen Geschichtsmuseum auf der Krim

In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim schlug eine Drohne in ein Geschichtsmuseum ein.

Nach Angaben der örtlichen Behörden geriet das Dach des Gebäudes, das an den Krimkrieg von 1853 bis 1856 erinnert, in Brand. Der Chef der Besatzungsverwaltung, Michail Raswoschajew, sprach auf Telegram von einem gezielten Angriff auf eine Kultureinrichtung.

Dies wäre indes untypisch für die bisherigen Angriffsmuster der ukrainischen Armee. Umgekehrt hat Russland in mehr als vier Jahren Angriffskrieg viele Museen, Theater, Bibliotheken, Schulen und Kirchen in der Ukraine bei Luftangriffen beschädigt.

9. Juni, 21.30 Uhr: Autobombe bei Moskau explodiert - Spekulationen um getöteten General

Unweit der russischen Hauptstadt Moskau ist ein Mann am Dienstagmorgen durch eine Autobombe getötet worden.

Die Explosion fand nach Angaben des Staatlichen Ermittlungskomitees gegen 5.30 Uhr Ortszeit (4.30 Uhr MESZ) in einem fahrenden BMW statt. Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, wobei offen gelassen wurde, in welche Richtung ermittelt wird. Laut der Tageszeitung "Kommersant" wurde die Bombe aus bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff unter dem Boden des Wagens angebracht.

Unbestätigten Berichten ukrainischer und russischer Blogger zufolge ist der Tote ein Oberst oder gar General der russischen Raketentruppen. Die mutmaßliche Adresse des 57-Jährigen in Balaschicha stand dabei bereits seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren Feindliste der Ukraine. Im April 2025 starb bereits ein General des russischen Generalstabs in der Stadt am östlichen Stadtrand Moskaus durch eine Autobombe.

Gegen Abend entschärften die Behörden zudem einen verdächtigen Gegenstand im Südwesten Moskaus durch eine gezielte Sprengung.

9. Juni, 20.34 Uhr: Tusk kritisiert Ausschluss seines Landes bei Ukraine-Gesprächen im E3-Format

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk (69) hat den Ausschluss seines Landes aus den Ukraine-Gesprächen im E3-Format mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien kritisiert.

Dies habe er auch Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) in einem Telefonat zu verstehen gegeben, sagte Tusk in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.

"Ich habe gesagt, dass aus polnischer Sicht Vereinbarungen, an denen Polen nicht beteiligt ist, von uns nicht respektiert werden", sagte Tusk demnach. "Polen ist ein absolut unverzichtbares Bindeglied, um ernsthaft über die Zukunft der Ukraine und der Region zu sprechen."

Polens Ministerpräsident Donald Tusk (69) hat sein Missfallen über die Ukraine-Gespräche im E3-Format ausgedrückt.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk (69) hat sein Missfallen über die Ukraine-Gespräche im E3-Format ausgedrückt.  © Marian Zubrzycki/PAP/dpa

9. Juni, 19.23 Uhr: Selenskyj trifft baltische und nordische Regierungschefs in Estland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ist in Estland mit den Ministerpräsidenten der nordischen und baltischen Staaten zusammengetroffen.

In der Hauptstadt Tallinn nahm er als Gast am Gipfeltreffen der sogenannten NB8-Staaten teil. "Das NB8-Format ist wie immer äußerst praktisch", sagte Selenskyj nach den Gesprächen und bedankte sich bei der Staatengruppe, die zu den größten Unterstützern der Ukraine in deren Abwehrkampf gegen Russland gehört.

Zu den Beratungen war nach Angaben des gastgebenden estnischen Regierungschefs Kristen Michal (50) auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (48) per Video zugeschaltet. "Wir werden weiter an der Seite der Ukraine stehen, solange bis ein gerechter und dauerhafter Frieden erreicht ist", betonte Michal im Namen der NB8. Zur Staatengruppe gehören Schweden, Finnland, Norwegen, Island, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen.

Der estländische Ministerpräsident Kristen Michal (50, l.) begrüßte Wolodymyr Selenskyj (48) zum Gipfeltreffen der NB8-Staaten.
Der estländische Ministerpräsident Kristen Michal (50, l.) begrüßte Wolodymyr Selenskyj (48) zum Gipfeltreffen der NB8-Staaten.  © Alexander Welscher/dpa

9. Juni, 11.03 Uhr: Ukraine zielt auf Straßenverbindung zur Krim

Die ukrainische Armee attackiert weiter eine wichtige Straßenverbindung auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim. Die Brücke von Tschonhar sei die zweite Nacht in Folge durch Drohnenangriffe beschädigt worden.

Das teilte der Chef der russischen Besatzungsverwaltung im Gebiet Cherson, Wladimir Saldo, auf Telegram mit. Die Brücke sei für den Verkehr gesperrt. Saldo riet Autofahrern, auf die längere Straße über Perekop auszuweichen.

Die Angriffe auf die Brücke zählen zu einer seit Mai laufenden Operation der Ukrainer, die für Russland militärisch bedeutende Krim abzuriegeln.

Die russische Armee nutzt die Halbinsel für Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet und zur Versorgung ihrer Einheiten in der Südukraine. Allerdings ist die Krim nur über drei Straßen erreichbar - die Strecken über Perekop und Tschonhar im Norden sowie über die neu gebaute Brücke von Kertsch im Osten.

Die Brücke von Tschonhar gilt als wichtige Verbindung zur Halbinsel im Schwarzen Meer. (Archivbild)
Die Brücke von Tschonhar gilt als wichtige Verbindung zur Halbinsel im Schwarzen Meer. (Archivbild)  © picture alliance/dpa | Ulf Mauder

9. Juni, 9.15 Uhr: Russischer Luftangriff tötet vier Menschen in der Ukraine

Bei russischen Angriffen im Nordosten der Ukraine sind nach Behördenangaben in der Nacht vier Menschen getötet worden. Russland habe unter anderem die Stadt Tschuhujiw angegriffen.

Das erklärte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow, am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Dabei seien drei Frauen und ein Mann getötet worden. "Die Angriffe haben Brände ausgelöst und mindestens 18 Fahrzeuge beschädigt", fügte er hinzu. Zudem seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. In der Stadt Charkiw wurden Synehubow zufolge bei russischen Angriffen 15 Menschen verletzt.

Die ukrainische Luftwaffe ortete bis zum Morgen 168 russische Drohnen und Raketen, von denen 148 abgewehrt worden seien.

Russland griff mit Raketen und Drohen an. (Archivfoto)
Russland griff mit Raketen und Drohen an. (Archivfoto)  © picture alliance/dpa | Anas Alkharboutli

8. Juni, 22.38 Uhr: Moskau räumt Kraftstoff-Mangel wegen Kiews Angriffen zu

Das russische Energieministerium hat Probleme bei der Kraftstoffversorgung infolge ukrainischer Angriffe eingeräumt.

In letzter Zeit hätten Unternehmen des Kraftstoff- und Energiesektors mit einer Zunahme von feindlichen Angriffen aus der Luft zu kämpfen, "was zu vorübergehenden Schwierigkeiten mit der Kraftstoffversorgung in einer Reihe von südlichen Regionen führt", hieß es in einer Mitteilung der Behörde bei Telegram.

Ein nun im Energieministerium gebildeter Stab mit Unternehmen aus eben diesem Sektor soll eine stabile und effiziente Versorgung des Landes sicherstellen, teilte die Behörde weiter mit.

Titelfoto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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