Ukraine-Krieg: Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine noch an diesem Wochenende

Ukraine - Die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen an gleich zwei Orten in die nächste Runde.

Donald Trump (79) trifft sich am Donnerstag mit Wolodymyr Selenskyj in Davos.
Donald Trump (79) trifft sich am Donnerstag mit Wolodymyr Selenskyj in Davos.  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos trifft sich US-Präsident Donald Trump (79) am Donnerstag mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj (47) treffen.

Er glaube, dass Selenskyj einen Deal machen wolle, behauptete Trump in Davos. "Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind." Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.

Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung für eine Anreise Selenskyjs. Der Ukrainer hatte im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels erklärt, dass er aufgrund der russischen Angriffe genug Probleme im eigenen Land habe.

Auslieferung nach Deutschland: Nord-Stream-Verdächtiger in U-Haft
Ukraine Auslieferung nach Deutschland: Nord-Stream-Verdächtiger in U-Haft

Derweil wird in Moskau der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach mehreren Gesprächen zwischen Amerikanern, Europäern und Ukrainern nun erneut bei Kremlchef Wladimir Putin erwartet. Witkoff hatte dem US-Sender CNBC ein Treffen mit dem russischen Präsidenten am Donnerstag angekündigt.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

22. Januar, 15.53 Uhr: Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine

Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Krieges reden.

Die Gespräche sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, wie Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos sagte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) spricht beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) spricht beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums.  © Markus Schreiber/AP/dpa

22. Januar, 15.49 Uhr: Selenskyj kritisiert europäische Verbündete und Nato

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine europäischen Verbündeten und die Nato scharf angegriffen und ihnen zu wenig Unterstützung für sein Land im Krieg mit Russland vorgeworfen.

"Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben", sagte Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit fast vier Jahren an.

Selenskyj kritisierte auch die Nato. Das transatlantische Verteidigungsbündnis existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. "Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt", sagte Selenskyj. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte.

23. Januar, 15.28 Uhr: Trump nach Treffen mit Selenskyj - "Haben noch Weg vor uns"

Beim Treffen zwischen Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben des US-Präsidenten kein Durchbruch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gelungen.

Man habe "noch einen Weg vor sich", sagte er vor Reportern im Schweizer Alpenort Davos. Es sei ein gutes Gespräch mit Selenskyj gewesen. Man müsse sehen, wie das Gespräch seines Unterhändlers Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin heute Abend in Moskau verlaufe. Dabei sei die Botschaft an Putin: "Der Krieg muss aufhören."

Auch Selenskyj sprach von einem guten Treffen. Man habe über Flugabwehr und "Dokumente" gesprochen. Damit dürften die geplanten Vereinbarungen über Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau des Landes gemeint sein.

Nach Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump (79, r.) und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) ist kein Durchbruch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gelungen.
Nach Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump (79, r.) und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) ist kein Durchbruch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gelungen.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

22. Januar, 14.10 Uhr: Trump und Selenskyj sprechen in Davos

US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj sind beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Skiort Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen.

Das meldete der ukrainische Rundfunksender Suspilne unter Berufung auf Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow.

Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Bemühungen um ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Trump hatte die Begegnung am Vortag in Davos angekündigt. Selenskyj, der zunächst keine Reise in die Schweiz geplant hatte, reiste am Donnerstagvormittag an.

Donald Trump (79) und Wolodymyr Selenskyj (47) sind beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen.
Donald Trump (79) und Wolodymyr Selenskyj (47) sind beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen.  © Alex Brandon/AP/dpa

22. Januar, 11.13 Uhr: Moskau besteht auf Freigabe von Geld für "Friedensrat"

Russland will bei einer möglichen Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump geplanten "Friedensrat" die vorgeschlagene eine Milliarde US-Dollar aus seinem in den USA eingefrorenen Vermögen beisteuern.

Washington müsse die blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke zum Wiederaufbau des Gazastreifens genutzt werden sollten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Im neu geschaffenen "Friedensrat" von US-Präsident Donald Trump können sich Staaten unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Dies geht aus dem Entwurf der Charta hervor. Hauptpunkt der vielen Kritiker ist, dass der "Friedensrat" vollständig auf Trump als Person zugeschnitten ist, manche sprechen von einer unverhohlenen Kampfansage an die Vereinten Nationen.

22. Januar, 6.26 Uhr: Jetzt äußert sich Putin zum Grönland-Streit

Der russische Präsident Wladimir Putin will sich nicht in den Streit um Grönland einmischen. "Uns betrifft das sicher nicht", sagte der Kremlchef bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Moskau.

