Ukraine-Krieg: Merz will Waffenstillstand mit absichern

Ukraine - Die Europäer wollen am Dienstagnachmittag mit Vertretern der USA über die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands im Ukraine-Krieg beraten.

Donald Trump (79) glaubt nicht mehr an einen ukrainischen Angriff auf Putins Residenz.
Donald Trump (79) glaubt nicht mehr an einen ukrainischen Angriff auf Putins Residenz.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Insgesamt 35 Staaten sollen bei dem Treffen der "Koalition der Willigen" vertreten sein, aus Deutschland reist Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) an. Für die USA sollen nach Angaben aus Paris der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) und Jared Kushner (44), Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (79), teilnehmen.

Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj (47) wird erwartet, ebenso Nato-Chef Mark Rutte (58).

Bei den Gesprächen soll es auch um eine multinationale Truppe zur Absicherung eines Friedens zwischen Russland und der Ukraine gehen. Ebenso will man über die Unterstützung der ukrainischen Armee, die langfristige Zusammenarbeit mit der Ukraine beim Thema Verteidigung und die Unterstützung des Landes im Falle neuer Angriffe beraten.

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Ukraine Mutmaßlicher Nord-Stream-Drahtzieher an Deutschland ausgeliefert

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6. Januar, 21.03 Uhr: Merz will Ukraine-Waffenstillstand mit absichern

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat eine militärische Beteiligung Deutschlands an der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine in Aussicht gestellt.

"Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden", sagte er nach einem Treffen der in der sogenannten "Koalition der Willigen" vereinten Verbündeten der Ukraine in Paris.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU, l.) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47, r.) während einer Pressekonferenz im Elysee-Palast in Paris nach einem Treffen mit Mitgliedern der Koalition der Willigen.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU, l.) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47, r.) während einer Pressekonferenz im Elysee-Palast in Paris nach einem Treffen mit Mitgliedern der Koalition der Willigen.  © Tom Nicholson/PA Wire/dpa

6. Januar, 9.54 Uhr: Russland beklagt Opfer nach ukrainischen Angriffen

Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden.

In der Großstadt Twer im Nordwesten Russlands kam dem amtierenden Gouverneur Witali Koroljow zufolge ein Mensch infolge ukrainischer Drohnenangriffe ums Leben, zwei weitere wurden demnach verletzt. Drohnentrümmer seien auf ein mehrstöckiges Wohnhaus gestürzt, woraufhin ein Feuer in einer Wohnung ausgebrochen sei, teilte er mit.

In der Region Belgorod seien bereits am Abend zwei Menschen bei verschiedenen Schlägen in Grenznähe zur Ukraine getötet worden, schrieb Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram.

6. Januar, 6.11 Uhr: Darum geht es beim Ukraine-Treffen in Paris

Die westlichen Unterstützer der Ukraine wollen an diesem Dienstag mit Vertretern der USA in Paris über die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands oder Friedens für das von Russland angegriffene Land beraten.

Bei den Gesprächen der von Frankreich und Großbritannien angeführten Koalition soll es im Detail darum gehen, wie ein Waffenstillstand überwacht und abgesichert werden könnte. Auch über eine angedachte multinationale Truppe zur Absicherung eines Friedens zwischen Russland und der Ukraine will man sprechen.

6. Januar, 6.09 Uhr: "Koalition der Willigen" berät mit US-Vertretern in Paris

Die Europäer wollen am Dienstagnachmittag mit Vertretern der USA über die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands im Ukraine-Krieg beraten.

Insgesamt 35 Staaten sollen bei dem Treffen der "Koalition der Willigen" vertreten sein, aus Deutschland reist Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) an. Für die USA sollen nach Angaben aus Paris der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) und Jared Kushner (44), Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (79), teilnehmen. Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj (47) wird erwartet, ebenso Nato-Chef Mark Rutte (58).

Die Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg laufen intensiv.
Die Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg laufen intensiv.  © Kay Nietfeld/dpa

5. Januar, 13.44 Uhr: Ukrainischer Geheimdienstchef will zurücktreten

Der bisherige Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, tritt von seinem Posten zurück.

Das geht aus einem Post des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hervor. Er habe mit Maljuk über mögliche Kandidaten zur Ernennung als neue SBU-Leitung gesprochen, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Maljuk bestätigte bei Telegram, dass er zurücktrete und gab an, im SBU-System zu bleiben, um "asymmetrische Spezialoperationen von Weltniveau" umzusetzen.

