Ukraine-Krieg: Russland meldet einen Toten bei Angriff im Südwesten

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Ukraine - US-Präsident Donald Trump (80) soll laut ukrainischem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) der Ukraine die vielfach geforderten Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen zugesichert haben.

Bekommt die Ukraine die Lizenzen für Patriot-Raketen? Erst gibt sich der ukrainische Präsident Selenskyj (48) bedeckt – am Abend überrascht er dann in einem Interview.
Bekommt die Ukraine die Lizenzen für Patriot-Raketen? Erst gibt sich der ukrainische Präsident Selenskyj (48) bedeckt – am Abend überrascht er dann in einem Interview.  © Allison Robbert/AP/dpa

"Er hat zugesagt, uns die Lizenzen zu erteilen", sagte Selenskyj im Interview des Fox-News-Moderators Sean Hannity. Er hofft dadurch, die Produktion der dringend benötigten Abwehrraketen selbst schneller steigern zu können. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine dpa-Anfrage. 

Die Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen. Schon im Frühjahr hatte Selenskyj beklagt, dass sein Land kaum noch Munition dafür habe. Der US-Krieg gegen den Iran verknappte die weltweiten Bestände der Abwehrraketen weiter.

Das Gespräch zwischen Trump und Selenskyj fand hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

29. Juli, 6.46 Uhr: Russland meldet einen Toten bei einem Angriff im Südwesten

Bei einem Angriff auf eine Hafenstadt im Südwesten Russlands wurde ein Mensch getötet und mindestens ein weiterer verletzt, sagte der Gouverneur der Region am Mittwoch.

Bei einem Raketenangriff auf Taganrog fielen Trümmerteile auf Wohngebäude, wobei eine Frau getötet und ein Mann verletzt wurde, sagte der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljusar. "Die Bewohner des Gebäudes werden evakuiert. Ein provisorisches Unterbringungszentrum wurde eingerichtet", schrieb Slyusar auf Telegram.

"Die Ukraine hat in den letzten Monaten ihre Vergeltungsschläge gegen Russland verstärkt, unter anderem um Moskau nach fast viereinhalb Jahren Krieg an den Verhandlungstisch zu zwingen."

Infolge eines Angriffs soll in Russland eine Person gestorben und mindestens ein Mensch verletzt worden sein. (Archivbild)
Infolge eines Angriffs soll in Russland eine Person gestorben und mindestens ein Mensch verletzt worden sein. (Archivbild)  © STRINGER / AFP

28. Juli, 19.18 Uhr: Treffen zwischen Selenskyj und Trump beendet

Trump hatte Selenskyj in den vergangenen Wochen am Rande verschiedener Gipfel mehrfach persönlich gesprochen. Das Treffen nun im Weißen Haus fand hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde.

Bei dem Treffen im Weißen Haus sei es um eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr gegen russische Raketenangriffe gegangen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. "Der Präsident und ich haben über Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen gesprochen und andere Dinge, die helfen können", schrieb er. 

Außerdem sei es um eine Wiederbelebung der diplomatischen Bemühungen um ein Kriegsende gegangen. "Ich bin den Vereinigten Staaten dankbar für ihre feste Unterstützung", erklärte Selenskyj. Die USA sehen sich in dem Krieg als Vermittler - ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Kriegs gegen den Iran in den Hintergrund geraten.

28. Juli, 16.45 Uhr: Treffen von Selenskyj und Trump im Weißen Haus hat begonnen

Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus hat begonnen.

Es sei um 9.47 Uhr Ortszeit losgegangen, teilte das Weiße Haus mit. Bei dem Gespräch soll es laut Selenskyj vor allem um weitere US-amerikanische Unterstützung für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gehen. Auch eine Stärkung der Flugabwehr habe Priorität, sagte er im Vorfeld. Die USA sehen sich in dem Krieg als Vermittler - ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Kriegs gegen den Iran in den Hintergrund geraten.

Trump und Selenskyj haben sich in den vergangenen Wochen häufiger gesehen: Anfang des Monats beim Nato-Gipfel in Ankara und Mitte Juni beim G7-Gipfel im französischen Évian. Bei beiden Gipfeln trugen die USA auch gemeinsame Positionen zum Ukraine-Krieg mit. Trump hob in Ankara zudem hervor, dass er ein gutes Verhältnis zu seinem ukrainischen Amtskollegen habe. 

Nach Selenskyj empfängt Trump heute auch noch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Washington. Es wird erwartet, dass alle drei im Anschluss an einer Gedenkveranstaltung für den kürzlich gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Dieser galt sowohl als wichtiger Unterstützer der Ukraine als auch Israels im US-Kongress.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) und der US-Präsident Donald Trump (80).
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) und der US-Präsident Donald Trump (80).  © Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

28. Juli, 13.14 Uhr: Polen - Erheben keine Gebietsansprüche gegen die Ukraine

Polen hat die Behauptung von Kremlchef Wladimir Putin (73) dementiert, wonach es Teile der Westukraine für sich beansprucht.

"Polen hat keine territorialen Ansprüche gegenüber der Ukraine erhoben, erhebt derzeit keine und beabsichtigt auch in Zukunft nicht, solche geltend zu machen", erklärte das Außenministerium in Warschau. 

Vielmehr erkenne Polen die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine in ihren gesetzlich festgelegten, international anerkannten Grenzen uneingeschränkt an, heißt es in der Mitteilung weiter.

