Ukraine-Krieg: Russische Luftangriffe setzen Wohnblock in Flammen

Ukraine - Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. Man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor, heißt es in einer Erklärung.

Die G7-Staaten haben deutlich gemacht, dass sie geschlossen hinter der Ukraine stehen. Präsident Selenskyj (48) freut das.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten.

Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist.

Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen.

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17. Juni, 6.23 Uhr: Russische Luftangriffe auf Saporischschja setzen Wohnblock in Flammen

Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine hat es in der Nacht nach Behördenangaben mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte gegeben.

Wegen russischer Drohnen im Luftraum galt am Morgen eine Warnung vor weiteren Einschlägen für die Bevölkerung, wie die Nachrichtenseite "The Kyiv Independent" berichtete. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow sei vor allem zivile Infrastruktur beschädigt worden und ein mehrstöckiger Wohnblock in Flammen aufgegangen.

Nach Polizeiangaben sei ein Mann - das einzige Todesopfer - getötet worden, als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe, hieß es in dem Bericht. Ziel der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein.

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Flammen schlugen aus dem getroffenen Wohnblock in Saporischschja im Südosten der Ukraine.  © Uncredited/Zaporizhzhia Regional Administration/AP/dpa

17. Juni, 6.18 Uhr: G7-Staaten kündigen neue Sanktionen gegen Russland an

Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren.

In einer Erklärung heißt es, Sanktionen - auch im Öl- und Gassektor - verschärfen zu wollen. Zudem sollen weitreichende Waffen geliefert und die Luftverteidigung der Ukraine gestärkt werden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) bezeichnete den Gipfel als "Moment des strategischen Erwachens". Gemeinsam hätten sich die USA, Kanada, Japan und die Europäer dazu entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hatte am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian allen Grund zur Freude. Der Ukraine soll im Krieg gegen Russland weiter unter die Arme gegriffen werden.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

16. Juni, 22.17 Uhr: Ukrainischer Kampfjet abgestürzt - Piloten tot

Beim Absturz eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-24 sind nach offiziellen Angaben beide Piloten ums Leben gekommen.

Der Absturz habe sich am Abend in der Region Chmelnyzkyj im Westen des Landes ereignet, teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. "Die Ursachen und Umstände der Katastrophe werden geprüft", heißt es in der Mitteilung des Militärs.

16. Juni, 20.50 Uhr: Trump kündigt weiteres Treffen mit Selenskyj bei G7-Gipfel an

US-Präsident Donald Trump will sich auf dem G7-Gipfel ein weiteres Mal mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen.

Ob es sich um ein Zweiergespräch handelt oder weitere Teilnehmer dabei sein werden, ließ Trump bei seiner Ankündigung offen. "Russland sollte eine Einigung erzielen", sagte Trump zum Ukraine-Krieg. Ein weiteres Treffen mit Trump am Mittwoch sei möglich, bestätigte Selenskyj später gegenüber Journalisten. Auf seinem Telegramkanal veröffentlichte er Bilder eines Gesprächs mit Trump und US-Außenminister Marco Rubio.

Donald Trump, Präsident der USA beim G7-Treffen.  © Thibault Camus/AP/dpa

16. Juni, 20.48 Uhr: Kreml - Keine Einladung zu Treffen mit Selenskyj erhalten

Der Kreml weiß nach eigenen Angaben nichts über den Vorschlag eines Treffens zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj.

Beim Telefonat zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump am Sonntag zu dessen 80. Geburtstag sei die Möglichkeit eines Treffens am Rande des G7-Gipfels nicht besprochen worden, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow.

16. Juni, 18.54 Uhr: Putin lädt Asean-Staatschefs zum Gipfel ein

Kremlchef Wladimir Putin empfängt in der Millionenstadt Kasan an der Wolga am Mittwoch Staats- und Regierungschefs aus Südostasien zum zweitägigen Russland-ASEAN-Gipfel.

