Ukraine-Krieg: Trump ruft Putin zur Beendigung des Krieges auf

Ukraine - Trotz schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine sollen Unterhändler aus Kiew und Moskau in Abu Dhabi Möglichkeiten für ein Kriegsende ausloten.

Unterhändler aus Kiew und Moskau wollen am Mittwoch in Abu Dhabi zu weiteren direkten Gesprächen zusammenkommen.
Unterhändler aus Kiew und Moskau wollen am Mittwoch in Abu Dhabi zu weiteren direkten Gesprächen zusammenkommen.  © Sina Schuldt/dpa

Beide Seiten wie auch die USA als Vermittler haben ein zweites Treffen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt.

Vorab warf die ukrainische Regierung der russischen Seite vor, gegen eine von den USA vermittelte Teilwaffenruhe verstoßen und damit einen neuen Verhandlungsansatz nötig gemacht zu haben.

US-Präsident Donald Trump (79) mag hingegen keinen Wortbruch des Kremls erkennen - im Gegenteil.

Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

Eine erste trilaterale Gesprächsrunde hatte Mitte Januar stattgefunden. Nun ist die russische Delegation bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingetroffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) warf Kremlchef Wladimir Putin (73) wegen der Luftangriffe vor, weiter auf Krieg und die Zerstörung der Ukraine zu setzen, nicht auf Diplomatie. "Die Arbeit unseres Verhandlungsteams wird entsprechend angepasst", kündigte er an, ohne Details zu nennen.

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4. Februar, 6.27 Uhr: Trump ruft Putin zur Beendigung des Krieges in der Ukraine auf

Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe auf die Ukraine hat US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges aufgerufen.

"Ich will, dass er den Krieg beendet", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass Putin die einwöchige Feuerpause nicht verlängert habe, antwortete Trump: "Ich würde mir das von ihm wünschen."

Zugleich äußerte der US-Präsident sich anerkennend über Putin. Der Kreml-Chef habe "sein Wort gehalten", indem er die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte für den vereinbarten Zeitraum ausgesetzt habe. Eine Woche sei "viel", sagte Trump und fügte hinzu: "Wir nehmen alles, denn es ist dort wirklich sehr, sehr kalt."

Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe hat US-Präsident Donald Trump (79) den russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) zur Beendigung des Krieges aufgerufen.
Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe hat US-Präsident Donald Trump (79) den russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) zur Beendigung des Krieges aufgerufen.  © Alex Brandon/AP/dpa

3. Februar, 20.13 Uhr: Tote bei Drohnenangriff auf Saporischschja

Durch einen russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach örtlichen Angaben mindestens zwei Zivilisten getötet worden.

Gebietsgouverneur Iwan Fedorow sprach von einem jungen Mann und einer jungen Frau, die beide 18 Jahre alt waren. Außerdem seien acht Menschen verletzt worden.

3. Februar, 19.46 Uhr: Ukraine und Russland sprechen wieder in Abu Dhabi

Ungeachtet schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine planen Unterhändler aus Kiew und Moskau morgen (Mittwoch) ein zweites Treffen in Abu Dhabi.

Die USA sind an den Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Vermittler beteiligt. Eine erste trilaterale Gesprächsrunde, um Möglichkeiten für ein Ende des Kriegs auszuloten, hatte Mitte Januar stattgefunden. Ein Termin am vergangenen Sonntag wurde verschoben.

3. Februar, 14.55 Uhr: "Mutter-Heimat"-Statue nach russischem Angriff beschädigt

Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben ein monumentales Weltkriegs-Mahnmal beschädigt worden. Kulturministerin Tetjana Bereschna bezeichnete die Beschädigung der "Mutter-Heimat"-Statue am Dienstag in Onlinenetzwerken als "symbolisch und zynisch".

Die 62 Meter hohe Stahl-Statue einer Frau, die ein Schwert und einen Schild in die Höhe reckt, war 1981 zur Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden. Sie ist Teil des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg.

2023 wurden Hammer und Sichel von der kolossalen Statue entfernt als Teil einer Kampagne, Sowjetsymbole und russische Kultur aus dem öffentlichen Raum der Ukraine zu verbannen. Russlands Invasion im Februar 2022 hatte diesen Prozess beschleunigt.

Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben die "Mutter-Heimat"-Statue in Kiew beschädigt worden.
Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben die "Mutter-Heimat"-Statue in Kiew beschädigt worden.  © Clodagh Kilcoyne/pool reuters/AP/dpa

3. Februar, 11.17 Uhr: Nato-Generalsekretär Rutte zu Besuch in Kiew

Der Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist zu einem Besuch in der von Russland angegriffenen Ukraine eingetroffen.