Die USA und Dänemark müssten das unter sich ausmachen. US-Präsident Donald Trump hat seine Ansprüche auf das zu Dänemark gehörende Grönland immer wieder auch mit einer angeblichen Bedrohung der Insel und der gesamten Arktisregion durch Russland oder China begründet.

Putin verwies zugleich darauf, dass Russland Erfahrung mit dem Verkauf von Arktisgebieten an die USA habe. 1863 hatte das Russische Imperium die Halbinsel Alaska für 7,2 Millionen Dollar verkauft. "Bei den heutigen Preisen unter Berücksichtigung der Inflation für die ganzen Jahrzehnte entspricht diese Summe etwa 158 Millionen Dollar", sagte Putin.

Wladimir Putin (73) will sich nicht in den Streit um Grönland einmischen. "Uns betrifft das sicher nicht", sagte der Kremlchef bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Moskau.
Wladimir Putin (73) will sich nicht in den Streit um Grönland einmischen. "Uns betrifft das sicher nicht", sagte der Kremlchef bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Moskau.  © Sergey Bobylev/Kremlin/dpa

22. Januar, 5 Uhr: Britischer Verteidigungsminister mahnt zu Geschlossenheit gegen Moskau

Der britische Verteidigungsminister John Healey hat angesichts der russischen Bedrohung zum Zusammenhalt aufgerufen. "Wir dürfen nie vergessen, wer unsere Gegner sind und wer unsere Verbündeten bleiben", sagte der Minister nach einem Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen Troels Lund Poulsen in Kopenhagen.

"Es sind russische Angriffe, die in der Ukraine eskalieren. Es sind russische Aktivitäten, die im hohen Norden zunehmen. Und es ist die russische Rücksichtslosigkeit, die die Nato auf die Probe stellt", sagte Healey weiter. Ein sicheres Europa erfordere eine starke Ukraine. Dafür setzten sich Großbritannien und Dänemark gemeinsam ein.

21. Januar, 19.09 Uhr: Trump will Selenskyj treffen

US-Präsident Donald Trump (79) will nach eigenen Angaben den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj (47) im Schweizer Alpenort Davos treffen.

Zunächst sprach er von einem Treffen noch am heutigen Mittwoch, korrigierte die Aussage später aber vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.

Er glaube, dass der ukrainische Präsident einen Deal machen wolle, behauptete Trump in Davos, wo er am Weltwirtschaftsforum teilnahm. "Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind." Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.

US-Präsident Donald Trump (79) kündigte ein Treffen mit Selenskyj für Donnerstag an.
US-Präsident Donald Trump (79) kündigte ein Treffen mit Selenskyj für Donnerstag an.  © Benedikt von Loebell/World Economic forum/dpa

21. Januar, 17.46 Uhr: US-Vertreter in Moskau erwartet

Die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen in die nächste Runde.

Nach mehreren Gesprächen zwischen US-Vertretern, der Ukraine und den Europäern wird der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) nun erneut bei Kremlchef Wladimir Putin (73) in Moskau erwartet. Der Kontakt stehe im Terminkalender Putins, erklärte sein Sprecher Dmitri Peskow (58).

Witkoff hatte dem US-Sender CNBC ein Treffen mit Putin am Donnerstag angekündigt. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (79), Jared Kushner (45), werde ihn erneut begleiten. Die beiden waren bereits im Dezember zu einem Gespräch mit Putin in Moskau. Am Dienstagabend hatten sie am Rande des Wirtschaftsforums in Davos mit dem Moskauer Unterhändler Kirill Dmitrijew (50) gesprochen.

21. Januar, 15.30 Uhr: Großer Teil von Kiew offenbar weiter ohne Strom und Heizung

Nach russischen Raketen- und Drohnenschlägen sind weiter große Teile der ukrainischen Hauptstadt Kiew ohne Fernwärme und Strom.

"Zum Stand heute früh waren etwa 4.000 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung, fast 60 Prozent der Hauptstadt sind ohne Elektrizität", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) auf sozialen Netzwerken. Er rügte dabei erneut die Stadtregierung und verlangte, die Reparaturarbeiten zu beschleunigen.

Ausgehend von Handydaten haben Bürgermeister Vitali Klitschko (54) zufolge gut 600.000 Einwohner die Dreimillionenstadt vorübergehend verlassen.

Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (54) haben Hunderttausende Einwohner die Stadt vorübergehend verlassen.
Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (54) haben Hunderttausende Einwohner die Stadt vorübergehend verlassen.  © Britta Pedersen/dpa

21. Januar, 11.48 Uhr: Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Gruppen festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" festnehmen lassen.

Sie wirft den Männern die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen vor, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.

Titelfoto: Markus Schreiber/AP/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: