Ukraine-Krieg: Ukrainer und Russen wollen in Abu Dhabi über Frieden reden

Ukraine - Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nehmen an Fahrt auf.

Donald Trump (79) trifft sich am Donnerstag mit Wolodymyr Selenskyj in Davos.
Donald Trump (79) trifft sich am Donnerstag mit Wolodymyr Selenskyj in Davos.  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Erstmals nach monatelanger Pause wollen die Kriegsparteien heute wieder auf offizieller Ebene miteinander reden - in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, unter Vermittlung der USA.

Die Zusammenkunft russischer und ukrainischer Unterhändler in Abu Dhabi soll der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Reihe diplomatischer Treffen werden, nachdem es gestern bereits gesonderte Gespräche mit der US-Regierung gab.

Zunächst hatte US-Präsident Donald (79) Trump am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj (47) geredet.

Ukraine-Gipfel in Berlin geht weiter - und damit auch das Verkehrs-Chaos
Ukraine Ukraine-Gipfel in Berlin geht weiter - und damit auch das Verkehrs-Chaos

Am Abend reisten dann der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) nach Moskau, wo sie von Kremlchef Wladimir Putin (73) empfangen wurden.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

23. Januar, 6.35 Uhr: Von der Leyen sieht neuen Ukraine-Plan auf der Zielgeraden

Die Arbeiten an einem milliardenschweren Aufbauplan für die von Russland angegriffene Ukraine sind nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitestgehend abgeschlossen.

Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und die Ukraine stünden kurz vor einer Einigung, sagte die deutsche Spitzenpolitikerin nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Der Plan zeige auf, wie der Wohlstand der Ukrainedirekt nach einem Waffenstillstand oder Frieden gesteigert werden könne.

23. Januar, 6.34 Uhr: Ukrainer und Russen wollen in Abu Dhabi über Frieden reden

Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nehmen an Fahrt auf.

Erstmals nach monatelanger Pause wollen die Kriegsparteien heute wieder auf offizieller Ebene miteinander reden - in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, unter Vermittlung der USA. Die Zusammenkunft russischer und ukrainischer Unterhändler in Abu Dhabi soll der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Reihe diplomatischer Treffen werden, nachdem es gestern bereits gesonderte Gespräche mit der US-Regierung gab.

Nach Gesprächen in Davos und Moskau über ein Ende des Ukraine-Kriegs verlagern sich die Verhandlungen nach Abu Dhabi. (Archivbild)
Nach Gesprächen in Davos und Moskau über ein Ende des Ukraine-Kriegs verlagern sich die Verhandlungen nach Abu Dhabi. (Archivbild)  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/Stephanie Lecocq/Pool Reuters/dpa/dpa

23. Januar, 6.34 Uhr: Moskau bestätigt Teilnahme an Ukraine-Treffen in Abu Dhabi

Russland hat nach Gesprächen des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml erstmals seine Teilnahme an Verhandlungen mit der Ukraine heute in Abu Dhabi bestätigt.

Die russische Delegation werde angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Nachrichtenagenturen in Moskau zufolge.

Zuvor hatte bereits der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Team für die Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate benannt. Die USA sind als Vermittler mit dabei.

23. Januar, 6.33 Uhr: Treffen von Putin und Witkoff nach dreieinhalb Stunden beendet

Nach mehr als 3,5 Stunden sind in der Nacht die Verhandlungen in Moskau über ein Ende des Kriegs in der Ukraine zu Ende gegangen.

Das teilte der Pressedienst des Kremls nach dem Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff mit. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Bei dem Treffen ging es auch um die weitere Verwendung der in den USA wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraineeingefrorenen Vermögenswerte und um die Einladung Russlands in den von der US-Regierung gegründeten "Friedensrat".

Es wird weiter um eine Lösung im Ukraine-Krieg gerungen. Kremlchef Putin (73, l.) empfängt einmal mehr Unterhändler aus den USA, doch ob ein Frieden näher rückt, bleibt weiter unklar.
Es wird weiter um eine Lösung im Ukraine-Krieg gerungen. Kremlchef Putin (73, l.) empfängt einmal mehr Unterhändler aus den USA, doch ob ein Frieden näher rückt, bleibt weiter unklar.  © Uncredited/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

22. Januar, 6.32 Uhr: Treffen von Putin und Witkoff im Kreml hat begonnen

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen worden.

