Ukraine-Krieg: Russland droht nach Großangriff "massive" Vergeltung an

Ukraine - Die Ukraine hat bei einem der massivsten Drohnengriffe auf Moskau seit Kriegsbeginn eine Ölraffinerie im Südosten der russischen Hauptstadt schwer beschädigt.

Moskau hat einen der härtesten Angriffe seit Kriegsbeginn erlebt. (Archivbild)  © Andre Ballin/dpa

In sozialen Netzwerken kursieren Bilder und Videos, die mehrere Feuer in der Anlage zeigen.

Einigen Drohnen sei es gelungen, die Raffinerie zu erreichen, räumte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin ein. Seinen Angaben nach ist die Attacke eine der schwersten ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau seit Kriegsbeginn.

Nach letztem Stand hat die Flugabwehr mehr als 190 Drohnen abgeschossen.

Ukraine Ukraine-Krieg: Angriff mit Oreschnik-Rakete - Zahl der Verletzten steigt immer weiter

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18. Juni, 16.30 Uhr: Russland droht Ukraine mit "massiven" Angriffen

Nach dem ukrainischen Großangriff auf Ziele in Moskau hat Russland mit Vergeltung gedroht.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag zu Journalisten in Moskau, Kreml-Chef Wladimir Putin habe bereits angekündigt, dass Russland weitere "massive Angriffe" gegen die Ukraine ausführen werde. Die russische Armee "setzt dies um und wird das auch weiterhin tun."

Die Ukraine hatte zuvor den größten Angriff auf die russische Hauptstadt seit Jahren ausgeführt und dabei auch eine wichtige Ölraffinerie getroffen.

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Russland hatte in der Nacht zu Donnerstag einen der härtesten Angriffe der Ukraine erlebt, jetzt droht Moskau mit Vergeltung.  © Moscow Region Governor/AP/dpa

18. Juni, 15.50 Uhr: London liefert 150.000 Drohnen an Ukraine

Großbritannien will der Ukraine bis Ende des Jahres 150.000 Drohnen liefern. Hinzu kommen 350 Luftabwehrraketen und Radarsysteme.

Das kündigte der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis bei einem Treffen der Nato-Außenminister und Ukraine-Kontaktgruppe in Brüssel an. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm an der Runde teil.

Finanziert wird das gut 750 Millionen Pfund (rund 865 Millionen Euro) schwere Paket durch einen Kredit, der mit den Erlösen aus eingefrorenem russischen Vermögen gegenfinanziert wird.

"Dieses Paket von Drohnen, Luftabwehrraketen und Radar-Systemen wird dabei helfen, unschuldige Menschen in der Ukraine vor Putins Sperrfeuer aus Drohnen und Raketen zu schützen", sagte Jarvis einer Mitteilung zufolge.

Der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis versprach der Ukraine eine Lieferung an Drohnen, Luftabwehrraketen und Radar-Systemen.  © Kin Cheung/AP/dpa

18. Juni, 13.58 Uhr: Ukraine und Russland tauschen erneut Leichen aus

Trotz der andauernden Kämpfe haben die Ukraine und Russland erneut Soldatenleichen ausgetauscht.

Kiew habe 522 Gefallene zurückerhalten, teilte der ukrainische Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange mit. Der russischen Seite wurden nach Meldungen staatlicher Agenturen 33 Leichname überstellt.

Seit Anfang 2025 hat Russland damit die Überreste von mehr als 20.000 toten Ukrainern an Kiew übergeben. Moskau erhielt im Gegenzug mehr als 600 Leichen. Aufgrund des langsamen, aber stetigen russischen Vormarsches kann die ukrainische Armee ihre eigenen Leichen nicht immer bergen.

18. Juni, 10.47 Uhr: Selenskyj zeigt Aufnahmen von brennender Russen-Raffinerie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Videoaufnahmen von dem ukrainischen Angriff auf eine Öl-Raffinerie bei Moskau geteilt.

"Gestern Nacht haben unsere Langstreckenwaffen erneut die Region Moskau erreicht - zum zweiten Mal diese Woche", schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X. Er bezeichnete den Angriff als "eine vollständig gerechtfertigte Reaktion auf russische Angriffe".

Die Öl-Raffinerie wurde schwer getroffen.  © Screenshot/X/@ZelenskyyUa

18. Juni, 7.43 Uhr: Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie in Moskau

Bei einem schweren ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau ist eine Raffinerie in Brand geraten.

Die Flugabwehr der russischen Hauptstadt habe rund 180 Drohnen abgefangen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. "Mehreren Drohnen ist es gelungen, die Moskauer Ölverarbeitungsanlage zu erreichen", räumte er zugleich auf seinem Telegramkanal ein. Laut dem unabhängigen Internetportal "Astra" gibt es mindestens fünf Brandherde in der Raffinerie. Auf in sozialen Medien geteilte Videos sind eine starke Explosion und mehrere Feuer zu sehen.

Den offiziellen Angaben zufolge wurden auch ein Wohnhaus und ein großer Gartenfachmarkt in Moskau getroffen. Im Umland sei ebenfalls ein Hochhaus beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region Andrej Worobjow mit. Über Verletzte in Moskau und Umgebung ist bislang nichts bekannt.

