Ukraine-Krieg: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Supermarkt

Ukraine - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird.

Selenskyj warnt vor weiterer Unterstützung für Moskau: Nordkorea könnte Russland im Ukraine-Krieg mit Truppen und Waffen helfen.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen. Zudem wolle Pjöngjang weitere Abschussrampen für ballistische Raketen an Russland liefern, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Dies gehöre zu den Kriegsplanungen Moskaus für den bevorstehenden Herbst. Nach den ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen, auf die sich Selenskyj in seinem Video berief, hege Kremlchef Wladimir Putin weiterhin keine Friedensabsichten. 

Die geplante Unterstützung Moskaus aus Nordkorea stufte Selenskyj als Bedrohung vor allem für Asien ein.

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26. Juli, 17.38 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Supermarkt

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Supermarkt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nördlich von Kiew sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Eines der Todesopfer sei ein 10-Jähriger, teilte der örtliche Militärverwalter Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. Weitere 13 Besucher des Supermarkts seien bei dem Einschlag der Kampfdrohne verletzt worden.

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26. Juli, 17.36 Uhr: Rumänien schießt weitere Drohnen im eigenen Luftraum ab

Die rumänische Luftwaffe hat weitere fremde Drohnen im eigenen Luftraum abgeschossen.

Nachdem der Pilot eines rumänischen F-16-Kampfjets am Freitag ein derartiges Fluggerät im Osten des Landes mit einer Rakete eliminiert hatte, kam es am Samstag und am Sonntagmorgen zu weiteren Abschüssen von Drohnen, die in rumänisches Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das teilte das rumänische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite mit. Erste Anzeichen deuten auf eine russische Herkunft der Flugobjekte hin. 

In allen Fällen seien die Einsätze über unbewohntem Gebiet erfolgt, so dass für die Bevölkerung am Boden keine Gefahr bestanden habe, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Am Samstag sei eine fremde Drohne in Sfantu Gheorghe am Schwarzen Meer, am Sonntagmorgen eine weitere nahe Sulina nahe der Grenze zur Ukraine im Donaudelta abgeschossen worden. 

Die rumänische Luftwaffe hat mit Abschüssen reagiert. (Archivfoto)  © Andreea Alexandru/AP/dpa

26. Juli, 12.27 Uhr: Tote, Verletzte, Schäden – Moskaus Angriffe in der Ukraine

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen.

In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge.

In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude.

Mit mehreren ballistischen Raketen greift Russland erneut die Ukraine an. Es gibt zivile Opfer.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

26. Juli, 8.32 Uhr: CSU fordert Abkommen für Drohnen mit Kiew

Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann (51) ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten.

"Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagte Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper".

Für Deutschlands Hilfen für die Ukrainefordert die Partei eine Gegenleistung. Kiew solle die Bundesrepublik an Rüstungsinnovationen teilhaben lassen, sagt CSU-Politiker Hoffmann (51).  © Sebastian Gollnow/dpa

25. Juli, 21.51 Uhr: Selenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird.

Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen.

25. Juli, 21.48 Uhr: Sacharowa kritisiert Angriffe Kiews auf russische Zivilisten

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat die jüngsten ukrainischen Angriffe gegen verschiedene Ziele in Russland scharf verurteilt.

"Kiew erleidet gerade eine militärische Niederlage und ist nicht in der Lage, den Kampfverlauf zu wenden, daher tobt es sich an der Zivilbevölkerung aus", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert. Sowohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch "seine westlichen Drahtzieher" sollten wissen, dass sie "für jedes Verbrechen schwer bezahlen" würden.

Sacharowa, die für ihre scharfe Rhetorik bekannt ist, sprach vor allem die jüngsten ukrainischen Angriffe in Kirow und in der von Moskau kontrollierten Region Saporischschja an. Ukrainische Kampfdrohnen hatten in der Nacht zum Freitag einen Rüstungskonzern in Kirow getroffen.

Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat an den ukrainischen Angriffen scharfe Kritik geübt.  © Pavel Bednyakov/AP/dpa

25. Juli, 16.51 Uhr: Festnahme nach tödlichem Angriff auf Kiewer Umland

Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Veranstaltung mit einer geplanten Waffenausstellung im Kiewer Umland ist in der Ukraine nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden.

Ihm sei mitgeteilt worden, dass er der Fahrlässigkeit im Amt, die zum Tod von Menschen geführt habe, verdächtigt werde, erklärte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko bei Telegram. Hinter dem Angriff stecke Russland, sagte Krawtschenko. Es würden aber Umstände geprüft, die das Ausmaß der Tragödie vergrößert haben könnten.

Am Freitagmittag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich von Kiew zehn Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden.

Mindestens zehn Menschen sind bei einem Angriff auf eine Veranstaltung in der Nähe von Kiew getötet worden. Nun wurde der Organisator festgenommen. (Symbolfoto)  © Felipe Dana/AP/dpa

25. Juli, 14.56 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriff in Saporischschja

Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Saporischschja ist mindestens eine Frau getötet worden.

Mindestens elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Unter den Verletzten sind demnach auch drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren. Fedorow veröffentlichte Fotos, die massive Zerstörungen von Häusern zeigen. 

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.

25. Juli, 13.28 Uhr: Tote nach ukrainischen Angriffen

Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden im russisch besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Saporischschja mindestens acht Menschen getötet worden.

Weitere 14 seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Jewgeni Balizki mit. Unter den Opfern seien auch Minderjährige. Der Angriff in der Nacht traf demnach eine touristische Einrichtung in der Siedlung Kyryliwka im Kreis Melitopol. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar.

25. Juli, 8.18 Uhr: Österreich - "Turbo-Beitritt auf Antrag" für Ukraine in EU geht nicht

Österreich hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen.

Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte", sagte Bauer der "Welt am Sonntag". "Ein Turbo-Beitritt auf Antrag - das geht natürlich nicht."

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