Ukraine-Krieg: Tote, Verletzte und massive Schäden nach Angriffen aus Moskau
Ukraine - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird.
Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen. Zudem wolle Pjöngjang weitere Abschussrampen für ballistische Raketen an Russland liefern, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.
Dies gehöre zu den Kriegsplanungen Moskaus für den bevorstehenden Herbst. Nach den ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen, auf die sich Selenskyj in seinem Video berief, hege Kremlchef Wladimir Putin weiterhin keine Friedensabsichten.
Die geplante Unterstützung Moskaus aus Nordkorea stufte Selenskyj als Bedrohung vor allem für Asien ein.
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26. Juli, 12.27 Uhr: Tote, Verletzte, Schäden – Moskaus Angriffe in der Ukraine
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen.
In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge.
In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude.
26. Juli, 8.32 Uhr: CSU fordert Abkommen für Drohnen mit Kiew
Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann (51) ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten.
"Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagte Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper".
25. Juli, 21.51 Uhr: Selenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird.
Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen.
25. Juli, 21.48 Uhr: Sacharowa kritisiert Angriffe Kiews auf russische Zivilisten
Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat die jüngsten ukrainischen Angriffe gegen verschiedene Ziele in Russland scharf verurteilt.
"Kiew erleidet gerade eine militärische Niederlage und ist nicht in der Lage, den Kampfverlauf zu wenden, daher tobt es sich an der Zivilbevölkerung aus", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert. Sowohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch "seine westlichen Drahtzieher" sollten wissen, dass sie "für jedes Verbrechen schwer bezahlen" würden.
Sacharowa, die für ihre scharfe Rhetorik bekannt ist, sprach vor allem die jüngsten ukrainischen Angriffe in Kirow und in der von Moskau kontrollierten Region Saporischschja an. Ukrainische Kampfdrohnen hatten in der Nacht zum Freitag einen Rüstungskonzern in Kirow getroffen.
25. Juli, 16.51 Uhr: Festnahme nach tödlichem Angriff auf Kiewer Umland
Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Veranstaltung mit einer geplanten Waffenausstellung im Kiewer Umland ist in der Ukraine nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden.
Ihm sei mitgeteilt worden, dass er der Fahrlässigkeit im Amt, die zum Tod von Menschen geführt habe, verdächtigt werde, erklärte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko bei Telegram. Hinter dem Angriff stecke Russland, sagte Krawtschenko. Es würden aber Umstände geprüft, die das Ausmaß der Tragödie vergrößert haben könnten.
Am Freitagmittag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich von Kiew zehn Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden.
25. Juli, 14.56 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriff in Saporischschja
Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Saporischschja ist mindestens eine Frau getötet worden.
Mindestens elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Unter den Verletzten sind demnach auch drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren. Fedorow veröffentlichte Fotos, die massive Zerstörungen von Häusern zeigen.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
25. Juli, 13.28 Uhr: Tote nach ukrainischen Angriffen
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden im russisch besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Saporischschja mindestens acht Menschen getötet worden.
Weitere 14 seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Jewgeni Balizki mit. Unter den Opfern seien auch Minderjährige. Der Angriff in der Nacht traf demnach eine touristische Einrichtung in der Siedlung Kyryliwka im Kreis Melitopol. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar.
25. Juli, 8.18 Uhr: Österreich - "Turbo-Beitritt auf Antrag" für Ukraine in EU geht nicht
Österreich hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen.
Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte", sagte Bauer der "Welt am Sonntag". "Ein Turbo-Beitritt auf Antrag - das geht natürlich nicht."
25. Juli, 8.16 Uhr: Tote nach russischem Drohnenschlag auf Sumy
Bei russischen Drohnenangriffen sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy mindestens zwei Männer getötet worden.
Drei weitere seien verletzt worden, teilte der geschäftsführende Bürgermeister der Großstadt, Artem Kobsar, bei Telegram mit. Bei den Angriffen seien eine Tankstelle, das Dach eines Mehrfamilienwohnhauses und ein nicht genanntes Infrastrukturobjekt beschädigt worden. Russische Truppen sind etwa 20 Kilometer von Sumy entfernt.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
