Ukraine-Krieg: Russland verliert bei Sturmversuchen Tausende Soldaten

Ukraine - Die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) plädiert für die Beschlagnahmung von russischem Erdöl.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

"Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren", teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, bei Facebook mit.

Im Verlauf der vergangenen Woche seien es sogar mehr als 8700 Tote und Schwerverletzte auf russischer Seite gewesen. Durchbrüche an der Front habe es hingegen nicht gegeben, schrieb er. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht.

In den vergangenen Tagen hatten Militärbeobachter eine Aktivierung der russischen Einheiten registriert. Moskaus Truppen versuchen, die besseren Witterungsverhältnisse und das Ende der Schlammperiode für eine Ausweitung ihrer Angriffe zu nutzen.

Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

Allerdings kursieren im Internet bereits zahlreiche Videos von zerschlagenen Militärkolonnen, deren Vormarsch von Drohnen gestoppt wurde.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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23. März, 19.21 Uhr: Russland verliert bei Sturmversuchen Tausende Soldaten

Die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen.

"Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren", teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, bei Facebook mit.

Im Verlauf der vergangenen Woche seien es sogar mehr als 8700 Tote und Schwerverletzte auf russischer Seite gewesen.

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Kiew warnt seit Wochen vor einer neuen Frühlingsoffensive der Russen im Ukraine-Krieg. Nach Angaben des Kiewer Generalstabs hat sie bereits begonnen - bislang jedoch mit fatalen Folgen für Moskau. (Archivbild)  © Uncredited/Russian Defense Ministry Press S/AP/dpa

22. März, 21.58 Uhr: Selenskyj überzeugt - "Putin will Krieg nicht beenden"

In den USA hat eine ukrainische Unterhändlergruppe zwei Tage lang mit US-Vertretern über Wege zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges gesprochen. Daran anknüpfend meldete sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zu Wort.

"Insgesamt bleibt die Lage recht klar: [Der russische Präsident Wladimir] Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will", sagte der 48-Jährige nach einem Telefonat mit den Unterhändlern in einer Videobotschaft.

Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. "Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden", sagte Selenskyj. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat sich zu den neuerlichen Gesprächen über ein Kriegs-Ende geäußert.  © -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa

22. März, 20.06 Uhr: Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden.

Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden.

Mindestens zwei Menschen kamen im Landkreis Nikopol bei russischen Angriffen ums Leben. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

22. März, 15.56 Uhr: Merz telefoniert mit Trump

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sich mehr als drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs und nach der Absage einer Beteiligung an Militäraktionen mit US-Präsident Donald Trump (79) ausgetauscht.

"Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen. Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt", schrieb der Kanzler auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten teilte die Bundesregierung nicht mit.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Bad Dürkheim hatte Merz ein Gespräch mit Trump an diesem Wochenende angekündigt und auch gesagt: "Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen."

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat am Sonntag ein Telefonat mit dem US-Präsidenten geführt.  © Markus Lenhardt/dpa

22. März, 13.54 Uhr: Selenskyj - Putin profitiert von einem langen Krieg im Iran

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fürchtet um die Konsequenzen des Iran-Kriegs für die Situation seines Landes.

"Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine", sagte Selenskyj in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der britischen BBC. "Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran."

22. März, 9.07 Uhr: Tödlicher Unfall bei Drohnenangriff auf Zug in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Personenzug in der Ukraine ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Der Zug im Gebiet Odessa hielt und sollte geräumt werden, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja auf Telegram mitteilte. Dabei sei eine Schaffnerin von einem entgegenkommenden Zug getötet worden, der ebenfalls einen Haltepunkt zur Evakuierung ansteuerte. Ein Passagier sei verletzt worden.

Drohnenalarm in Odessa: Eine Schaffnerin stirbt beim Versuch, Passagiere zu retten. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Railway Press Office via AP/dpa

21. März, 22.20 Uhr: Selenskyj fordert Beschlagnahmung von russischem Erdöl

Vor dem Hintergrund eines von Frankreich aufgebrachten Tankers der russischen "Schattenflotte" hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) die Beschlagnahmung von russischen Erdöllieferungen gefordert.

"Solange der Krieg andauert, solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Ländern daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten.

Überdies haben ukrainische Unterhändler in den USA mit US-Vertretern zu einer Beendigung des Krieges in der Ukraine Gespräche geführt. "Wichtig für uns alle in der Welt ist, dass die Diplomatie fortgesetzt wird und wir versuchen diesen Krieg zu beenden - den Krieg Russlands gegen die Ukraine", sagte Selenskyj.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) plädiert für die Beschlagnahmung von russischem Erdöl.  © Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa

21. März, 18.52 Uhr: Mehrere Frauen tot durch ukrainischen Angriff bei Belgorod

Im russischen Grenzgebiet Belgorod sind nach Behördenangaben durch ukrainischen Beschuss mindestens vier Frauen getötet worden.

Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schießt bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in Feindesland.

In der Region Belgorod sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Vadim Ghirda/AP/dpa

21. März, 11.20 Uhr: Schwere Kämpfe im Donbass

Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt.

Dabei spricht das ukrainische Militär von hohen russischen Verlusten. Im Morgenbericht des Generalstabs für Samstag hieß es, dass binnen 24 Stunden 1240 russische Soldaten verletzt oder tot ausgeschaltet worden seien. Es habe 161 einzelne Gefechte gegeben.

Schwerpunkt der Kämpfe soll einmal mehr die Stadt Pokrowsk im Industrierevier Donbass sein, ohne dass für die eine oder andere Seite Geländegewinne bekannt wurden.

In der Ostukraine toben heftige Gefechte: Kiew meldet hohe russische Verluste, Geländegewinne werden aber nicht bestätigt. (Archivbild)  © Oleksandr Klymenko/ukrin/dpa

21. März, 9.55 Uhr: Russischer Angriff auf Stromnetz von Tschernihiw

Ein russischer Drohnenangriff in der Nacht legte die Stromversorgung im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw weitgehend lahm, wie Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram mittelte.

In der Stadt Saporischschja im Süden kamen nach Behördenangaben bei einem Treffer auf ein Wohnhaus ein Mann und eine Frau ums Leben, zwei Kinder wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben 154 feindliche Drohnen, von den 148 ausgeschaltet worden seien.

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