Ukraine-Krieg: Russische Drohnen sollen deutschen Frachter attackiert haben

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Ukraine - Nach Bild-Informationen wurde ein Frachter am Mittwoch rund 21 Seemeilen von der ukrainischen Stadt Odessa entfernt von mehreren russischen Drohnen getroffen.

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, weitere 15 wurden verletzt.
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, weitere 15 wurden verletzt.  © Jane Barlow / POOL / AFP

Kurz darauf sei ein Feuer an Bord ausgebrochen, was den Ausfall mehrerer technischer Systeme zur Folge gehabt habe. Die Crew sei evakuiert worden.

Bei Angriffen auf die Ukraine sind nach Angaben der Behörden derweil mindestens drei Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden.

Zwei Frauen und ein Mann seien in der Stadt Balaklia in der nordöstlichen Region Charkiw in der Nacht zu Donnerstag getötet worden.

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Ukraine Ukraine-Krieg: EU verlängert Russland-Sanktionen erstmals um zwölf Monate

In Sumy ebenfalls im Nordosten der Ukraine wurden nach Angaben der Behörden 13 Menschen bei einem Angriff der russischen Armee verletzt. In der Region Dnipropetrowsk im Südosten wurden bei einem Angriff zwei Menschen verletzt.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

6. August, 13.23 Uhr: Ukraine greift Ölanlagen im russischen Landesinneren an - mehrere Tote bei russischen Angriffen

Die ukrainische Armee hat erneut russische Ölanlagen hunderte Kilometer von der Front entfernt angegriffen. Raffinerien in den Regionen Baschkortostan und Jaroslawl seien getroffen worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag. Die russische Armee fing nach offiziellen Angaben mehr als 600 Drohnen ab. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine wurden mindestens fünf Menschen getötet.

Die von der ukrainischen Armee getroffenen Raffinerien in den russischen Regionen Baschkortostan und Jaroslawl liegen rund 1300 und 700 Kilometer von der Front entfernt. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Russland zuletzt verstärkt und dabei Raffinerien, Öldepots und Frachtschiffe auch tief im Landesinneren ins Visier genommen, darunter in Jaroslawl.

Die jüngsten ukrainischen Angriffe stärkten die Verhandlungsposition Kiews, erklärte Selenskyj in Onlinediensten. Er fügte ein Video aus russischen Onlinediensten an, das schwarzen Rauch über einer Ölanlage zeigte. "Russland muss sich für den Frieden entscheiden", forderte der ukrainische Präsident.

6. August, 12.56 Uhr: Raketenangriff zerstört Lager von Ulmer Firma in Kiew

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist auch ein Lager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly getroffen worden. Es sei bei dem Angriff und einem anschließenden Brand niemand verletzt worden, sagte Unternehmenssprecher Sina Ataei.

Ein niedriger Millionenbetrag an Schaden sei entstanden. Das Team arbeite mit Hochdruck daran, die Lieferketten wiederherzustellen, schrieb die ukrainische Vertretung bereits am Mittwoch. 

Rauch steigt nach einem russischen Raketenangriff auf ein Lager der Ulmer Firma Liqui Moly auf. Das Unternehmen arbeitet daran, die Lieferketten schnell wiederherzustellen.
Rauch steigt nach einem russischen Raketenangriff auf ein Lager der Ulmer Firma Liqui Moly auf. Das Unternehmen arbeitet daran, die Lieferketten schnell wiederherzustellen.  © Handout / Berlin/Liqui Moly/dpa

6. August, 12.45 Uhr: Russische Drohnen sollen deutschen Frachter attackiert haben

Nach Bild-Informationen wurde ein Frachter am Mittwoch rund 21 Seemeilen von der ukrainischen Stadt Odessa entfernt von mehreren Drohnen getroffen.

Kurz darauf sei ein Feuer an Bord ausgebrochen, was den Ausfall mehrerer technischer Systeme zur Folge gehabt habe. Die Crew sei evakuiert worden.

Der Massengutfrachter soll zwar unter der Flagge Liberias fahren, gehöre aber der deutschen Reederei Johann M. K. Blumenthal GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg-Altona.

Ein deutsches Frachtschiff soll von russischen Drohnen getroffen worden sein. (Symbolbild)
Ein deutsches Frachtschiff soll von russischen Drohnen getroffen worden sein. (Symbolbild)  © Meysam Mirzadeh/Tasnim News Agency/AP/dpa

6. August, 8.27 Uhr: Russland schießt über Nacht 605 ukrainische Drohnen ab

Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 605 ukrainische Drohnen über russischem Staatsgebiet und der annektierten Krim abgeschossen.

"In der Nacht haben Luftabwehrsysteme 605 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört", teilte das Ministerium in einer Erklärung mit.

Das Ministerium meldete unter anderem Angriffe in der Region Twer, rund 180 Kilometer nordwestlich von Moskau. Dort berichteten die örtlichen Behörden, dass ein Logistikzentrum des Online-Handelsriesen Wildberries beschädigt worden sei.

Der Gouverneur der Region, Witali Koroljow, erklärte, die Luftabwehr habe den ukrainischen Angriff abgewehrt.

"Durch herabfallende Trümmer einer der Drohnen wurde die Fassade des Logistikzentrums von Wildberries leicht beschädigt", schrieb er auf Telegram. Verletzt worden sei niemand.

5. August, 20.25 Uhr: Putin ernennt neue Kommandeure für seinen Angriffskrieg

Russland will in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine schlagkräftiger werden durch eine Bündelung der Logistiktruppen und anderer Einheiten im Unterstützungsbereich.

