Ukraine-Krieg: EU bringt 20. Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg

Ukraine - Mehr als 1100 Wohnblocks in Kiew können wegen der Zerstörung eines Heizkraftwerks in diesem Winter absehbar nicht mehr beheizt werden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet die nächsten Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges in den USA.  © Leszek Szymanski/PAP/dpa

Das teilte der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf seinem Telegram-Kanal mit.

Die Verwaltung der Drei-Millionen-Stadt veröffentlichte eine Liste mit 1126 betroffenen Gebäuden, die alle in den Stadtteilen Darnyzja und Dniprowskyj auf dem östlichen Ufer des Dnipro liegen.

Das Heizkraftwerk für diese Stadtteile sei bei einem russischen Luftangriff am Dienstag so beschädigt worden, dass die Reparatur mindestens zwei Monate dauern werde, schrieb Klitschko.

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In den betroffenen Wohnblocks sei das Wasser abgelassen worden, um ein Einfrieren der Leitungen zu verhindern.

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6. Februar, 19.44 Uhr: EU bringt 20. Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg

Russland muss zum vierten Jahrestag seiner großangelegten Invasion in die Ukraine mit umfangreichen neuen EU-Sanktionen rechnen.

Ein von der Europäischen Kommission in Brüssel präsentiertes Paket sieht scharfe Maßnahmen vor, um Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl weiter zu reduzieren. Zudem sollen weitere Finanzinstitute vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten und zusätzliche Handelsbeschränkungen erlassen werden.

"Während in Abu Dhabi wichtige Friedensgespräche laufen, müssen wir klar sehen: Russland wird nur dann mit ernsthaftem Willen an den Verhandlungstisch kommen, wenn es dazu unter Druck gesetzt wird", kommentierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Vorlage des Sanktionspakets. Es muss noch von den Mitgliedstaaten beraten und beschlossen werden. Im Idealfall kann es zum Jahrestag am 24. Februar in Kraft treten.

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Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (67), während einer Pressekonferenz am EU-Hauptsitz in Brüssel.  © Virginia Mayo/AP/dpa

6. Februar, 16.02 Uhr: Estland verhängt Einreiseverbote für russische Kriegsteilnehmer

Estland hat weitere Einreiseverbote gegen Russen verhängt, die in Russlands Krieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben.

Nach Angaben des Innenministeriums wurde 1.073 Kämpfer auf eine schwarze Liste von Personen gesetzt, die nicht mehr in das baltische EU- und Nato-Land einreisen dürfen. Darauf befinden sich bereits die Namen von 261 weiteren ehemaligen Kämpfern, die Mitte Januar mit einem Einreiseverbot belegt wurden.

"Russische Militärangehörige, die in der Ukraine gekämpft haben und dort weiterhin kämpfen, haben getötet, zerstört, vergewaltigt und geplündert. Die Schließung des gemeinsamen europäischen Sicherheitsraums und des Schengen-Raums für sie liegt im Interesse unserer aller Sicherheit", sagte Innenminister Igor Taro unter Verweis auf die Risiken, die von vormaligen Kriegsteilnehmern ausgingen. "Es kann nicht sein, dass man heute Menschen tötet und morgen im zivilisierten Europa Urlaub macht."

6. Februar, 14.24 Uhr: Moskau wirft Ukraine Beteiligung an Attentat auf General vor

Moskau wirft der Ukraine eine Beteiligung am Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, vor.

"Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenskyj-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Die russische Führung werde darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirke.

Nach einem Anschlag auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, spricht Moskau von Terror - und macht die Ukraine verantwortlich.  © -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa

6. Februar, 12.43 Uhr: Kreml bezeichnet Gespräche in Abu Dhabi als "konstruktiv"

Moskau hat die Ukraine-Gespräche unter US-Vermittlung in Abu Dhabi positiv bewertet.