"Die Andeutungen Moskaus über angebliche Pläne zur Annexion westlicher Gebiete der Ukraine, unter anderem durch Polen, stellen einen primitiven Versuch der Desinformation dar."

Bei einem Treffen mit Marinesoldaten zum russischen Tag der Flotte hatte Putin einmal mehr seine Sichtweise auf die Ukraine und ihre Geschichte geäußert. Das Land sei politisch durch den Strom Dnipro geteilt.

"Die linksufrige (östliche) Ukraine galt immer nicht nur als nach Russland orientiert, sondern als Teil Russlands", sagte er nach Kremlangaben in St. Petersburg.

28. Juli, 12.04 Uhr: Verletzte nach Drohnenangriffen auf russische Busse

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Busse sind nach russischen Angaben insgesamt 24 Menschen verletzt worden.

In der Grenzstadt Schebekino sei eine Drohne in einen Linienbus eingeschlagen, teilte der amtierende Gouverneur der westrussischen Region Belgorod, Alexander Schuwajew, mit. 19 Menschen seien verletzt worden, sechs davon schwer.

Eine zweite Attacke wird aus den von russischen Truppen besetzten Gebieten in der Ukraine gemeldet.

In der Stadt Horliwka unweit von Donezk habe eine ukrainische Drohne fünf Personen verletzt, als sie in einen Bus eingeschlagen sei, teilte Horliwkas Bürgermeister Iwan Prichodjko mit.

Ukrainische Drohnenangriffe fügen Russland empfindliche Schläge zu.
Ukrainische Drohnenangriffe fügen Russland empfindliche Schläge zu.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

28. Juli, 8.47 Uhr: Drohnen treffen Wohnhaus und Recyclinganlage bei Moskau

Die Ukraine hat nach russischen Angaben bei einem großen Drohnenangriff auf Moskau im Umland der Hauptstadt schwere Schäden angerichtet.

Eine Drohne sei in einem Wohnblock eingeschlagen, teilte der Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow (56), mit. "Außerdem sind durch eine abgestürzte Drohne Reifen auf einer Freifläche in Brand geraten", schrieb er auf Telegram.

Nach Behördenangaben trafen die Drohnen dabei eine Recyclinganlage, in der die Reifen zu Gummischrot verarbeitet werden. Bilder deuten auf einen Großbrand hin. Medienberichten zufolge traf es zudem erneut eine Lagerhalle.

In der Ortschaft Koledino südlich von Moskau brennt demnach das Lager der Logistikfirma 3PL. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Lager des Online-Großhändlers Wildberries, der in den vergangenen Tagen schon mehrfach zum Ziel ukrainischer Angriffe wurde

Ukrainische Drohnen nehmen Moskau ins Visier.
Ukrainische Drohnen nehmen Moskau ins Visier.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

28. Juli, 6.20 Uhr: Netanjahu und Selenskyj zu Besuch bei Trump

Der kürzlich gestorbene US-Senator Lindsey Graham (†71) war einer der wichtigsten Unterstützer Israels und der Ukraine in Washington.

Nun findet in der US-Hauptstadt eine Trauerfeier für den Republikaner statt, zu der neben Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) ukrainischen und US-amerikanischen Medienberichten zufolge auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet wird.

Für beide ist der Besuch nicht zuletzt auch eine willkommene Gelegenheit, US-Präsident Donald Trump (80) zu treffen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) ist nach dem Tod von Lindsey Graham (†71) zu Besuch bei Donald Trump (80. r.). (Archivfoto)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) ist nach dem Tod von Lindsey Graham (†71) zu Besuch bei Donald Trump (80. r.). (Archivfoto)  © Mystyslav Chernov/AP/dpa

27. Juli, 18.24 Uhr: Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf der Krim

Im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten verletzt.

Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilte Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram.

Die ukrainische Armee hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim mit einem Drohnenangriff überzogen. (Archivfoto)
Die ukrainische Armee hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim mit einem Drohnenangriff überzogen. (Archivfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

27. Juli, 14.53 Uhr: Russland beschießt Schiffe in Mykolajiw

Die russische Armee hat Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Mykolajiw mit Drohnen angegriffen.

Dabei sei ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, teilte die ukrainische Seehafenverwaltung mit. Es handele sich um Schiffe, die seit Beginn der russischen Invasion 2022 in Mykolajiw festgesteckt hätten.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach dagegen von zwei Schiffen, die für Lieferungen an die ukrainische Armee eingesetzt worden seien. Sie seien "im Moment des Entladens von Militärgütern" getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Für diese Angaben gab es keine Belege.

Russische Drohnen haben Schiffe im Hafen von Mykolajiw getroffen. (Archivfoto)
Russische Drohnen haben Schiffe im Hafen von Mykolajiw getroffen. (Archivfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

27. Juli, 9.35 Uhr: Ukraine greift mit Drohnen an - Tote in Rostow

Bei ihrer Abwehr der russischen Invasion hat die Ukraine das Hinterland des Gegners erneut mit Hunderten Kampfdrohnen angegriffen.

Dabei kamen in der südrussischen Hafenstadt Rostow-am-Don zwei Zivilisten ums Leben, als eine Drohne in ein Hochhaus einschlug, wie Gouverneur Juri Sljussar mitteilte. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, schrieb er auf Telegram. Der Angriff galt vermutlich dem nahegelegenen Hafen der Stadt, über dem nach Augenzeugenberichten eine Rauchwolke aufstieg.

Titelfoto: STRINGER / AFP

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