18. Juni, 6.11 Uhr: Selenskyj spricht erneut mit Trump und Macron

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj (48) hat erneut mit US-Präsident Donald Trump (80) und Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron (48) über den russischen Angriffskrieg gegen sein Land gesprochen.

"Ein wichtiges Koordinierungsgespräch, das viel bewirken kann", teilte Selenskyj auf der Plattform X mit, ohne weitere Details zu nennen. "Ich danke Präsident Trump für sein Interesse an der Ukraine und seine Bereitschaft, zur Herbeiführung des Friedens beizutragen", sagte Selenskyj. Er hatte sowohl Trump als auch Macron beim G7-Gipfel im französischen Évian auch persönlich getroffen. Beim Gipfel der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) ging es auch um den Krieg in der Ukraine.

Auf dem G7-Gipfel stand auch der Krieg in der Ukraine auf der Tagesordnung.  © Thibault Camus/Pool AP/AP/dpa

18. Juni, 6.06 Uhr: Russland feuert mehrere ballistische Raketen auf Kiew

Das russische Militär hat mehrere Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert.

"Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an", teilte der Militärgouverneur der Hauptstadt Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit.

17. Juni, 17.32 Uhr: Ukrainische Drohnen verwandeln Krim laut Minister in Insel

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) hat eine Isolation der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim mittels Drohnenangriffen angekündigt.

"Es sieht so aus, als ob sich die Krim in Kürze in eine Insel verwandelt", sagte der Minister in einem Interview. Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein "Fenster der Möglichkeiten". "Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden", kündigte Fedorow an. Das betreffe nicht nur die Krim, sondern auch die Ostukraine.

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) droht dem Kreml heftig.  © Kay Nietfeld/dpa

17. Juni, 17.21 Uhr: EU hat diplomatische "Kontakte" mit Kreml aufgenommen

Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa (64) hat in den vergangenen Wochen diplomatischen Kontakt mit dem Kreml aufgenommen.

Es seien "kurze Kontakte" auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um "Kommunikationskanäle zu öffnen" teilte ein EU-Beamter am Mittwoch mit. Dabei sei nichts Inhaltliches besprochen worden, fügte er hinzu.

Ob Wladimir Putin (73) auf diesen Schritt der EU gehofft hat?  © -/Kremlin/dpa

17. Juni, 14.44 Uhr: Ukrainische Drohne schlägt in Reisebus mit Kindern ein

Beim Einschlag einer Drohne in den Bus einer Schülermannschaft in der westrussischen Region Brjansk ist nach offiziellen Angaben eine Frau getötet worden.

Sieben Personen, darunter fünf Kinder, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das russische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt sollen in dem Reisebus 44 Personen gesessen haben, darunter 28 Kinder einer Fußballmannschaft aus dem belarussischen Gomel. Der Bus war demnach zum Badeort Gelendschik an der russischen Schwarzmeerküste unterwegs.

Die Ukrainer richten mit ihren Drohnen immer mehr Schaden an.  © Andrii Marienko/AP/dpa

17. Juni, 6.23 Uhr: Russische Luftangriffe auf Saporischschja setzen Wohnblock in Flammen

Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine hat es in der Nacht nach Behördenangaben mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte gegeben.

Wegen russischer Drohnen im Luftraum galt am Morgen eine Warnung vor weiteren Einschlägen für die Bevölkerung, wie die Nachrichtenseite "The Kyiv Independent" berichtete. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow sei vor allem zivile Infrastruktur beschädigt worden und ein mehrstöckiger Wohnblock in Flammen aufgegangen.

Nach Polizeiangaben sei ein Mann - das einzige Todesopfer - getötet worden, als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe, hieß es in dem Bericht. Ziel der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein.

Flammen schlugen aus dem getroffenen Wohnblock in Saporischschja im Südosten der Ukraine.  © Uncredited/Zaporizhzhia Regional Administration/AP/dpa

17. Juni, 6.18 Uhr: G7-Staaten kündigen neue Sanktionen gegen Russland an

Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren.

In einer Erklärung heißt es, Sanktionen - auch im Öl- und Gassektor - verschärfen zu wollen. Zudem sollen weitreichende Waffen geliefert und die Luftverteidigung der Ukraine gestärkt werden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) bezeichnete den Gipfel als "Moment des strategischen Erwachens". Gemeinsam hätten sich die USA, Kanada, Japan und die Europäer dazu entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hatte am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian allen Grund zur Freude. Der Ukraine soll im Krieg gegen Russland weiter unter die Arme gegriffen werden.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

16. Juni, 22.17 Uhr: Ukrainischer Kampfjet abgestürzt - Piloten tot

Beim Absturz eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-24 sind nach offiziellen Angaben beide Piloten ums Leben gekommen.

Der Absturz habe sich am Abend in der Region Chmelnyzkyj im Westen des Landes ereignet, teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. "Die Ursachen und Umstände der Katastrophe werden geprüft", heißt es in der Mitteilung des Militärs.

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