Die Gespräche haben begonnen, wie der Kreml auf seinem Telegramkanal mitteilte. Zuletzt hatte der Kremlchef den Vertrauten von US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert - aber keinen Durchbruch gebracht.

23. Januar, 6.31 Uhr: Neue Verhandlungsrunde über Ende des Ukraine-Kriegs geplant

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine.

Unmittelbar nach einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in Davos und dem Empfang des US-Sondergesandten Steve Witkoff im Kreml sollen am Freitag Vertreter aller drei Länder in den Vereinigten Arabischen Emiraten über Friedenslösungen sprechen.

Nach Angaben Selenskyjs ist ein trilaterales Treffen geplant. Es ist das erste Mal seit Wochen, dass Unterhändler der Kriegsparteien Russland und Ukraine damit wieder direkt miteinander sprechen.

22. Januar, 15.53 Uhr: Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine

Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Krieges reden.

Die Gespräche sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, wie Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos sagte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) spricht beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) spricht beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums.  © Markus Schreiber/AP/dpa

22. Januar, 15.49 Uhr: Selenskyj kritisiert europäische Verbündete und Nato

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine europäischen Verbündeten und die Nato scharf angegriffen und ihnen zu wenig Unterstützung für sein Land im Krieg mit Russland vorgeworfen.

"Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben", sagte Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit fast vier Jahren an.

Selenskyj kritisierte auch die Nato. Das transatlantische Verteidigungsbündnis existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. "Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt", sagte Selenskyj. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte.

23. Januar, 15.28 Uhr: Trump nach Treffen mit Selenskyj - "Haben noch Weg vor uns"

Beim Treffen zwischen Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben des US-Präsidenten kein Durchbruch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gelungen.

Man habe "noch einen Weg vor sich", sagte er vor Reportern im Schweizer Alpenort Davos. Es sei ein gutes Gespräch mit Selenskyj gewesen. Man müsse sehen, wie das Gespräch seines Unterhändlers Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin heute Abend in Moskau verlaufe. Dabei sei die Botschaft an Putin: "Der Krieg muss aufhören."

Auch Selenskyj sprach von einem guten Treffen. Man habe über Flugabwehr und "Dokumente" gesprochen. Damit dürften die geplanten Vereinbarungen über Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau des Landes gemeint sein.

Nach Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump (79, r.) und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) ist kein Durchbruch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gelungen.
Nach Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump (79, r.) und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) ist kein Durchbruch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gelungen.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

22. Januar, 14.10 Uhr: Trump und Selenskyj sprechen in Davos

US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj sind beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Skiort Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen.

Das meldete der ukrainische Rundfunksender Suspilne unter Berufung auf Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow.

Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Bemühungen um ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Trump hatte die Begegnung am Vortag in Davos angekündigt. Selenskyj, der zunächst keine Reise in die Schweiz geplant hatte, reiste am Donnerstagvormittag an.

Donald Trump (79) und Wolodymyr Selenskyj (47) sind beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen.
Donald Trump (79) und Wolodymyr Selenskyj (47) sind beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen.  © Alex Brandon/AP/dpa

22. Januar, 11.13 Uhr: Moskau besteht auf Freigabe von Geld für "Friedensrat"

Russland will bei einer möglichen Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump geplanten "Friedensrat" die vorgeschlagene eine Milliarde US-Dollar aus seinem in den USA eingefrorenen Vermögen beisteuern.

Washington müsse die blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke zum Wiederaufbau des Gazastreifens genutzt werden sollten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Im neu geschaffenen "Friedensrat" von US-Präsident Donald Trump können sich Staaten unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Dies geht aus dem Entwurf der Charta hervor. Hauptpunkt der vielen Kritiker ist, dass der "Friedensrat" vollständig auf Trump als Person zugeschnitten ist, manche sprechen von einer unverhohlenen Kampfansage an die Vereinten Nationen.

Titelfoto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/Stephanie Lecocq/Pool Reuters/dpa/dpa

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