Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt erneut vor massivem Angriff

Ukraine - Für 35.000 Haushalte im südukrainischen Gebiet Odessa ist nach einem russischen Drohnenangriff der Strom ausgefallen.

Über Nacht kam es zu mehreren russischen Angriffen auf die Ukraine.
Über Nacht kam es zu mehreren russischen Angriffen auf die Ukraine.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

Das teilte der Stromversorger DTEK mit und sprach von einem schweren Schaden. "Die Wiederherstellung der Versorgung braucht Zeit", hieß es in der Mitteilung.

In der Hafenstadt Odessa traf der Angriff ein Objekt der Infrastruktur und ein Wohnhaus, wie Bürgermeister Serhij Lyssak auf Telegram mitteilte. Zwei Menschen seien verletzt worden.

Wegen der schweren Luftangriffe der vergangenen Tage gibt es in der Hauptstadt Kiew, in Dnipro, Odessa und anderen Städten der Ukraine so gut wie keinen mehr Strom.

Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

12. Januar, 22.29 Uhr: Selenskyj warnt erneut vor massivem Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands gewarnt.

Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret sprach er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen.

Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er und forderte die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Russland wolle die Kälte ausnutzen. In vielen Regionen der Ukraine fallen die Temperaturen nachts derzeit in den zweistelligen Minusbereich.

Wolodymyr Selenskyj warnte seine Bürger vor Angriffen.
Wolodymyr Selenskyj warnte seine Bürger vor Angriffen.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

12. Januar, 20.26 Uhr: Oreschnik-Angriff galt Flugzeugwerk in Lwiw

Russland hat nach eigenen Angaben beim Angriff mit der Mittelstreckenrakete Oreschnik das ukrainische Flugzeugwerk in Lwiw zerstört.

"Nach Informationen, die durch mehrere unabhängige Quellen bestätigt wurden, ist das staatliche Flugzeugreparaturwerk Lwiw durch einen Schlag der russischen Streitkräfte in der Nacht zum 9. Januar, bei dem der mobile Raketenkomplex Oreschnik eingesetzt wurde, außer Gefecht gesetzt worden", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Nach Angaben des russischen Militärs wurden in der Fabrik Flugzeuge, darunter auch die Westen gelieferten Kampfjets F-16, repariert und Kampfdrohnen mit hoher und mittlerer Reichweite produziert.

12. Januar, 16.50 Uhr: Rheinmetall liefert Schützenpanzer Lynx an Ukraine

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall liefert fünf Schützenpanzer des Typs Lynx KF41 an die Ukraine.

Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2026 geliefert werden, wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte. Der Auftragswert für die fünf Fahrzeuge belaufe sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Finanziert würden die Systeme durch die Bundesrepublik Deutschland. "Als nächster Schritt ist die Beschaffung weiterer Lose einschließlich der Produktion in der Ukraine vorgesehen", hieß es.

Ein Schützenpanzer vom Typ Lynx KF 41 steht auf dem Gelände von Rheinmetall.
Ein Schützenpanzer vom Typ Lynx KF 41 steht auf dem Gelände von Rheinmetall.  © Philipp Schulze/dpa

12. Januar, 13.11 Uhr: Moskau meldet Auftragsrekord für Waffen

Das Interesse an russischen Rüstungsgütern im Ausland ist nach Angaben aus Moskau auf Rekordniveau.

"Bis 2022 lag der maximale Auftragswert bei 55 Milliarden Dollar. Heute haben wir mit 70 Milliarden Dollar an schon unterschriebenen Verträgen einen Rekord", sagte Vizeregierungschef Denis Manturow bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin.

Manturow führte das auch auf den 2022 von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine zurück. "Die im Rahmen der militärischen Spezialoperation erprobte Technik wirbt für sich selbst", sagte er. Als militärische Spezialoperation bezeichnen russische Offizielle den Krieg.

Besonders gefragt seien russische Flugabwehrkomplexe, Flugzeuge und Mehrfachraketenwerfer, sagte Manturow.

12. Januar, 11.00 Uhr: Großbritannien entwickelt ballistische Rakete für Ukraine

Großbritannien will rasch eine ballistische Rakete mit kurzer Reichweite für die Ukraine entwickeln.

Das Projekt mit dem Namen Nightfall soll innerhalb eines Jahres nach der Vergabe die ersten Prototypen liefern, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.

Mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern und einer Tragkraft von 200 Kilogramm hochexplosiver, konventioneller Sprengköpfe sollen die Raketen dem ukrainischen Militär die Fähigkeit zu schnellen Schlägen auf wichtige militärische Ziele verleihen.

12. Januar, 10.18 Uhr: Fehlender Strom in Teilen der Ukraine

Wegen der schweren Luftangriffe fallen Heizung und Wasser aus. Zugleich herrscht strenger Frost von Nachttemperaturen bis minus 18 Grad. Die Lage ist für Millionen Menschen äußerst angespannt.

Die ukrainische Luftwaffe fing in der Nacht nach eigenen Angaben 135 von 156 angreifenden russischen Drohnen ab. Es war damit ein im Vergleich der vergangenen Wochen kleiner Angriff. Trotzdem gab es Einschläge an 18 Stellen.

Die Ukraine bewaffnet sich mit zahlreichen Drohnen. (Symbolfoto)
Die Ukraine bewaffnet sich mit zahlreichen Drohnen. (Symbolfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

12. Januar, 6.15 Uhr: Brantner fordert mehr Druck von Merz und EU auf Putin

Im Ringen um einen Waffenstillstand in der Ukraine fordert Grünen-Bundeschefin Franziska Brandtner mehr Einsatz von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Der russische Präsident Wladimir Putin wolle keinen Waffenstillstand, und der nötige Druck auf ihn werde nicht von US-Präsident Donald Trump kommen, sagte Brantner der "Süddeutschen Zeitung".

"Das müssen Merz und die EU jetzt endlich tun." Als Maßnahmen nannte sie unter anderem die Festsetzung von Russlands Schattenflotte und die Nutzung von russischem Vermögen. Außerdem müssten Länder ins Visier genommen werden, die russisches Öl kauften.

11. Januar, 16.03 Uhr: Kiew berichtet von Angriffen auf russische Bohrplattformen

Ukrainische Militärs haben die Beschädigung von drei russischen Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer für sich beansprucht.

Die Plattformen des russischen Ölgiganten Lukoil dienten der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew auf Telegram mit. Die Generalität machte keine Angaben zur Art des Angriffs, sprach aber von "direkten Treffern", sodass der Einsatz von Langstreckendrohnen möglich schien.

11. Januar, 13.58 Uhr: Selenskyj wirft Kreml gezielten Terror gegen Bevölkerung vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren Luftangriffen in dieser Woche Russland gezielten Terror gegen die Menschen seines Landes vorgeworfen.

Das russische Militär habe innerhalb der vergangenen Woche rund 1100 Drohnen, 890 gelenkte Fliegerbomben und 50 Raketen und Marschflugkörper, darunter die Mittelstreckenrakete Oreschnik, gegen die Ukraineeingesetzt, schrieb er in sozialen Netzwerken. "Auf Ziele, die keine militärische Bedeutung haben: Energieanlagen und Wohnhäuser."

11. Januar, 10.58 Uhr: Totaler Blackout in Region Saporischschja behoben

Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollständige Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben.

"Stand 07.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ) ist die Stromversorgung in der Region Saporischschja - und das betrifft 382.500 Familien und Firmen - vollständig wiederhergestellt", sagte der Direktor des örtlichen Energieversorgers Saporischschjaoblenergo, Andrij Stasewskyj laut einem Telegrameintrag des Unternehmens.

Russische Drohnen haben die ukrainische Region Saporischschja in der Nacht lahmgelegt. (Archivbild)
Russische Drohnen haben die ukrainische Region Saporischschja in der Nacht lahmgelegt. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

11. Januar, 9.14 Uhr: Todesopfer nach nächtlichen Drohnenangriffen in Russland

In Woronesch, einer Region im Westen Russlands, hat ein nächtlicher Drohnenangriff aus der Ukraine ein Todesopfer gefordert.

Die Behörden berichteten, dass eine junge Frau auf der Intensivstation ihren Verletzungen erlag.

"Zu unserem großen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat", teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Woronesch sind mehrere Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen worden. (Archivbild)
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Woronesch sind mehrere Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen worden. (Archivbild)  © ---/ukrin/dpa

10. Januar, 17.08 Uhr: Rakete auf Charkiw, Verletzte in Slowjansk

Bei einem Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Behördenangaben sieben Zivilisten verletzt worden.

Wie die ukrainische Staatsanwaltschaft der Region Donezk mitteilte, warf das russische Militär eine schwere gelenkte Fliegerbombe vom Typ Fab-250 auf die Stadt ab. Der Ballungsraum Slowjansk - Kramatorsk ist die letzte Bastion im Gebiet Donezk, die die ukrainischen Kräfte noch kontrollieren. Russland beansprucht die Region für sich.

In der nördlich davon gelegenen Region Charkiw haben die Behörden einen Raketeneinschlag in der gleichnamigen Gebietshauptstadt vermeldet.

Ein Objekt der Infrastruktur und ein Mehrfamilienhaus seien getroffen worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Das Ausmaß der Schäden war demnach zunächst unklar.

Immer wieder wird Charkiw aus der Luft angegriffen. (Archivbild)
Immer wieder wird Charkiw aus der Luft angegriffen. (Archivbild)  © Nicolas Cleuet/Le Pictorium via ZUMA Press/dpa

10. Januar, 11.41 Uhr: Verletzte in der Ukraine, Öldepot brennt in Russland

Bei erneuten gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Verletzte und schwere Schäden gegeben.

In der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha drei Menschen verletzt – ein Mann in der Gebietshauptstadt Dnipro sowie ein Mann und eine Frau in der Großstadt Krywyj Rih. Dort seien wegen der Attacke Brände ausgebrochen, schrieb er bei Telegram. "Die Infrastruktur wurde beschädigt. Es gab Stromabschaltungen."

Titelfoto: Danylo Antoniuk/AP/dpa

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