"Zwei Tage lang wurde konstruktive und zugleich sehr komplexe Arbeit geleistet", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Und die Arbeit werde fortgesetzt.

In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate hatten Delegationen Russlands, der Ukraine und der USA erneut über ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gesprochen. Greifbare Ergebnisse wurden nicht präsentiert. Parallel zu den Verhandlungen wurde jedoch ein Austausch von mehr als 300 Kriegsgefangenen vollzogen.

6. Februar, 12.41 Uhr: Russischer General bei Attentat schwer verletzt

Der stellvertretende Chef des russischen Armeegeheimdienstes Wladimir Alexejew ist nach einem Attentat schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der 64-Jährige wurde nach Behördenangaben in einem Wohnhaus im Nordosten Moskaus angeschossen. Der Täter sei auf der Flucht, die Fahndung angelaufen, teilte das Ermittlungskomitee mit. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.

6. Februar, 12.40 Uhr: Merz sieht Gespräche der Europäer mit Putin skeptisch

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, 70) hat sich skeptisch zu möglichen direkten Gesprächen europäischer Staats- oder Regierungschefs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) über ein Ende des Ukraine-Kriegs geäußert.

Er erinnerte während seiner Reise durch die Golfregion Abu Dhabi an einen Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Moskau, dessen Ergebnis wenige Tage später "heftigste Bombardements bis hin zu einem Kinderkrankenhaus in Kiew" gewesen seien. "Ich möchte keine Gespräche führen, die zu solchen Ergebnissen führen, sondern ich möchte alle Gespräche unterstützen, die dem Ziel dienen, diesen Krieg zu beenden", sagte Merz.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, 70) äußerte Skepsis gegenüber direkten Gesprächen europäischer Staats- und Regierungschefs mit Putin (73) über das Ende des Ukraine-Kriegs. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

6. Februar, 11.03 Uhr: Schüsse auf russischen Generalleutnant

In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf einen hochrangigen russischen Militär verübt.

Generalleutnant Wladimir Alexejew sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Ein Unbekannter habe mehrfach geschossen und sei anschließend geflohen. Alexejew ist erster stellvertretender Chef des Militärgeheimdienstes GRU. Medienberichten nach ist er schwer verletzt.

6. Februar, 11.02 Uhr: Tote in Ukraine nach russischen Angriffen

Trotz zweitägiger Gespräche über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs sind bei russischen Angriffen mehrere Menschen in der Ukraine getötet worden.

In der Region Saporischschja kam Gouverneur Iwan Fedorow zufolge ein Ehepaar bei einer russischen Drohnenattacke auf die Stadt Wilnjansk ums Leben. Bei einem anderen Angriff sei ein 14-Jähriger in Saporischschja verletzt worden. Außerdem seien 12.000 Abnehmer in dem Gebiet ohne Strom.

6. Februar, 6.05 Uhr: Über 1100 Wohnblocks in Kiew im Winter nicht mehr heizbar

Mehr als 1100 Wohnblocks in Kiew können wegen der Zerstörung eines Heizkraftwerks in diesem Winter absehbar nicht mehr beheizt werden.

Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Die Verwaltung der Drei-Millionen-Stadt veröffentlichte eine Liste mit 1126 betroffenen Gebäuden, die alle in den Stadtteilen Darnyzja und Dniprowskyj auf dem östlichen Ufer des Dnipro liegen.

Der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko (54). (Archivbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

6. Februar, 6.01 Uhr: 157 gegen 157 - Moskau und Kiew tauschen Gefangene aus

Einziges greifbares Ergebnis während des Treffens in Abu Dhabi war der erste Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine seit mehreren Monaten.

Jede Seite entließ 157 gefangene Soldaten in die Heimat. Selenskyj teilte mit, es seien Soldaten der ukrainischen Armee, der Nationalgarde und der Grenztruppen zurückgekehrt. Einige seien seit 2022 in russischer Gefangenschaft gewesen.

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