Auf Bildern, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken veröffentlichte, ist zu sehen, wie die beiden auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew Grablichter am Mahnmal für gefallene Soldaten abstellen. Es sei wichtig, das Andenken derjenigen zu ehren, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Heimat geopfert hätten, schrieb Selenskyj dazu.

Ruttes Besuch kommt vor dem Hintergrund neuer schwerer russischer Angriffe auf zivile Objekte, speziell Energieanlagen in der Ukraine.

3. Februar, 10.32 Uhr: Selenskyj - Statt Diplomatie nutzt Russland Kälte für Terror

Vor einer neuen Verhandlungsrunde für ein Ende des Ukraine-Kriegs hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue russische Angriffe auf Energieobjekte beklagt.

Für Russland sei es wichtiger, die kältesten Tage des Winters zu nutzen, um Menschen zu terrorisieren, als sich der Diplomatie zuzuwenden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Neun Menschen wurden seinen Angaben nach bei den Angriffen verletzt. Er forderte abermals Druck auf Russland und eine rechtzeitige Lieferung von Raketen für Flugabwehrsysteme.

Russland habe einen gezielten Angriff gegen Energieobjekte geführt, teilte Selenskyj mit. Dabei habe das russische Militär mehr als 70 Raketen und Marschflugkörper sowie 450 Kampfdrohnen eingesetzt.

3. Februar, 8.59 Uhr: Kiew wirft Moskau versuchten "winterlichen Völkermord" vor

Nach einer begrenzten Waffenruhe hat Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine erneut massiv angegriffen.

Moskau habe ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen gegen Hochhäuser und Heizkraftwerke eingesetzt, schrieb Energieminister Denys Schmyhal bei Telegram. Er sprach vom "Versuch eines winterlichen Völkermords".

Es habe sich ausschließlich um zivile Ziele gehandelt. Hunderttausende Familien, darunter Kinder, seien gezielt ohne Heizung in strengster winterlicher Kälte zurückgelassen worden, schrieb Schmyhal.

3. Februar, 6.26 Uhr: Raketen gegen Kiew und Charkiw

Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw sind in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden.

Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko berichtete auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen.

2. Februar, 20.12 Uhr: Russland wirft Berlin Rachegelüste vor

Die deutsche Außenpolitik in der Ukraine ist nach russischer Darstellung von Rachegelüsten geprägt. "Die deutsche Regierung hat aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen", heißt es in einer am Montag veröffentlichten schriftlichen Mitteilung des russischen Außenministeriums im Nachgang der jährlichen Pressekonferenz von Minister Sergej Lawrow (75) zu Jahresbeginn.

Teil dieses "Revanchismus" sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine. Dort kämen 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erneut massenhaft deutsche Waffen gegen russisches Gebiet zum Einsatz, kritisierte das Außenamt in Moskau. In Litauen sei die Bundeswehr bereits stationiert.

Sollte Berlin dieses aber in der Ukraine versuchen, würden die Soldaten - wie andere ausländische Truppen auch - als "legitime Ziele" bekämpft werden, heißt es zur Diskussion um die Beteiligung Deutschlands an einer internationalen Sicherheitstruppe nach einem Ende des Ukraine-Kriegs.

Außenminister Sergej Lawrow (75) feuert gegen Deutschland - verbal.
Außenminister Sergej Lawrow (75) feuert gegen Deutschland - verbal.  © Alexander Zemlianichenko/Pool AP/AP/dpa

2. Februar, 16.08 Uhr: Tote nach russischen Angriffen

Trotz der für die Wochenmitte angekündigten neuen Verhandlungen über ein Kriegsende sind bei russischen Angriffen in der Ukraine nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden.

Im Gebiet Donezk seien beim Einschlag einer Bombe auf ein Haus in der frontnahen Stadt Oleksijewo-Druschkiwka ein Vater und sein volljähriger Sohn ums Leben gekommen, teilte Gouverneur Wadim Filaschkin mit. Die Mutter, ihre 16 Jahre alte Tochter und ihr 11-jähriger Sohn wurden demnach verletzt.

Eine 38 Jahre alte Frau wurde Gouverneur Iwan Fedorow zufolge bei einem Drohnenangriff nahe der Großstadt Saporischschja im Südosten der Ukraine getötet. Eine 59-Jährige sei verletzt worden, teilte er mit.

Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa

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