Ukraine-Krieg: Mindestens 15 Tote bei Angriff auf Pawlohrad

Ukraine - Die eigentlich für diesen Sonntag in Abu Dhabi geplante Fortsetzung der direkten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) kurzfristig um mehrere Tage verschoben worden.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj (48) setzt heute die Friedensgespräche fort.

Die Verhandlungen sollen nun am Mittwoch und Donnerstag stattfinden, wie Selenskyj ohne Angaben von Gründen der Verschiebung am Sonntag mitteilte. Russland griff die Ukraine am Wochenende erneut massiv aus der Luft an.

Selenskyj schrieb im Onlinedienst X zu den direkten Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA über ein Ende des russischen Angriffskriegs: "Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen wurden festgesetzt: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi."

Die Ukraine sei "bereit für eine substanzielle Diskussion". Er hoffe, dass das Ergebnis der Gespräche "uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt". Aus den USA und Russland wurden die neuen Termine zunächst nicht bestätigt.

Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

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1. Februar, 17.55 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Angriff auf Pawlohrad

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die zentralukrainische Stadt Pawlohrad sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden.

Weitere sieben Personen seien verletzt worden, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit.

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1. Februar, 16.17 Uhr: Verletzte nach russischem Angriff auf Geburtsklinik

Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt worden.

Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach zunächst davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe - darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit.

Immer wieder gibt es russische Angriffe auf Saporischschja, wie hier Ende Januar.

1. Februar, 11.45 Uhr: Kiew stellt Heizungsversorgung wieder her

Nach einem Blackout am Samstag durch einen Ausfall von Leitungen dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter Notabschaltungen.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren am Morgen noch rund 1000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung - nach 3500 Häusern am Vorabend.

1. Februar, 11.42 Uhr: Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben in der Nacht zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte.

Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben.

1. Februar, 7.09 Uhr: Weiter Probleme bei Energieversorgung in der Ukraine

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall weiterhin rund 2.600 Häuser ohne Heizung, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstagabend auf Telegram mitteilte. Selenskyj hatte kurz zuvor in seiner Videobotschaft noch mehr Tempo bei der Wiederherstellung der Versorgung angemahnt.

Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen sowie regionale und lokale Behörden gewesen. "Die Ursachen werden derzeit untersucht", sagte Selenskyj.

Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff", sagte Selenskyj. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht. Das Energiesystem der Ukraine ist vor allem nach den vielen russischen Angriffen schwer beschädigt.

In einem Wohnviertel in Kiew werden Notzelte aufgestellt, in denen sich die Menschen aufwärmen können, nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe gegen die Energieobjekte des Landes geflogen hat und die Bewohner mitten im Winter ohne Strom, Wasser und Heizung sind.

1. Februar, 7.07 Uhr: Selenskyj verlangt von US-Seite Klarheit über neue Treffen

Nach dem Treffen des Russen Dmitrijew mit der US-Delegation teilte Selenskyj mit, dass Kiew nun konkrete Angaben zu weiteren Zusammenkünften in der nächsten Woche erwarte.

"Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuarbeiten. Wichtig ist, dass es Ergebnisse gibt", sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Die für heute geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi erwähnte er nicht.

An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow. Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet.

Russland erklärte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen auf Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes zeitweilig abzusehen.

1. Februar, 7.04 Uhr: Vor Verhandlungen in Abu Dhabi auch Gespräche in Miami

Witkoff schrieb seinerseits, es habe produktive und konstruktive Gespräche mit Dmitrijew im Zuge des Vermittlungsversuchs der USA zur Lösung des Ukraine-Kriegs gegeben.

Das Treffen habe die Ansicht bestärkt, dass Russland darauf hinarbeite, Frieden in der Ukraine zu sichern. Von US-Seite waren laut Witkoff auch Finanzminister Scott Bessent, der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und Regierungsberater Josh Gruenbaum dabei.

Trotz der immer wieder als "konstruktiv" und "produktiv" beschriebenen zahlreichen Zusammenkünfte ist eine Einigung auf ein Friedensabkommen aber bisher nicht in Sicht. Zentral für Moskau sind Forderungen nach Gebietsabtretungen.

31. Januar, 18.34 Uhr: Russischer Unterhändler Dmitrijew in den USA

Vor neuen Verhandlungen an diesem Sonntag in Abu Dhabi über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew (50) wieder in die USA gereist. "Wieder in Miami", schrieb der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin (73) bei Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild von einer Friedenstaube.

Der US-Sondergesandte der Regierung von Donald Trump (79), Steve Witkoff (68), schrieb zu dem Treffen, es hätten produktive und konstruktive Gespräche mit Dmitrijew im Rahmen des Vermittlungsversuchs der USA zur Förderung einer Lösung des Ukraine-Kriegs stattgefunden. Man sei durch das Treffen bestärkt in der Ansicht, dass Russland darauf hinarbeite, Frieden in der Ukraine zu sichern. Von US-Seite waren laut Witkoff auch Finanzminister Scott Bessent, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Regierungsberater Josh Gruenbaum dabei.

Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew (50) ist wieder in die USA gereist. (Archvbild)

31. Januar, 11.31 Uhr: Russland attackiert Ziele - kurz vor neuen Verhandlungen

Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt.

Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Ministerium mit.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben.

30.Januar: Ukrainische Feuerwehrleute löschen ein Feuer in einem Haus inKramatorsk, das von einer russischen Drohne getroffen wurde.

30. Januar, 18.37 Uhr: Ukraine ordnet Evakuierung von Familien mit Kindern aus Charkiw an

Die Ukraine hat am Freitag die Evakuierung von Familien mit Kindern aus sieben Ortschaften in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw angeordnet.

Es sei entschieden worden, "Familien mit Kindern zwangsweise aus sieben Dörfern der Gemeinde Stary Saltiw zu evakuieren", teilte der Leiter der Militärverwaltung der Region, Oleh Synegubow, am Freitag in Onlinediensten mit. In den Siedlungen hielten sich derzeit noch 25 Kinder auf, fügte er hinzu.

Die sieben Ortschaften liegen südlich der Stadt Wowtschansk, deren Einnahme die russische Armee Ende 2025 nach heftigen Kämpfen verkündet hatte. Die russische Armee attackiert die Ukraine seit Monaten täglich mit Drohnen und Raketen. Inmitten des eisigen Winters verstärkte Moskau zuletzt insbesondere seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen.

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