Ukraine-Krieg: Putin stimmt laut Trump Angriffspause auf Kiew zu

Ukraine - Bei russischen Drohnenangriffen in der südukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben des Regionalgouverneurs drei Menschen getötet worden.

Beschädigte Autos und Wohnhäuser nach einem russischen Angriff in Saporischschja.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

Zwei Frauen und ein Mann hätten bei den Angriffen auf Wohnhäuser in der Stadt Wilnjansk in der Nacht zum Donnerstag ihr Leben verloren, ein weiterer Mann sei verwundet worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe hätten Häuser zerstört und Brände ausgelöst.

Am Dienstag und Mittwoch hatten russische Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew 16 Menschen getötet. Sechs Menschen verloren bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug in Charkiw ihr Leben.

Die jüngsten Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund der am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA.

Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

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29. Januar, 21.28 Uhr: Selenskyj lobt Merz' Führungsstärke

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat sich für die Unterstützung seines Landes durch Deutschland bedankt und Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) gelobt.

"Friedrich demonstriert echte Führungsstärke und ich schätze unsere Koordination sehr", schrieb er bei Telegram Bezug nehmend auf ein Telefonat der beiden. Deutschland habe sein Land seit den ersten Kriegstagen unterstützt. Insbesondere die Lieferungen von Luftabwehrsystemen der Typen Patriot und Iris-T seien wichtig für den Schutz des ukrainischen Luftraums.

Auch die nun geleistete Hilfe bei der Überwindung der Energiekrise sei wichtig, schrieb er.

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Nach Berichten über russische Drohnen mit Starlink-Satellitenverbindung hat das ukrainische Verteidigungsministerium den US-amerikanischen Raumfahrtkonzern SpaceX von Milliardär Elon Musk (54) kontaktiert.

"Ich bin der Präsidentin von SpaceX, Gwynne Shotwell, und besonders Elon Musk für die schnelle Reaktion und den Beginn der Arbeiten an der Lösung des Problems dankbar", schrieb Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bei Telegram. Zuvor waren mehrere russische Drohnen unerwartet über ukrainischen Städten aufgetaucht.

Kiew: Eine Antenne des Satelliten-Internetanbieters Starlink ist auf einem Zug im Hauptbahnhof zu sehen.  © Christoph Soeder/dpa-ENR-Pool/dpa

29. Januar, 19.25 Uhr: Laut Klitschko noch über 450 Wohnblöcke ohne Heizung in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mehr als 450 Wohnblöcke weiter ohne Fernwärme.

Im besonders betroffenen Stadtteil Trojeschtschyna seien am Morgen 100 Häuser wieder an die Wärmeversorgung angeschlossen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko (54) bei Telegram mit. Dennoch befänden sich weiter die meisten der ungeheizten Häuser in diesem nordöstlichen Stadtbezirk.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (54) hat keine besonders guten Nachrichten für die Bürger.  © Sebastian Gollnow/dpa

29. Januar, 19.17 Uhr: Putin stimmt laut Trump Angriffspause auf Kiew zu

Kremlchef Wladimir Putin (73) soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump (79) einer einwöchigen Pause der russischen Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt haben. Der Republikaner führte als Grund für seine Initiative bei Putin die extreme Kälte in der Ukraine an. Er habe deshalb persönlich nach der Angriffspause gefragt.

Aus Moskau gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Aus Trumps Ausführungen während einer Kabinettsitzung in Washington ging nicht hervor, wann genau der Zeitpunkt für den Start für eine angebliche Angriffspause infrage kommen könnte.

Ob Kremlchef Wladimir Putin (73) weiß, was er US-Präsident Trump (79) versprochen haben soll?  © Alexey Danichev/Kremlin/dpa

29. Januar, 16.48 Uhr: EU kündigt 145 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Ukraine an

Die EU will 145 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in der Ukraine zur Verfügung stellen. Sie sollen unter anderem Schutz, Unterkünfte, Nahrungsmittel sowie Zugang zu Wasser und Gesundheitsdiensten ermöglichen, wie die EU-Kommission mitteilte. Weitere 8 Millionen Euro sind demnach für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in Moldau bestimmt.