Kremlchef Wladimir Putin gab die neue Struktur bei einem Treffen mit der Militärführung bekannt und ernannte Waleri Solodschuk zum Chef dieser rückwärtigen Dienste. Künftig sollten alle diese Dienste im Hinterland "in einer Hand" liegen, sagte Putin nach Kremlangaben. Unter den aktuellen Bedingungen sei das eine "Kampfaufgabe".

Der Präsident erklärte auch, dass Russland seine Streitkräfte ausgehend von den Kriegserfahrungen und Erfordernissen an der Front neu strukturiere.

Es handele sich um eine "Vervollkommnung der Strukturen des Verteidigungsministeriums". Zuletzt hatte er auch die Sollstärke der russischen Streitkräfte um 25.000 auf 2,426 Millionen erhöht, darunter 1,535 Millionen Soldaten.

5. August, 18.31 Uhr: Ukraine evakuiert mehr als 500 Minderjährige

Wegen wachsender Gefahr durch russische Angriffe werden 525 Kinder und Jugendliche in und um die Stadt Kramatorsk in der Ostukraine nahe der Frontlinie zwangsweise evakuiert.

"Die Sicherheitslage verschlechtert sich, daher ist es inakzeptabel, Kinder der ständigen Gefahr russischer Angriffe auszusetzen", teilte der Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, mit. Es sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung.

Es geht demnach um 59 Minderjährige aus der Ortschaft Krasnotorka, 140 aus der Ortschaft Bilenke und 326 aus Kramatorsk. Die Kinder stammen demnach aus 424 Familien.

Die Front im Ukraine-Krieg bewegt sich kaum, doch die Angriffe in Frontnähe nehmen zu.
Die Front im Ukraine-Krieg bewegt sich kaum, doch die Angriffe in Frontnähe nehmen zu.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

5. August, 16.28 Uhr: Toter bei Anschlag auf Chef russischer Drohnenfirma

In Russland ist auf den Generaldirektor des Drohnenunternehmens Uraldronzavod, Wladimir Tkatschuk, bei einer Autoexplosion laut Behörden ein Mordanschlag verübt worden.

Tkatschuk sei schwer verletzt, aber in stabilem Zustand; sein Fahrer sei getötet worden, teilte der Telegram-Kanal des Unternehmers mit. Russische Staatsmedien meldeten nach Behördenangaben, dass die Ermittlungen zu dem am Dienstag begangenen Attentat liefen.

Das Auto sei in dem Ort Bolschoi Istok in der Nähe von Jekaterinburg in die Luft gegangen, berichteten Medien. Kremlnahe Telegram-Kanäle meldeten, dass der Sprengsatz unter dem Auto angebracht gewesen sein soll. Eine offizielle Mitteilung der Behörden gab es dazu nicht.

Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine bei den Angriffen stark auch auf Drohnen.
Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine bei den Angriffen stark auch auf Drohnen.  © Uncredited/AP/dpa

5. August, 15.37 Uhr: Behörden ermitteln gegen Ex-Vizeregierungschefin

Die ukrainische Justiz ermittelt gegen die gerade von ihrem Posten zurückgetretene Ex-Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna (40).

Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichteten örtliche Medien übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen wurde vorerst nichts bekannt.

Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA. Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) begonnen.

Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin. Sie hat Korruptionsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Gegen die frühere ukrainische Vizeregierungschefin und Justizministerin Olha Stefanischyna (40) laufen Ermittlungen.
Gegen die frühere ukrainische Vizeregierungschefin und Justizministerin Olha Stefanischyna (40) laufen Ermittlungen.  © Helmut Fohringer/APA/dpa

5. August, 15.10 Uhr: Großer Drohnenangriff der Ukraine - Öl und Logistik als Ziel

Die Ukraine hat Russland in der Nacht zum Mittwoch mit großen Drohnenschwärmen angegriffen und mehrere Logistikzentren und eine Raffinerie getroffen.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien 475 feindliche Drohnen abgefangen worden. Von Luftalarm betroffen waren demnach der Westen und das Zentrum des europäischen Russlands.

Die Militärangaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Die genannte Zahl lässt aber auf einen massiven ukrainischen Angriff schließen.

In Ufa in der Teilrepublik Baschkortostan, etwa 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt, wurde nach Angaben russischer Telegramkanäle eine Raffinerie getroffen. Fotos zeigten eine hohe Rauchsäule über der Anlage von Baschneft-Novoil. Offiziell teilte Republikchef Radij Chabirow mit, dass Drohnentrümmer auf ein Industriegelände gefallen seien und einen Brand ausgelöst hätten.

5. August, 9.58 Uhr: Selenskyj - Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine "Leben retten können"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den nächtlichen russischen Angriffen mit mindestens 17 Toten erneut über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung des Landes geklagt.

Solche Abwehrraketen hätten "die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden", erklärte Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben keine einzige der russischen Raketen aus der Nacht abschießen.

Russland hatte die Ukraine nach Angaben der Luftwaffe mit 115 Drohnen und 28 Raketen angegriffen, 98 Drohnen wurden demnach abgefangen. Selenskyjs Angaben zufolge stieg die Zahl der getöteten Menschen am Mittwochmorgen auf 17. Dutzende weitere Menschen wurden demnach im Raum Kiew verletzt.

Titelfoto: Meysam Mirzadeh/Tasnim News Agency/AP/dpa

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