Es brauche mehr ukrainische "asymmetrische Operationen" gegen Russland und mehr starke Ergebnisse bei der Vernichtung des Feinds, führte Selenskyj aus, ohne Details zu nennen, um welche Art Operationen es sich genau handelt. Darin sei Malkjuk am stärksten, und das werde er auch weiterhin im SBU tun.

5. Januar, 12.08 Uhr: Merz am Dienstag bei Ukraine-Treffen in Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt am Dienstag in Paris an Beratungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs teil.

Das kündigte ein stellvertretender Regierungssprecher in Berlin an. Merz werde auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an einem Gipfeltreffen der "Koalition der Willigen" teilnehmen.

Zu dem Treffen am Dienstagnachmittag würden neben dem Bundeskanzler weitere Staats- und Regierungschefs aus Europa, Vertreter der EU und der Nato sowie der USA und der Ukraine teilnehmen. Einige Teilnehmer würden in Präsenz da sein, andere online zugeschaltet. Merz werde in Präsenz teilnehmen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70) nimmt am Dienstag in Paris an Beratungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs teil.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70) nimmt am Dienstag in Paris an Beratungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs teil.  © Michael Kappeler/dpa

5. Januar, 11.20 Uhr: Wadephul beschwört europäische Verteidigungsbereitschaft

Außenminister Johann Wadephul beschwört angesichts anhaltender russischer hybrider Attacken auf Deutschland und das Baltikum die eigenständige Verteidigungsbereitschaft Europas.

"Es gilt, der Bedrohung durch Russland durch einen starken europäischen Zusammenhalt zu begegnen", sagte der CDU-Politiker vor dem Abflug nach Litauen. In der Hauptstadt Vilnius will Wadephul mit Regierungschefin Inga Ruginiene und Außenminister Kestutis Budrys über eine Vertiefung der Zusammenarbeit beraten.

Litauen ist EU- und Nato-Mitglied. Unter hybriden Bedrohungen werden militärische, wirtschaftliche, geheimdienstliche und propagandistische Mittel verstanden, mit der auch die öffentliche Meinung beeinflusst werden kann. Unter anderem gehören staatlich gelenkte Cyberattacken dazu.

Außenminister Johann Wadephul (62) beschwört angesichts anhaltender russischer hybrider Attacken auf Deutschland und das Baltikum die eigenständige Verteidigungsbereitschaft Europas.
Außenminister Johann Wadephul (62) beschwört angesichts anhaltender russischer hybrider Attacken auf Deutschland und das Baltikum die eigenständige Verteidigungsbereitschaft Europas.  © Christoph Soeder/dpa

5. Januar, 6.38 Uhr: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew

Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadtregion Kiew sind nach dortigen Angaben in der Nacht zum Montag mindestens zwei Menschen getötet worden.

Ein Mensch wurde in der Hauptstadt selbst getötet, erklärte der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurde zudem eine medizinische Einrichtung getroffen und mehrere Wohnhäuser sowie kritische Infrastruktur in Vororten von Kiew beschädigt.

In der Stadt Fastiw rund 70 Kilometer südwestlich von Kiew wurde ein 70-jähriger Mann getötet, erklärte der Kiewer Gouverneur Mykola Kalaschnyk.

Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach dortigen Angaben in der Nacht zum Montag mindestens zwei Menschen getötet worden.
Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach dortigen Angaben in der Nacht zum Montag mindestens zwei Menschen getötet worden.  © -/Ukrinform/dpa

5. Januar, 4.30 Uhr: Trump glaubt nicht an Angriff Kiews auf Putins Residenz

US-Präsident Donald Trump geht nicht von einem Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus.

Er glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden habe, sagte der Republikaner auf eine Nachfrage von Journalisten. Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den angeblich geplanten Angriff noch kritisiert.

Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Kiew hatte das vehement bestritten. Putin hatte auch Trump über den angeblich geplanten Angriff informiert, der danach etwa sagte: "Das ist nicht gut."

4. Januar, 17.30 Uhr: Ukrainische Drohnen mit Kurs auf Moskau

Ein Schwarm ukrainischer Drohnen ist nach russischen Angaben beim Anflug auf die Hauptstadt Moskau ins Visier der Flugabwehr geraten.

Mindestens 32 Drohnen seien bereits abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Über eventuelle Schäden oder mögliche Opfer machte er keine Angaben.

Titelfoto: Tom Nicholson/PA Wire/dpa

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