Zudem liefert die EU angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine 500 weitere Notstromgeneratoren. Vergangenen Freitag hatte sie bereits 447 dieser Notstromsysteme auf den Weg gebracht.

29. Januar, 14.59 Uhr: Russischer Außenminister will nichts von Sicherheitsgarantien wissen

Russland wird nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow (75) internationale Sicherheitsgarantien nur für eine moskaufreundliche Ukraine akzeptieren. Die russische Regierung wisse nicht, was die USA und die Ukraine zu Sicherheitsgarantien vereinbart hätten, sagte Lawrow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau.

"Wenn das Ziel ist, auf einem Teilgebiet der früheren Ukraine das Regime zu erhalten und fortgesetzt dieses Regime als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann (...) werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern", sagte der Minister. Moskau sei dagegen offen für Vereinbarungen über kollektive Sicherheit in der Region, die auch die Sicherheit Russlands umfasse.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow (75) weiß mal wieder angeblich von nichts.  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

29. Januar, 14.55 Uhr: Merz sieht keine Notwendigkeit für eigene Gespräche mit Putin

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will weiterhin nicht selbst mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) eine Lösung des Ukraine-Kriegs suchen.

Er sehe aktuell "keine Notwendigkeit, zusätzliche Gesprächskanäle zu eröffnen", sagte der CDU-Chef in Berlin. Die Europäer seien über die Gespräche der Ukraine, der USA und Russlands im Detail informiert.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will nicht mit Putin sprechen.  © Fabian Sommer/dpa

29. Januar, 14.15 Uhr: Deutschland übergibt in Kiew zwei mobile Heizkraftwerke

Deutschland stockt seine Winterhilfe für die Ukraine angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Strom- und Wärmeinfrastruktur des Landes um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro auf.

Das Geld komme zu den im Dezember bereitgestellten Mitteln von 70 Millionen Euro für die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung hinzu, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit. Die in der Hauptstadt Kiew übergebenen beiden Blockheizkraftwerke seien die erste Lieferung aus diesem Paket. Weitere Blockheizkraftwerke, Generatoren, modulare Kesselanlagen, Pelletheizanlagen und Batteriesysteme sollten folgen.

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) erklärte, Russland erschwere mit seinen Angriffen das Leben in der Ukraine und setze darauf, dass viele Menschen die Flucht ergreifen. "Wir setzen auf die Widerstandskraft des ukrainischen Volkes und stehen an seiner Seite."

Der deutsche Botschafter Heiko Thoms übergibt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zwei mobile Blockheizkraftwerke für die Versorgung der Hauptstadt Kiew.  © -/Deutsche Botschaft Ukraine/dpa

29. Januar, 13.12 Uhr: Moskau warnt vor Auslaufen des letzten Abrüstungspakts mit USA

Russland hat vor dem Auslaufen des letzten großen atomaren Abrüstungsvertrags New Start mit den USA kommende Woche vor den Folgen für die strategische Stabilität in der Welt gewarnt.

"Da entsteht ein schwerwiegendes Defizit, das kaum den Interessen der Völker unserer beiden Länder und eigentlich der gesamten Welt entspricht, denn es geht hier um die globale strategische Stabilität", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Agentur Interfax zufolge. Der 2010 zwischen Moskau und Washington geschlossene Vertrag New Start läuft am 5. Februar aus.

29. Januar, 11 Uhr: Ukraine und Russland tauschen erneut Soldatenleichen aus

Die Ukraine und Russland haben erneut die sterblichen Überreste der bei den Kämpfen getöteten Soldaten getauscht.

Kiew habe die Leichname von 1.000 Soldaten erhalten, teilte der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bei Telegram mit. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für die Vermittlung.

Dem russischen Unterhändler Wladimir Medinski zufolge sind im Gegenzug die Leichen von 38 russischen Soldaten zurückgegeben worden. Der Austausch sei auf der Basis von im vergangenen Jahr getroffenen Vereinbarungen im türkischen Istanbul erfolgt.

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