Für Russland geht es vor allem darum, die politischen und wirtschaftlichen Kontakte zu anderen Weltregionen zu stärken - nachdem die Beziehungen zum Westen wegen des von Putin begonnenen Kriegs in der Ukraine zerbrochen sind. Das Treffen findet parallel zum G7-Gipfel der großen Industrienationen statt, der derzeit im französischen Évian tagt.

16. Juni, 17.50 Uhr: Russisches Kriegsschiff eröffnet Feuer auf Yacht im Ärmelkanal

Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal offenbar Warnschüsse in Richtung einer Yacht abgegeben.

Die Besatzung der in Großbritannien registrierten Yacht habe die Warnschüsse gemeldet, verlautete am Dienstag aus britischen Verteidigungskreisen. Der Vorfall soll sich rund 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight ereignet haben. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums erklärte: "Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal."

Im Ärmelkanal hat offenbar ein russisches Kriegsschiff das Feuer eröffnet. (Archivfoto)  © Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

16. Juni, 17.08 Uhr: G7 will Druck auf Russland erhöhen

Die USA und führende europäische Staaten wollen den Druck auf Russland weiter erhöhen und eine Lösung für den Ukraine-Krieg erzwingen.

Beim G7-Gipfel im französischen Évian stimmten nach Angaben aus der deutschen Delegation die Staats- und Regierungschefs - inklusive US-Präsident Donald Trump - überein, dass sich die Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld deutlich verbessert habe.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, beim G7-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

16. Juni, 8.41 Uhr: Moskau meldet Attacken von 60 Drohnen

Russlands Flugabwehr hat in der Hauptstadt Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen.

Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Ölraffinerie in Moskau getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen. Auf den vier Flughäfen der Hauptstadt gab es wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 172 Drohnen über verschiedenen Regionen. Angaben zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium nicht.

Die ukrainischen Drohnenangriffe zielten erneut auf die für Russlands Kriegswirtschaft wichtigen Anlagen der Ölindustrie. Im Süden Russlands in der Region Krasnodar sei ein Öllager der Siedlung Poltawskaja getroffen worden und in Brand geraten, teilten die Behörden mit.

Im Süden Russlands wurde erneut eine Ölraffinerie bei ukrainischen Drohnenangriffen getroffen.  © ---/AP/dpa

16. Juni, 6.13 Uhr: Selenskyj spricht von neuer diplomatischer Initiative

Bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chisinau auf dem Weg zum G7-Gipfel skizzierte Selenskyj, wie die stockenden Ukraine-Verhandlungen wieder in Gang gebracht werden könnten.

Seinen Angaben nach sei zunächst geplant gewesen, Putin an den Genfersee einzuladen - Moskau habe dies aber abgelehnt. Daher habe er - Selenskyj - mit US-Präsident Donald Trump darüber gesprochen, ein solches Treffen in den USA zu organisieren.

Wenn Trump Putin einen solchen Vorschlag machte, dürfte es diesem auch deutlich schwerer fallen, ihn zurückzuweisen, meinte Selenskyj. "Wir werden sehen, was dabei herauskommt", sagte er in einem Video.

Selenskyj nahm dabei offenbar Bezug auf ein Telefonat am Sonntag, als er Trump - ähnlich wie Putin - zu dessen 80. Geburtstag gratuliert hatte. Dabei kam auch der Ukraine-Krieg zur Sprache.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) hofft auf neue diplomatische Bemühungen mithilfe von US-Präsident Donald Trump (80).  © Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

15. Juni, 22.01 Uhr: EU-Beitrittsverhandlungen haben laut Selenskyj Signalwirkung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU gelobt.

"Die Eröffnung des ersten Clusters in den EU-Beitrittsverhandlungen Moldaus und der Ukraine senden das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann", sagte Selenskyj in einem auf seinen sozialen Netzwerken verbreiteten Video.

Beide Länder hätten hart daraufhin gearbeitet, kooperierten miteinander und würden den Beitritt am Ende auch gemeinsam schaffen, sagte der Ukrainer bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chisinau kurz vor seinem Abflug zum G7-Gipfel.

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