Ukraine-Krieg: Selenskyj verspricht Hausbesitzern Hilfe bei Kauf von Generatoren

Ukraine - Angesichts der Zerstörungen im ukrainischen Stromnetz wird die Kiewer Regierung Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und anderen Energiequellen unterstützen.

Nach einem russischen Angriff ist ein Kohlekraftwerk in Kiew schwer beschädigt worden, wodurch mehrere Städte bei strengem Frost kaum noch Strom und Heizung haben.  © -/kyodo/dpa

Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) nach einer Beratung mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an. Für Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern wie für Besitzer von Einfamilienhäusern solle der Kauf einer autonomen Stromversorgung erschwinglicher werden, sagte Selenskyj abends in seiner Videobotschaft.

In einem anderen Programm für Unternehmen seien bereits 20.000 Anträge auf Beihilfen zur Wartung und Reparatur von Generatoren eingegangen. Außerdem sei eine halbe Milliarde Hrywnja (knapp zehn Millionen Euro) an zinslosen Krediten zum Kauf von Generatoren gewährt worden, sagte er.

Der Bedarf dürfte allerdings viel größer und mit den vom Präsidenten genannten Zahlen nicht zu decken sein.

Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

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10. Februar, 6.07 Uhr: Ukraine kann auf EU-Hilfe für Ausbildungsstützpunkte hoffen

Die Ukraine kann bei der geplante Modernisierung von Ausbildungszentren für ihre Streitkräfte auf Unterstützung der EU hoffen.

Bei einem EU-Verteidigungsministertreffen an diesem Mittwoch sollten Optionen für zwei Einrichtungen im Westen des von Russland angegriffenen Landes besprochen werden, sagte eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas werde um politische und finanzielle Unterstützung für das Projekt bitten.

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Bei einem EU-Verteidigungsministertreffen in Brüssel soll es am Mittwoch um die militärische Unterstützung für die Ukraine gehen. (Archivbild)  © -/Ukrinform/dpa

10. Februar, 6.05 Uhr: Selenskyj verspricht Hausbesitzern Hilfe beim Generatorenkauf

Angesichts der Zerstörungen im ukrainischen Stromnetz wird die Kiewer Regierung Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und anderen Energiequellen unterstützen.

Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an. Für Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern wie für Besitzer von Einfamilienhäusern solle der Kauf einer autonomen Stromversorgung erschwinglicher werden, sagte Selenskyj abends in seiner Videobotschaft.

Das Energienetz der Ukraine ist zerschossen, Reparaturen werden dauern. Die Regierung kündigt Hilfen an.  © -/Ukrainian Presidency/dpa

9. Februar, 13.27 Uhr: Lawrow kritisiert US-Vorgehen bei Ukraine-Verhandlungen

Bei den Verhandlungen über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat der russische Außenminister Sergej Lawrow den USA indirekt Wortbruch vorgeworfen.

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei ihrem Treffen in Alaska im August auf Prinzipien für eine Lösung geeinigt, die Washington nun aber ablehne, sagte Lawrow in einem auf der Seite des Ministeriums veröffentlichten Interview mit dem Portal "Brics TV". "Jetzt sind sie nicht bereit", sagte Lawrow.

9. Februar, 13.26 Uhr: 100.000 Menschen im westrussischen Belgorod ohne Wasser

In der westrussischen Großstadt Belgorod ist nach Angriffen aus der benachbarten Ukraine laut Behörden die Wasserversorgung teilweise zusammengebrochen.

Am Morgen sei an zwei Wasserentnahmestellen die Stromzufuhr ausgefallen, teilte die Stadtverwaltung auf sozialen Netzwerken mit. Daher gebe es Probleme in den nördlichen und zentralen Stadtvierteln Belgorods. Ohne Wasser seien derzeit rund 100.000 Menschen, sagte Bürgermeister Walentin Demidow.

9. Februar, 7.40 Uhr: Russische Angriffe in der Ukraine fordern das Leben eines Kindes

In der Nacht führten erneute russische Angriffe in der ostukrainischen Region Charkiw zu Toten und Verletzten.

Bei einer Drohnenattacke auf ein Wohnviertel der grenznahen Kleinstadt Bohoduchiw sei ein Haus vollständig zerstört worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz bei Telegram mit. "Aus den Trümmern wurden zwei Leichen geborgen: die einer Frau und eines zehnjährigen Jungen." Außerdem seien drei weitere Personen verletzt worden.

Häuser wurden zerstört, Menschen kamen ums Leben bei dem Drohnenangriff in der Region Charkiw. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

8. Februar, 20.43 Uhr: Erste Drohne aus Produktion in Deutschland laut Selenskyj schon im Februar

Mitte Februar erwartet die Ukraine die ersten ukrainischen Drohnen aus einer Produktionsstätte in Deutschland.

"Ich werde die erste Drohne erhalten. Das ist eine Produktionslinie, die bereits arbeitet", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Auftritt vor Studentinnen und Studenten in Kiew. Auch in Großbritannien gebe es bereits eine funktionierende Produktion mit "unserer ukrainischen Technologie".

Bald schon sollen erste Drohnen aus Deutschland in der Ukraine eintreffen, so Präsident Wolodymyr Selenskyj (48).  © -/Ukrainian Presidency/dpa

8. Februar, 16.55 Uhr: Russland greift Kiew wieder mit ballistischen Raketen an

Das russische Militär hat erneut Ziele in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen.

"Explosionen in der Hauptstadt. [...] Die Flugabwehr ist aktiv", schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Abend bei Telegram. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen vernehmbar.

8. Februar, 9.58 Uhr: Attentat auf General - Moskau beschuldigt Kiewer Geheimdienst

Nach der Festnahme von zwei Männern wegen des Anschlags auf einen hochrangigen Militär in Moskau machen russische Ermittler ukrainische Geheimdienste für die Tat verantwortlich.

Der in Dubai festgenommene und an Russland überstellte Attentäter habe auf Anweisung ukrainischer Geheimdienste gehandelt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ermittler.

Der Mann soll demnach im Dezember 2025 nach Moskau gekommen sein, um einen Terrorakt auf Wladimir Alexejew auszuüben. Eine weitere Komplizin soll demnach in die Ukraine geflohen sein.

8. Februar, 8.59 Uhr: Festnahmen nach Schüssen auf russischen General

Nach den Schüssen auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden.

Der Täter, demnach ein Russe mit Jahrgang 1960, sei in Dubai festgenommen und an Russland übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Ein Komplize, ein 1959 geborener Russe, sei in Moskau gefasst worden. Eine weitere mutmaßliche Komplizin floh den Angaben nach in die Ukraine.

Alexejew war nach Behördenangaben am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten von Moskau angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Kiew eine Beteiligung an der Tat vor.

In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf den hochrangigen russischen Generalleutnant Wladimir Alexejew verübt.  © -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa

7. Februar, 19.10 Uhr: Selenskyj - AKWs produzieren nach Angriffen weniger Strom

Infolge heftiger russischer Raketenangriffe auf wichtige Umspannwerke und Hochspannungsleitungen produzieren ukrainische Atomkraftwerke weniger Strom.

"Ein Reaktor schaltete sich automatisch ab. Das ist ein Niveau von Angriffen, das sich kein Terrorist der Welt erlaubt", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Im Interesse der Sicherheit der Region müsse Russland die Reaktion der "ganzen Welt" darauf spüren, verlangte Selenskyj.

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